Biografie

Christoph Waltz

Der österreichische Schauspieler feierte 2009 in Quentin Tarantinos Film "Inglourious Basterds" als SS-Oberst Hans Landa seinen internationalen Durchbruch als Charakterdarsteller. Ausgezeichnet wurde er für diese Rolle unter anderem mit dem Golden Globe Award sowie 2010 mit dem Oscar für die beste Nebenrolle. Für seine Darstellung des Dr. King Schultz in "Django Unchained" wurde er mit seinem zweiten Oscar für die Beste Nebenrolle geehrt. Davor war Christoph Waltz im deutschsprachigen Raum, insbesondere durch Fernsehfilme bekannt. Seine Karriere begann er am Theater, wo er bereits mit 19 Jahren als "Amadeus" in Zürich auf der Bühne stand. Sein Kinodebüt markierte "Kopfstand" (1981), ein Film, der sich mit den Missständen in psychiatrischen Anstalten in Österreich auseinandersetzt. In seinen Rollen verkörperte Waltz zumeist ambivalente, abgründige Charaktere, die nach Außen eine bürgerliche Fassade wahren, sowie den von Selbstzweifeln geplagten und melancholisch labilen Typen...
Christoph Waltz wurde am 4. Oktober 1956 in Wien geboren.

Aufgewachsen ist er als Sohn des Bühnen- und Kostümbildners Johannes Waltz und Elisabeth Urbancic. Er besuchte das Theresianum im Wiener Gemeindebezirk Wieden und das Gymnasium Billrothstraße in Döbling, wo er auch maturierte. Im Anschluss studierte Waltz Schauspielerei am Max-Reinhardt-Seminar sowie am Lee Strasberg Theatre Institute in New York. Bereits mit 19 Jahren stand er als "Amadeus" in Zürich auf der Bühne. 1977 feiert er sein Theater-Debüt in seiner Heimatstadt, von 1981 bis 1983 war er in Zürich engagiert; später Köln, Frankfurt am Main, Hamburg und Salzburg. Sein Filmdebüt gab er 1979 in "Parole Chicago". Bald wirkte er auch in zahlreichen Fernsehfilmen und Serien mit. Sein Kinodebüt feierte der Schauspieler mit "Kopfstand" (1981), ein Film, der sich mit dem Missständen in psychiatrischen Anstalten in Österreich auseinandersetzt.

Im Jahr 1982 wurde er mit dem O.E. Hasse-Preis ausgezeichnet. 1983 glänzte er als Student "Nathanael", neben Götz George in "Der Sandmann", nach E. T. A. Hoffmann. Neben nationalen Rollen folgten bald internationale Produktionen, wie 1990 der Streifen "Der große Reibach" (The Gravy Train, The Gravy Train Goes East). 1993 mimte er in Tom Toelles Historien-Zweiteiler "König der letzten Tage" die Rolle des Wiedertäufers Jan van Leiden. 1995 spielte er in der international besetzten Fernsehproduktion "Katharina die Große" neben Catherine Zeta-Jones die Titelrolle. 1996 wurde Waltz mit dem Sonderpreis für darstellerische Leistung bei den Baden-Badener Tagen des Fernsehspiels für "Du bist nicht allein – Die Roy Black Story" nach der Regie von Peter Keglevics geehrt; im Jahr darauf wurde er für diese Rolle mit dem Bayerischer Fernsehpreis ausgezeichnet.

Als frustrierter Romanautor in Marc Rothemunds "Das merkwürdige Verhalten geschlechtsreifer Großstädter zur Paarungszeit" (1998) zeigte er auch sein komödiantisches Talent. Bei dem Fernsehfilm "Wenn man sich traut" (2000), dessen Drehbuch er auch mitverfasste, führte Waltz erstmals Regie. Erneut unter der Regie von Peter Keglevics feierte er 2001 einen großen Erfolg in der Rolle des Entführers in "Der Tanz mit dem Teufel – Die Entführung des Richard Oetker". 2002 erhielt er gemeinsam mit Regisseur Keglevic und den Schauspielern Sebastian Koch und Tobias Moretti für dieses Werk den Adolf-Grimme-Preis. 2003 stand er für sieben große Produktionen vor der Kamera. Für "Dienstreise – Was für eine Nacht" (2004) wurde er erneut mit dem Adolf-Grimme-Preis geehrt. 2008 folgte der zweiteilige österreichische Thriller "Das jüngste Gericht" nach der Regie von Urs Egger.

