Biografie

Carl Barks

Der US-amerikanische Comicautor, Cartoonist und Maler ist vor allem zahlreichen Kinder-Generationen als Zeichner von berühmten Comicfiguren wie Daniel Düsentrieb, den Panzerknackern oder Gundel Gaukeley bekannt. Seine populärste Schöfung wurde Dagobert Duck. Dieser feierte 1947 in der Geschichte "Die Mutprobe" sein Debüt. Der Zeichner schuf darauf ein unvergleichliches Werk an Comic-Szenen. Er war unter anderem für das Disney-Studio tätig. Insgesamt zeichnete Carl Barks für die Disney-Comics 6215 Seiten, 190 Cover und schrieb 396 Scripts...
Carl Barks wurde am 27. März 1901 als Sohn eines Landwirtehepaars in der Nähe von Merrill Oregon geboren.

Bark wuchs mit zwei Brüdern auf dem elterlichen Hof auf. Er besuchte die Dorfschule. Bereits in dieser Zeit widmete er sich dem Zeichnen. Neben dem Schulunterricht fing er ein Fernkurs im Zeichnen an, den er aber nach vier Lektionen wieder abbrach. Carl Barks genoss nie eine abgeschlossene Ausbildung im Zeichnen. 1918 siedelte er nach San Francisco über und war als Laufbursche einer Druckerei tätig. Sein Ziel war es, als Zeichner zu arbeiten. Doch seine Bemühungen hatten keinen Erfolg, so dass er wieder zu seinen Eltern zurückkehrte. 1923 heiratete Barks seine erste Frau. Aus dieser Verbindung gingen die beiden Töchter Dorothy und Peggy hervor.

In dieser Zeit arbeitete er zunächst in einem Holzfällerlager und anschließend in einer Werkstatt für Eisenbahnwaggons. 1929 ließ er sich scheiden. In den beiden Jahren 1928 und 1929 wurden mehrere seiner witzigen Zeichnungen von den Medien "Calgary Eye-Opener", "Judge" und "College Humor" angenommen. Dieser Erfolg führte zum Entschluss, dass Carl Banks als freiberuflicher Zeichner für das Magazin "Eye-Opener" arbeitete. Er siedelte 1931 an den Verlagsort nach Minneapolis. Im gleichen Jahr erhielt er dort eine Festanstellung. In dieser Zeit machte er die Bekanntschaft von Clara, seiner späteren zweiten Frau. Nachdem sich Barks 1935 beim Disney-Studio bewarb, arbeitete er zunächst als Inbetweener, als Zwischenphasenzeichner für den renommierten Arbeitgeber.

Nicht lange nach seinem Start wurde er ins Story Departement aufgenommen und er zeichnete fast nur für Donald-Duck-Kurzfilme. Vielfach war er für die Regie der Story verantwortlich. Carl Barks verließ 1942 Disney. Dazu entschloss er sich nicht nur aus gesundheitlichen Gründen, sondern auch wegen der Tendenzfilme zur Kriegspropaganda. Er siedelte mit seiner Familie nach San Jacinto über und eröffnete für kurze Zeit eine Hühnerfarm. Nach seiner Bewerbung beim Western Verlag, der Comichefte mit Disney-Figuren und anderen Zeichentrickstudios als Lizenzarbeiten veröffentlichte, arbeitete er dort als freier Mitarbeiter. Innerhalb von zwanzig Jahren kreierte Carl Barks circa 500 Comic-Geschichten mit mehrseitigem Umfang.

Seine Werke bestimmten die Lesegewohnheit ganzer Kinder-Generationen, aber auch Erwachsene lasen die lustigen Geschichten. Aus der Feder von Barks stammen Figuren wie Dagobert Duck, Gustav Gans, Fähnlein Fieselschweif, Panzerknacker, Daniel Düsentrieb oder Gundel Gaukeley. Auch kann er sich die Bezeichnung Entenhausen auf seine Fahne schreiben. Barks schuf komplette Comicgeschichten von der Idee über das Script bis zur Reinzeichnung. Damit drückte er den Storys seinen individuellen Stempel auf. 1951 ließ er sich von seiner zweiten Frau scheiden. Im Jahr darauf lernte er die Malerin Margaret Wynnfred aus Hawaii kennen, die er zwei Jahre später heiratete. Sie unterstützte ihn in seinem Schaffen, indem sie die Sprechblasen füllte oder Hintergrundzeichnungen beitrug.

Im Jahr 1966 ging er in Ruhestand, schuf aber noch bis 1973 für den Western Verlag zahlreiche Scripts und Zeichnungen. In dieser Zeit beschäftigte er sich mit der Malerei. Erst nachdem er ab 1971 Motive aus Entenhausen malte, stellte sich der Erfolg ein. Heute haben diese Werke Sammlerwert im Hunderttausend-Dollar-Bereich. 1976 zog Disney die Genehmigung für diese Motivmalerei zurück, mittlerweile hatte Barks circa 120 Ölgemälde angefertigt. Ab dem Jahr 1982 arbeitete der Künstler für den Verlag "Another Rainbow" und malte Ölbilder mit Duck-Figuren. Nachdem seine Frau 1993 starb, gründete er das "Carl Barks Studio".

Zur Eröffnung der Ausstellung seiner Bilder im Nationalmuseum Kopenhagen 1994 ging der mittlerweile 93-Jährige in elf europäischen Staaten auf Promotion-Tour. Danach beschäftigte sich Barks unter anderem mit Arbeiten zu Porzellan- und Bronzefiguren als Comic-Motive. 1994 lieferte er die Dagobert-Story "Horsing Around with History" und danach den Donald-Titel "Somewhre in Nowhere" ab. Barks erkrankte im Jahr 1999 an Lymphdrüsenkrebs.

Carl Barks starb am 28. August 2000 in Grants Pass, Oregon.

NameCarl Barks

Geboren am27.03.1901

SternzeichenWidder 21.03 - 20.04

GeburtsortMerrill, Oregon (USA).

Verstorben am28.08.2000

TodesortGrants Pass, Oregon (USA)