Biografie

Bodo Hombach

Der deutsche Verlagsmanager und frühere SPD-Politiker stellte von 2002 bis 2012 den Geschäftsführer der Essener WAZ Mediengruppe; das Haus (seit 2013 Funke Mediengruppe) ist eines der bedeutendsten europäischen Medienunternehmen. In diesem Amt profilierte sich Bodo Hombach als multimedialer Ausrichter des Unternehmens. Bevor er ins Verlagsmanagement wechselte, machte Hombach in der Politik Karriere. Im Juni 1998 wurde er zunächst Wirtschafts- und Verkehrsminister in Nordrhein-Westfalen, wenige Monate später ernannte ihn der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder zum Chef des Bundeskanzleramtes sowie zum Bundesminister für besondere Aufgaben. 1999 wechselte Hombach als EU-Sonderkoordinator des Stabilitätspaktes für Südosteuropa nach Brüssel. Seit Juni 2011 ist er Vorstand der Brost-Stiftung...
Bodo Hombach wurde am 19. August 1952 in Mülheim an der Ruhr geboren.

Nach Abschluss der Volksschule absolvierte er in den Jahren 1967 bis 1970 eine Ausbildung zum Fernmeldehandwerker in Duisburg. Die Fachhochschulzulassung erwarb er auf dem zweiten Bildungsweg. Von 1973 bis 1978 studierte er an der Fachhochschule Düsseldorf sowie der Gesamthochschule Duisburg und schloss mit einem Diplom in Sozialwissenschaften ab. Zwischen 1974 und 1976 arbeitete er als persönlicher Referent des Vorsitzenden beim DGB-Landesbezirk NRW, von 1976 bis 1979 als Landesgeschäftsführer der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Nordrhein-Westfalen. Von 1979 bis 1991 war Bodo Hombach Landesgeschäftsführer der SPD Nordrhein-Westfalen. Sein Mandat als Abgeordneter des nordrhein-westfälischen Landtags übte Bodo Hombach von 1990 bis 1999 aus. In dieser Zeit war er wirtschaftspolitischer Sprecher der SPD und Vorsitzender des Untersuchungs-ausschusses I. In der Privatwirtschaft stand Bodo Hombach von 1991 bis 1998 als Geschäftsführer der Preussag (Salzgitter) Handel GmbH und der Preussag (Salzgitter) International GmbH, Düsseldorf, vor.

Vom 17. Juni 1998 bis zum 27. Oktober 1998 gehörte Hombach als Minister für Wirtschaft und Mittelstand, Technologie und Verkehr zum Kabinett des Landes Nordrhein-Westfalen. Der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder ernannte Bodo Hombach 1998 zum Chef des Bundeskanzleramtes und Bundesminister für besondere Aufgaben. Von 1999 bis 2001 arbeitete Hombach als Sonderkoordinator des Stabilitätspakts für Südosteuropa in Brüssel. Seit Februar 2002 ist er Geschäftsführer der Essener WAZ Mediengruppe. In dieser Funktion verantwortete Hombach die Entwicklung des Verlags zu einem multimedial ausgerichteten Unternehmen. Darüber hinaus setzte er sich für die Schaffung professioneller journalistischer Standards bei den Zeitungen und Zeitschriften der WAZ Mediengruppe auf dem Balkan ein. Im Jahr 2003 unterzeichnete die WAZ Mediengruppe die OSZE-Richtlinien für Pressefreiheit in Südosteuropa, im Juli 2007 eine gemeinsame Vereinbarung zur Förderung von Pressefreiheit, Qualitätsjournalismus und guten Arbeitsbedingungen bei den Zeitungen und Zeitschriften der WAZ-Gruppe in Südosteuropa mit der "International Federation of Journalists" (IFJ).

Im Mai 2007 gab sich die WAZ Mediengruppe unter Hombachs Führung einen verbindlichen Verhaltenskodex. Im November 2008 stifteten WAZ-Gruppe und IFJ den mit 10.000 Euro dotierten "Courage-Preis" für einen unabhängigen Journalismus, der Korruption und andere Machenschaften des Machtmissbrauchs enthüllt. Im April 2008 wurde Hombach in den Hochschulrat der FernUniversität in Hagen berufen. Ministerpräsident Jürgen Rüttgers ernannte ihn im selben Monat zum stellvertretenden Vorsitzenden der Zukunftskommission der nordrhein-westfälischen Landesregierung. Den Vorsitz der Kommission übernahm der deutsch-britische Soziologe und Mitglied des House of Lords, Ralf Dahrendorf. Bundespräsident Horst Köhler zeichnete Bodo Hombach im Jahre 2009 mit dem Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland aus. Im Dezember 2010 nahm Hombach eine Lehrtätigkeit am Institut für Politische Wissenschaft und Soziologie der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn auf.

Im Januar 2011 erfolgte seine Ernennung zum Moderator des Initiativkreises Ruhr (IR), Essen. Seit Juni 2011 ist er Vorstand der Brost-Stiftung. 2012 schied er als der WAZ Mediengruppe aus.Im November 2014 erfolgte seine Ernennung zum Honorarprofessor der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Im selben Jahr wurde er mit dem Orden Mérite Européen für besondere Verdienste um Europa ausgezeichnet.


Bedeutende Vertreter des deutschen Verlagswesens

NameBodo Hombach

Geboren am19.08.1952

SternzeichenLöwe 23.07 - 23.08

GeburtsortMülheim a.d. Ruhr (D).