Seinen internationalen Durchbruch feierte Christoph Waltz 2009 in Quentin Tarantinos Film "Inglourious Basterds". Als SS-Oberst Hans Landa, der in ganz Europa Juden jagt, verkörperte er den gebildeten, eitlen, gerissenen, charmanten und skrupellosen Nazi-Schergen, wie er im Buche steht. Auf dem 62. Filmfestival in Cannes, wo der Film seine Weltpremiere im internationalen Wettbewerb feierte, gewann Waltz den Preis für den besten Darsteller. Weiter erhielt er unter anderem den Golden Globe Award, den Screen Actors Guild Award, den britischen BAFTA Award sowie 2010 den Oscar für die beste Nebenrolle. 2011 stand er für "The Green Hornet" und "Wasser für die Elefanten" (Water for Elephants) vor der Kamera.

Erneut in der Zusammenarbeit mit Quentin Tarantino konnte Waltz 2013 seinen nächsten Welterfolg feiern. Für seine Darstellung des Dr. King Schultz in "Django Unchained" wurde er mit seinem zweiten Oscar für die Beste Nebenrolle ausgezeichnet. Ebenso erhielt er den Golden Globe Award. Im selben Jahr, 2013, spiele er die Hauptrolle des Qohen Leth in "The Zero Theorem"; der Protargonist suchte darin in einer dystopischen Zukunft nach einer mathematischen Formel, welche die Frage nach dem Sinn des Lebens beantworten soll. 2014 stand er neben Daniel Craig, als Gegenspiedes für dem 24. Film der Bondreihe, "James Bond 007: Spectre", vor der Kamera; der Film hatte am 26. Oktober 2015 Weltpremiere.

Privat lebt Waltz in London, Los Angeles und Berlin. Aus einer früheren Ehe mit einer US-Amerikanerin stammen drei Kinder. Aus seiner Beziehung zu der Kostümbildnerin Judith Holste entstammt eine Tochter.
1979: Parole Chicago

1981: Kopfstand

1981: Feuer und Schwert – Die Legende von Tristan und Isolde

1982: Der geheimnisvolle Fremde

1983: Der Sandmann

1986: Lenz oder die Freiheit

1991: The Gravy Train, The Gravy Train Goes East

1991: Leben für Leben – Maximilian Kolbe

1992: 5 Zimmer, Küche, Bad

1993: Ein Anfang von etwas

1993: König der letzten Tage

1994: Tag der Abrechnung – Der Amokläufer von Euskirchen

1995: Prinz zu entsorgen

1995: Man(n) sucht Frau

1995: Katharina die Große

1995: Die Staatsanwältin

1996: Der Tourist – Der Postkartenmörder

1996: Du bist nicht allein – Die Roy Black Story

1997: Die Farbe des Lebens

1998: Vickys Alptraum

1998: Sieben Monde

1998: Das Finale

1998: Das merkwürdige Verhalten geschlechtsreifer Großstädter zur
Paarungszeit

1998: Rache für mein totes Kind

1998: Schock – Eine Frau in Angst

1998: Mörderisches Erbe – Tausch mit einer Toten

2000: Wenn man sich traut (A Question of Confidence)

