Biografie

Brian Wilson

Der US-amerikanische Musiker wurde als kreativer Kopf der "Beach Boys" zum Weltstar und Teenieschwarm. Brian Wilson galt als genialer Songschreiber und Produzent und war, laut Kritikern, Schöpfer der schönsten Popmelodien der Welt. Wilson sang die zweite Leadstimme, insbesondere die langsamen Balladen und die hohe Falsettstimme. 1964 zog er sich von der Bühne zurück. Darauf war er als Songschreiber und Produzent der Band tätig. Ende der 1980er Jahre startete er seine Solo-Karriere. Zu seinen erfolgreichsten Alben zählen "Brian Wilson" (1988), "Orange Crate Art" (1995) und "What I Really Want For Christmas" (2005)...
Brian Wilson wurde am 20. Juni 1942 in Hawthorne, Kalifornien, USA als Sohn eines Maschinen-Großhändlers geboren.

Von frühester Kindheit war Brian auf einem Ohr taub. Wilson gründete 1962 gemeinsam mit seinen Brüdern Dennis und Carl, seinem Cousin Mike Love sowie Schulfreund Larry Marks die legendären "Beach Boys". Marks wurde kurz darauf durch Al Jardine ersetzt. Die treibende Kraft hinter der Band war der Vater der Wilson-Brüder. Die "Beach Boys" verbreiteten mit ihren optimistischen Songs den Mythos von ewiger Jugend, dem Surfen an der Westküste Amerikas, schnellen Autos und Motorrädern. Dabei mied Brian Wilson das Meer, er hasste es förmlich.

Vom Tourstress erschöpft zog sich Brian Wilson 1964 von der Bühne zurück und war seitdem ausschließlich als Songschreiber und Produzent der Band tätig. Seine Songs waren Kritikern zufolge geniale Sinfonien und völlig unabhängig von jeglichen Trends. Brian Wilson wurde von Fachleuten weltweit Genialität in seinen musikalischen Kompositionen attestiert, seine Texte konnten aber nicht so sehr überzeugen. Aus diesem Grund holte Wilson sich Van Dyke Parks als Co-Autor hinzu. Mit ihm schuf er auch die vierstündige Rock-Sinfonie "Smile", die aber nie veröffentlicht wurde.

Wilson war Ende der 1960er Jahre bereits eine lebende Legende, zog sich aber immer mehr zurück. Sein seelisches Gleichgewicht begann zu schwanken und Interviews sowie Platten-Veröffentlichungen gab es nur noch nach astrologischer Voraussage. Wilson glaubte teilweise sogar, ihn würden dunkle Mächte und böse Geister verfolgen. Sein Zustand verschlechtere sich in den nächsten Jahren extrem. Wilson kapselte sich völlig ab und zog sich in sein Haus zurück, wo er sich nicht mehr wusch, aß bis zum Erbrechen, Drogen jeglicher Art einnahm und irgendwann bis zu 150 Kilogramm wog. 1982 wurde er vom Rest der "Beach Boys" gefeuert. Er begann eine jahrelange Therapie. Diese zeigte Erfolg und Wilson arbeitete wieder für die "Beach Boys".

Allerdings war er in totale Abhängigkeit zu seinem Psychologen geraten. Wilson brachte 1988 sein erstes Solo-Album "Brian Wilson" heraus und erntete positive Kritiken und Lob weltweit. Bei seiner Band häufte sich allerdings der Missmut gegen ihn und seinen Psychiater. Schließlich verklagte die Band Wilson auf 80 Millionen Dollar, was eine Gegenklage nach sich zog. Es folgte bis in die 1990er Jahre eine Flut von Prozessen, Klagen und Gegenklagen unter den Mitgliedern der Band und Brian Wilson. Dieser musste sich schließlich per Gerichtsbeschluss von seinem Psychiater trennen.

Erst 1995 brachte Wilson wieder ein Album auf den Markt - beteiligt waren auch seine Töchter Carnie und Wendy. "I Just Wasn´t Made For These Times" bestand aus alten Songs, die neu eingesungen wurden und den Soundtrack zu einem Dokumentarfilm über die Songs auf eben diesem Album bildeten. Es kam zusätzlich das Album "Orange Crate Art" auf den Markt, was Wilson gemeinsam mit seinem alten Freund und Kollegen Van Dyke Parks produzierte. Im gleichen Jahr heiratete Brian Wilson das Ex-Model Melinda Ledbetter, mit der er seit 1992 zusammen war. Bereits von 1986 bis 1989 waren die beiden ein Paar gewesen. Die Hochzeit fand am Geburtstag von Wilson Ex-Frau Marilyn Rovell statt.

Bei einem Auftritt in der Londoner Brixton Academy kam es 1996 zu einer Reunion der "Beach Boys" mit Brian Wilson auf der Bühne. Anlass war das 30-jährige Jubiläum der Kollegen von "Status Quo". 1998 erschien mit "Imagination" ein neues Wilson-Album, was aber kaum Beachtung fand. Dennoch ging Wilson auf Tour und rührte die Werbetrommel für das Album und das 1997 veröffentlichte Box-Set namens "The Pet Sound Sessions", was zusätzlich zwei Bücher enthielt. "Pet Sounds" war ein Album der Beach Boys aus den 1960er Jahren.

Neben vielen Show-Größen nahm auch Brian Wilson an dem von Sir Bob Geldof initiierten Live 8 Festival teil. Weltweit verfolgten fast 2 Milliarden Menschen das gigantische Spektakel am 2. Juli 2005, das für den Schuldenerlass der ärmsten Länder Afrikas kämpfte. In den Städten Berlin, London, Philadelphia, Rom, Paris, Moskau, Johannesburg, Cornwall, Tokio und Barrie fanden parallel fantastische Rock-Konzerte mit den größten Stars der Welt statt.

Wilsons Töchter Carnie und Wendy feierten ebenfalls musikalische Erfolge. Sie spielten gemeinsam in der Gruppe "Wilson Phillips".

NameBrian Wilson

Geboren am20.06.1942

SternzeichenZwillinge 22.05. - 21.06

GeburtsortHawthorne, Kalifornien (USA).