Biografie

Charles Darwin

Der britische Naturforscher und Entdecker gilt als einer der bedeutendsten Naturwissenschaftler. Er erkannte, dass die evolutive Entwicklung aller Organismen und ihre Aufspaltung in verschiedene Arten eine Folge der Anpassung an den Lebensraum durch Variation und natürliche Selektion ist. Sein Hauptwerk "Über den Ursprung der Arten" stellte er 1859 der Öffentlichkeit vor. Es bildete die Grundlage der modernen Evolutionstheorie und stellte den entscheidenden Wendepunkt in der Geschichte der modernen Biologie dar. In seinem späteren, zweiten Hauptwerk "Die Abstammung des Menschen und die geschlechtliche Zuchtwahl" (1871) wandte Darwin seine Evolutionstheorie zum Teil auf den Menschen an. Die zunächst umstrittene Lehre ist noch heute als gemäßigter Darwinismus anerkannt. Mit Darwins Theorie, wie der Entstehung der Korallenriffe, erlangte er in wissenschaftlichen Kreisen die Anerkennung als Geologe...
Charles Robert Darwin wurde als fünftes Kind eines Landarztes am 12. Februar 1809 im englischen Shrewsbury (Shropshire) geboren.

Ab 1825 studierte Darwin in Edinburgh Medizin. Auf Drängen des Vaters musste er zur Theologie wechseln, hörte aber nebenbei Vorlesungen in Naturwissenschaften wie Geologie und Botanik in Cambridge. 1831 schloss er seine Studien ab, um dann eine fünfjährige Weltreise auf dem Vermessungsschiff "Beagle" zu beginnen. Sie führte ihn nach Südamerika, auf die Galapagosinseln, nach Tahiti, Neuseeland, Australien, Mauritius und Südafrika. Während dieser Unternehmung entschied sich Darwin in seiner Berufswahl für die Naturforschung. Unterwegs las er die Schriften "Principles of Geology" (1830-33) von Sir Charles Lyell. Darin erläuterte dieser seine Theorie, dass die Erdoberfläche über sehr lange Zeiträume einer dauernden Veränderung durch die Naturkräfte unterliege.

Auf der Reise fand Darwin bei seinen geologischen Beobachtungen, die er mit Vorliebe vornahm, Lyells Theorien bestätigt. Er weitete seine Beobachtungen aus, sammelte selbst Erfahrungen und übertrug dann Lyells Theorie auf die Lebewesen. Später verwertete Darwin seine Erkenntnisse in seinen eigenen Theorien und hielt sie in seinen Werken fest. Auf den Galapagosinseln beobachtete Darwin verschiedene Finkenarten, die ihn später zur Entwicklung der Selektionstheorie brachte. Doch zuvor studierte er die Schrift "An Essay on the Principle of Population" des englischen Ökonomen Thomas Robert Malthus, nach der die natürliche und soziale Regulation der menschlichen Überbevölkerung durch Hunger, Krankheiten, Kriege und Naturkatastrophen geregelt werde. Diese Regulationsmechanismen wandte Darwin auf die Tier- und Pflanzenwelt an. Dabei kam er zu der Erkenntnis, dass die Organismen der Lebewesen einer Evolution unterliegen.

Darwin fand heraus, dass der Wandel der Arten und die Entstehung neuer Arten das Ergebnis einer langen Entwicklung durch natürliche Auswahl - Selektion - sind. Seine Theorie legte Darwin in dem epochalen Hauptwerk "On the Origin of Species by means of Natural Selection" (1859) nieder, das 1860 unter dem Titel "Über den Ursprung der Arten durch natürliche Zuchtwahl" ins Deutsche übersetzt wurde. Das Buch wurde ein Erfolg und innerhalb kurzer Zeit erschienen sechs Auflagen. Darin stimmte Darwin nicht nur der Deszendenztheorie zu, sondern begründete auch seine Selektionstheorien. So besagt die Deszendenztheorie, dass die höher entwickelten Lebewesen von den nieder entwickelten abstammen. Dies impliziert seine Evolutionstheorie. Darwins Selektionstheorie gründet auf der Überlegung, dass aus einer Überzahl von Nachkommenschaft nur diejenigen Lebewesen überleben, die sich am besten an die Lebens- und Umweltbedingungen anpassen können.

Damit verbunden ist auch der Kampf untereinander zum Beispiel um Nahrung oder Lebensraum. Diese Lebewesen geben ihr Erbgut weiter, so dass die Nachkommenschaft zu der Selektion der Angepassten, die Darwin als natürliche und soziale Auslese verstand, gehört. Mit den sich ändernden Lebens- und Umweltbedingungen schreitet auch die Selektion voran und in großen Zeiträumen findet eine Evolution statt, aus der heraus dann neue Arten entstehen. In diesem Prozess rechnete Darwin auch den Fakt des Zufalls mit ein. Darwins Evolutionstheorie stand die zeitgenössisch gängige Katastrophentheorie von George Cuvier gegenüber. Diese besagte, dass einmal existierende Lebewesen den Naturkatastrophen zum Opfer gefallen sind. Nachfolgende Lebewesen hätten sich demnach nicht aus den vorigen entwickelt, sondern stellten neue Arten dar. Die letzte der Katastrophen sei die Sintflut gewesen, die außer den Lebewesen in der Arche Noahs alle ausgelöscht hätte. Die lebenden Menschen und Tieren seien direkte Nachkommen aus jener Zeit.

In seinem späteren, zweiten Hauptwerk "Die Abstammung des Menschen und die geschlechtliche Zuchtwahl" (1871) wandte Darwin seine Evolutionstheorie zum Teil auf den Menschen an. Damit rief er vor allen Dingen die Kritik der Kirchen auf den Plan, die den Menschen als besondere, über der Natur stehende Schöpfung Gottes betrachtete. Die kirchliche Kritik hielt bis ins 20. Jahrhundert an. Auch Darwins Behauptung von der Vererbung positiver Eigenschaften blieb lange Zeit bis zur Entwicklung der Genetik unbewiesen. 1838 war Darwins Evolutionstheorie in den Grundzügen fertig gestellt. In den nächsten 20 Jahren beschäftigte er sich mit ihrer Ausarbeitung und weiteren Forschungsarbeiten. Dazu gehörten unter anderem anatomische und biologische Untersuchungen an verschiedenen Tieren wie die Seepocken. 1839 ehelichte Darwin seine Cousine Emma Wedgwood, mit der er insgesamt zehn Kinder hatte. Von 1839 bis 1842 lebte er in London. Dann zog er auf einen Landsitz in Down.

Neben Kritikern gab es auch zeitgenössische Wissenschaftler, die die Bedeutung von Darwin und seiner Lehre erkannten. So wurde er 1839 Mitglied in der Royal Society und 1878 Mitglied in der French Academy of Sciences. Durch seine wissenschaftliche Abstammungslehre wurde Charles Darwin zu einem der größten Naturforscher. Zu seinem weiteren wissenschaftlichen Werk zählen unter anderem Titel wie "The Variation of Animals and Plants Under Domestication (1868)", "The Descent of Man" (1871) und "The Expression of the Emotions in Animals and Man" (1872).

Charles Darwin starb am 19. April 1882 in Down, Kent. Beigesetzt wurde Darwin in der Westminster Abbey, London.


Erfinder, Entdecker, Erleuchtete

NameCharles Darwin

Geboren am12.02.1809

SternzeichenWassermann 21.01 - 19.02

GeburtsortThe Mount b. Shrewsbury (GB).

Verstorben am19.04.1882

TodesortDown House, Kent (GB).