Biografie

Claes Oldenburg

NameClaes Oldenburg

Geboren am28.01.1929

SternzeichenWassermann 21.01 - 19.02

GeburtsortStockholm (SE).

Claes Oldenburg

Der schwedische Maler und Objektkünstler ist ein Hauptrepräsentant der Pop-Art. Angefangen hatte er in einem vom Expressionismus beeinflussten Malstil. Nach der Aufgabe der Malerei veranstaltete er Happenings und bildete essbare Dinge nach. Claes Thure Oldenburgs Darstellungen symbolisieren Konsumgier und sexuelle Wünsche sowie die Obsessionen einer als morbid verstandenen Zivilisation. In seinen Environments verwendete Oldenburg Alltagsgegenstände, die er mit kräftigen Farben übermalte. Es folgten Alltagsgegenstände in überdimensionierten Vergrößerungen, die in plakativer Aufmachung bemalt wurden. Sie sind mit einem Überraschungs- und Verfremdungszweck verbunden; der Mensch schrumpft vor ihnen zum Zwerg. Mit seinem Graben im Central Park von New York (1967) wurde er Mitbegründer der Land-Art. An der documenta-Ausstellung in Kassel war er in den Jahren 1968, 1972, 1977 und  1982 vertreten...
Claes Thure Oldenburg wurde am 28. Januar 1929 in Stockholm geboren.

Oldenburg studierte in den Jahren von 1946 bis 1950 an der Yale Universität in New Haven englische Literatur und Kunst. Darüber hinaus ließ er sich dort im Aktzeichnen und in Komposition ausbilden. Ab dem Jahr 1953 war er Schüler am Art Institut in Chicago. Mit Illustrationen und journalistischen Arbeiten für Zeitungen sicherte er sich seinen Brotverdienst. 1952 gab er Unterricht am Chicago Art Institute. 1956 zog er nach New York. Dort malte er nach dem Expressionismus. Doch schon bald gab Oldenburg die Malerei auf. Mit den beiden amerikanischen Künstlern Allan Kaprow und Jim Dine veranstaltete er in den Jahren von 1960 bis 1965 Happenings. In dieser Zeit lernte er auch den Bildhauer George Segal kennen. Oldenburg bildete essbare Dinge wie Würste und Kuchen nach, und es entstanden Werke wie "Two Cheesburgers with Everything" (1962). Das Werk ist heute im New Yorker Museum of Art zu sehen.

Das große Thema seiner Werke wurde seine Heimatstadt New York. Er stellte alles das dar, was ihm die Millionenmetropole bot. In den beiden Jahren 1958 und 1959 schuf Oldenburg Assemblagen im neo-dadaistischen Kunststil, wobei er Gips, Stoff und Gegenstände aus dem Abfall einsetzte. 1960 hatte Claes Oldenburg seine erste Einzelausstellung, die in der Judson Galerie stattfand. Er präsentierte dort Environments wie zum Beispiel "The Street". Dazu bildete er Alltagsgegenstände wie Gebäude und Autos sowie menschliche Wesen aus Pappe, Sackleinen oder anderen im Müll gefundenen Materialien nach, die er in grober Weise bemalte. 1961 entstand die Arbeit "Weißes Hemd mit blauer Krawatte" aus der Serie "Die Straße".

Es folgte in den Jahren 1962 und 1963 die Serie "Das Heim", die jeden Gegenstand in drei Varianten präsentiert. Oldenburg fertigte dabei beispielsweise ein hartes Waschbecken aus Wellpappe an, ein weiches Waschbecken aus Vinyl und schließlich ein farbloses Waschbecken aus Leinen, gefüllt mit Wolle. Von diesen sogenannten "Soft Sculptures" entstanden weitere weiche Modelle von Alltagsgegenständen wie zum Beispiel von Lichtschaltern, so das Werk "Soft Light Switches" aus dem Jahr 1964. 1966 schuf Oldenburg die Serie "The Store". Sie wurde nicht in einer Galerie, sondern in einem Laden realisiert. Der Künstler fertigte Nachbildungen von Massenprodukten wie Würsten, Kuchen, Kleidern oder Schuhen. Oldenburg gestaltete und formte die Dinge aus Stoff und Gips und bemalte sie anschließend mit einem dicken Auftrag von Emaillelackfarben. Die Gegenstände wurden dort gleich verkauft.

Ab dem Jahr 1965 entstanden alltägliche Dinge in überdimensionierter Größe, die Oldenburg plakativ mit Farbe gestaltete – den sogenannten Large Scale Projects. Seine im Jahr 1969 entstandene Arbeit mit dem Titel "Lipstick on Caterpillar Tracks", eine 7 m hohe Plastik für den Campus der Universität Yale/USA, die eine knallrote Lippenstifthülle darstellt, dokumentiert diese Arbeitsweise der Transformation. Die Objekte als Maßstabsveränderungen machen die Sujets zu modernen Denkmälern. Sie sind mit einem Überraschungs- und Verfremdungszweck verbunden. Der Mensch schrumpft vor ihnen zum Zwerg. In den Jahren 1964 und 1968 nahm er an der Biennale in Venedig teil. Mit seinem Graben im Central Park von New York (1967) wurde er Mitbegründer der Land-Art. An der documenta-Ausstellung in Kassel war er in den Jahren 1968, 1972, 1977 und 1982 vertreten.

Im Jahr 1972 präsentierte er auf der Documenta 5 ein geruchsintensives "Maus-Museum", 1983 in Freiburg/Br. eine installierte Gartenschlauch-Plastik mit Wasserhahn aus einer 100 m langen Stahlröhre. In Münster wurde ihm in den Jahren 1977 und 1997 jeweils eine Skulpturenausstellung gewidmet. 1981 erhielt er den Wilhelm-Lehmbruck-Preis der Stadt Duisburg. In den Jahren von 1980 bis 2000 baute Claes Oldenburg mehrere Großobjekte im öffentlichen Raum auf. Oldenburg war indes mit vielen seiner Werke in Ausstellungen in allen wichtigen Museen der Welt präsent. Zu seinen Werken gehören unter anderem der Titel "Das Taschentuch des Architekten". 1996 war die Ausstellung "Claes Oldenburg - eine Anthologie" in Bonn und London zu sehen.

Im Jahr 2012 zeigte das Museum Ludwig in Köln möglicherweise zum letzten Mal eine große Show mit Frühwerken; die Materialien einiger dieser Werke haben durch ihr Alter erheblichen Schaden genommen.

NameClaes Oldenburg

Geboren am28.01.1929

SternzeichenWassermann 21.01 - 19.02

GeburtsortStockholm (SE).

google-site-verification: google44cc944cebb47e16.html