Biografie

Christian Wolff

NameChristian Wolff

Geboren am24.01.1679

SternzeichenWassermann 21.01 - 19.02

GeburtsortBreslau (D).

Verstorben am09.04.1754

TodesortHalle (D).

Christian Wolff

Der deutsche Philosoph und Mathematiker war einer der führenden Aufklärer. Christian Wolff befasste sich mit den Problemen der Ontologie, Ethik und Logik. Wolff schuf als bedeutender Systematiker das System des deutschen Rationalismus und orientierte sich dabei an Gottfried Wilhelm Leibnitz, René Descartes und Baruch de Spinoza. Er gilt als Umgestalter der Leibnizschen Philosophie. Seine Schriften verfasste er größtenteils in deutscher Sprache, sodass er dadurch ein deutsches Terminologiewerk in der Philosophie schuf. Die deutsche Philosophie verdankt ihm ihre terminologische Grundlegung; viele von ihm definierte Begriffe wie "Bedeutung", "Aufmerksamkeit" oder "an sich" wurden später in die Alltagssprache übernommen...
Christian Wolff wurde am 24. Januar 1679 als zweiter Sohn eines Gerbers in Breslau geboren.

Wolff besuchte das Magdalenen-Gymnasium in Breslau. Bereits in seiner Schulzeit erkannte er sein bevorzugtes Interesse an der Mathematik. Danach begann er im Jahr 1699 ein Studium der Theologie an der Universität Jena. Nebenbei besuchte er Physik- und Mathematik-Vorlesungen. 1702 schloss er sein Studium mit dem Magister-Titel ab.

Während seines Studiums orientierte er sich an unterschiedlichen theologischen Strömungen, an der Scholastik, am Cartesianismus und an der Physik von Isaac Newton. Mit der Schrift "De philosophia practica universali methodo mathematica conscripta" habilitierte sich Wolff. 1703 wurde er Privatdozent an der Universität Leipzig. Nebenbei wurde er Prediger. 1704 ereilte ihn ein Ruf als Lehrer an einem akademischen Gymnasium, den er jedoch ablehnte.

In dieser Zeit machte Wolff die Bekanntschaft von Gottfried Wilhelm Leibnitz, der für ihn von bedeutendem Einfluss war. Durch seine Vermittlung gelangte Wolff ab dem Jahr 1705 zu einer Mitarbeit an der Zeitschrift "Acta Eruditorum". Ab dem Jahr 1706 (1723) war er als Professor für Mathematik und Naturwissenschaften an der Universität Halle beschäftigt. Außerdem hielt er mit großem Erfolg Vorlesungen in Philosophie.

In dieser Zeit war er literarisch überaus produktiv. Er verfasste vor allen Dingen mathematische, aber auch philosophische Schriften. In dieser Phase bildete er sich seine rationalistische und dogmatische Philosophie der Aufklärung und ihre Systematik. Wolffs Verdienst war es, dass er seine Schriften vornehmlich in deutscher Sprache verfasste und damit auch eine deutsche Terminologie. Er verwendete Begriffe wie Vorstellung, Bewusstsein oder Begriff.

Auf Druck der preußischen Obrigkeit musste er aber wieder in Latein schreiben. Darüber hinaus entwickelte er lateinische Begriffe wie Monismus und Teleologie. Als Christian Wolff bereits Mitglied in der Londoner Akademie der Wissenschaft geworden war, berief ihn im Jahr 1711 die Berliner Akademie der Wissenschaften zum Mitglied. In den folgenden Jahren lehnte er die Berufungen nach Wittenberg, Petersburg und Jena ab.

Mit seiner philosophischen Haltung handelte sich Wolff besonders die Kritik von Theologen ein. Wolffs Methode orientierte sich formal an der Mathematik. Sie warfen ihm Determinismus und Rationalismus vor. Der Streit wurde von ausgedehnten Streitschriften in der Öffentlichkeit begleitet. Wolff verstand die Logik als einführende Wissenschaft in die Philosophie. Ihm zufolge hat die Logik die Aufgabe, Wahres und Falsches im Urteil zu finden. Er unterteilte sie in einen lehrenden und einen ausübenden Zweig.

Er holte sich grundsätzliche Anregungen aus der Logik des Aristoteles. Seine weitere Unterteilung lief auf eine theoretische Logik zur Untersuchung der Denkformen und eine praktische Logik zur Bestimmung der Wahrheitskriterien hinaus. Begriff, Urteil und Schluss bedeuteten für Wolff drei Stufen der Erkenntnis. So besteht das Urteil aus zwei Begriffen, und der Schluss bildet sich aus einem neuen Urteil, das sich wiederum aus bestehenden Urteile zusammensetzt.

Christian Wolff verstand Philosophie als Wissenschaft von allem und allem Möglichen. Mit diesem Verständnis erweiterte sich auch das Gebiet der Philosophie auf Wissensgebiete, die zuvor davon nicht berührt waren wie zum Beispiel die Rechtswissenschaften. Wolff teilte seine Erkenntnissystematik ein in eine philosophische, historische und mathematische. Dabei stufte er die philosophische Erkenntnis als höchste ein.

Die mathematische Erkenntnis erfasste die Quantität der Dinge. Seine Systematik erfasste die Wissenschaften, die er unterteilte in rational-theoretische, rational-praktische, empirisch-theoretische und empirisch-praktische Wissensgebiete. In dieser systematischen Einteilung behandelte und untersuchte Wolff unterschiedliche Wissenschaftsthemen. Von seiner Lehre fertigte er teilweise Auszüge an, die er überarbeitete und damit vereinfachte. Sie sorgten für eine weite Verbreitung seiner Lehren.

Im Jahr 1723 musste Wolff das Land verlassen. Er ging nach Marburg, wo er an der dortigen Universität lehrte. 1740 konnte er auf Geheiß von König Friedrich II. wieder nach Halle zurückkehren. Mit seinen Schriften über den vernünftigen Geist beeinflusste er neben Immanuel Kant die gesamte Aufklärungsepoche und Wissenschaftsgebiete wie Recht, Literatur, Philosophie und andere. Wolff hatte auch maßgeblichen Einfluss auf die preußische Gesetzgebung.

Seine in Deutsch verfassten Werke beginnen in der Mehrzahl mit der Überschrift: "Vernünftige Gedanken . . ." Für Wolff bedeutete Philosophie ein Mittel, um menschliche Glückseligkeit und Perfektion zu erreichen. In der gesellschaftspolitischen Frage stand er für einen aufgeklärten Absolutismus.

Christian Wolff starb am 9. April 1754 in Halle.

NameChristian Wolff

Geboren am24.01.1679

SternzeichenWassermann 21.01 - 19.02

GeburtsortBreslau (D).

Verstorben am09.04.1754

TodesortHalle (D).

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