2000: Falling Rocks

2000: Ein ganz gewöhnlicher Dieb – Ordinary Decent Criminal

2000: She – Herrscherin der Wüste

2000: Queens Messenger

2001: Death, Deceit & Destiny Aboard the Orient Express

2001: Riekes Liebe

2001: Der Tanz mit dem Teufel

2001: Engel sucht Flügel

2002: Dienstreise – Was für eine Nacht

2003: Jagd auf den Flammenmann

2002: Weihnachtsmann gesucht

2003: Der alte Affe Angst

2003: Zwei Tage Hoffnung

2003: Jennerwein

2003: Schussangst

2003: Tigeraugen sehen besser

2003: Der Mörder ist unter uns – Der Fall Gehring

2003: Herr Lehmann

2004: Scheidungsopfer Mann

2004: Mörderische Suche

2004: Schöne Witwen küssen besser

2005: Die Patriarchin

2006: Franziskas Gespür für Männer

2006: Lapislazuli – Im Auge des Bären

2007: Die Verzauberung

2007: Die Zürcher Verlobung – Drehbuch zur Liebe

2008: Das jüngste Gericht

2008: Das Geheimnis im Wald

2008: Todsünde

2009: Inglourious Basterds

2011: The Green Hornet

2011: Wasser für die Elefanten (Water for Elephants)

2011: Die drei Musketiere

2012: Django Unchained

2013: The Zero Theorem
Christoph Waltz
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F.: 030.285168.6
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1982:
O.E. Hasse-Preis der Berliner Akademie der Künste für junge Darsteller des Sprech- und Musiktheaters

1996:
Sonderpreis für darstellerische Leistung bei den Baden-Badener Tagen des Fernsehspiels für Du bist nicht allein – Die Roy Black Story

1997:
Bayerischer Fernsehpreis für die Darstellung des Roy Black in Du bist nicht allein – Die Roy Black Story

2002:
Adolf-Grimme-Preis für Der Tanz mit dem Teufel – Die Entführung des Richard Oetker

2003:
Deutscher Fernsehpreis für Jagd auf den Flammenmann in der Kategorie Bester Schauspieler Nebenrolle

2004:
Adolf-Grimme-Preis für Dienstreise – Was für eine Nacht

2009:
Bester Darsteller für Inglourious Basterds bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes

2009:
Bambi in der Kategorie Schauspieler International für Inglourious Basterds

2009:
Boston Society of Film Critics Award als Bester Nebendarsteller für Inglourious Basterds

2009:
Chicago Film Critics Association Award als Bester Nebendarsteller für Inglourious Basterds

2009:
Dallas-Fort Worth Film Critics Association Award als Bester Nebendarsteller für Inglourious Basterds

2009:
Florida Film Critics Circle Award als Bester Nebendarsteller für Inglourious Basterds

2009:
Hollywood Film Award als Bester Nebendarsteller für Inglourious Basterds

2009:
Los Angeles Film Critics Association Award als Bester Nebendarsteller für Inglourious Basterds

2009:
New York Film Critics Circle Award als Bester Nebendarsteller für Inglourious Basterds

2009:
Satellite Award als Bester Nebendarsteller für Inglourious Basterds

2009:
Southeastern Film Critics Award als Bester Nebendarsteller für Inglourious Basterds

2010:
Kansas City Film Critics Circle Award als Bester Nebendarsteller für Inglourious Basterds

2010:
National Society of Film Critics Award als Bester Nebendarsteller für Inglourious Basterds

2010:
Broadcast Film Critics Association Award als Bester Nebendarsteller für Inglourious Basterds

2010:
Golden Globe Award als Bester Nebendarsteller für Inglourious Basterds

2010:
Screen Actors Guild Award als Bester Nebendarsteller für Inglourious Basterds

2010:
BAFTA Award als Bester Nebendarsteller für Inglourious Basterds

2010:
Oscar als Bester Nebendarsteller für Inglourious Basterds

2011:
Österreichisches Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst

2013:
Oscar als Bester Nebendarsteller in Django Unchained

2013:
Golden Globe Award als Bester Nebendarsteller in Django Unchained

NameChristoph Waltz

Geboren am04.10.1956

SternzeichenWaage 24.09 - 23.10

GeburtsortWien (A).