Biografie

Berthold Kempinski

NameBerthold Kempinski

Geboren am10.10.1843

SternzeichenWaage 24.09 - 23.10

GeburtsortRaschkow (Posen, PL).

Verstorben am14.03.1910

TodesortBerlin (D).

Berthold Kempinski

Der Unternehmer und Gastwirt Berthold Kempinski legte im gerade neu gegründeten Deutschen Kaiserreich den Grundstein für das exklusive gleichnamige Luxushotel in Berlin, das heute zu einer weltweiten Kette von Fünf-Sterne-Hotels gehört. Der Ursprung des Berliner Kempinski-Hotels geht auf einen kleinen Weinhandel in Berlin zurück, der schnell expandierte. Daraus entwickelte sich eine feine Weinstube, die bald zu klein wurde. Nach der "Arisierung" des Unternehmens während der nationalsozialistischen Herrschaft baute der Enkel des Gründers, Friedrich Unger, das Unternehmen wieder zu Weltruhm auf...

Menschen und Marken
Berthold Kempinski wurde am 10. Oktober 1843 als Sohn einer jüdischen Familie in Raschkow in Posen geboren.

Kempinski kam 1872 nach Berlin. Dort eröffnete er zusammen mit seiner Frau Helene in der Friedrichstraße 178 einen kleinen Weinhandel, den er zu einer Weinstube mit gastronomischen Betrieb ausbaute. Das Geschäft wurde angenommen und lief gut. Es sicherte der Familie nicht bloß den Unterhalt, sondern verhalf ihr zu einem gewissen Wohlstand. Schon bald musste Kempinski expandieren. Er suchte sich in Berlin, in der Leipziger Straße, einen neuen Standort und kaufte dort ein entsprechendes Gebäude. 1889 eröffnete er die neue Gaststätte, die sich als größter Betrieb dieser Art in Berlin erwies. Kempinski und seine Frau hatten keinen männlichen Erben für ihren Betrieb. So wurde der Schwiegersohn Richard Unger, Ehemann der Kempinski-Tochter Frieda, in das Unternehmen mit hineingenommen.

Richard Unger engagierte sich für das aufstrebende Unternehmen und war für den weiteren wirtschaftlichen Erfolg verantwortlich. Er hatte eine glückliche Hand in der Unternehmensführung und entwickelte ein Konzept der Unterhaltungsgastronomie. Den Gästen wurden nicht nur köstliche Spezialitäten, sondern auch künstlerische Darbietungen geboten. Richard Unger hatte mit diesem Unternehmenskonzept Erfolg. Kempinski zog sich allmählich aus dem aktiven Geschäftsleben zurück. Der gastronomische Großbetrieb ging in die Hände von Unger über, firmierte jedoch weiterhin unter "Kempinski". Noch vor dem Ersten Weltkrieg wurde das Anwesen der Gaststätte erweitert, dazu kaufte Unger die umliegenden Areale mit ihren Gebäuden auf.

Berthold Kempinski starb am 14. März 1910 in Berlin.

Sein Schwiegersohn Unger machte den Betrieb bereits vor dem Zweiten Weltkrieg deutschlandweit populär. Schon längst stand das Kempinski für Eleganz und Extravaganz. Der Niedergang vom Kempinski begann mit dem Herrschaftsantritt der Nationalsozialisten im Januar 1933. Während der Nazi-Herrschaft wurde die Gaststätte 1937 "arisiert", d.h. der Betrieb wurde zwangsübernommen. Richard Unger und seine Familie emigrierten in die Vereinigten Staaten. Kurz vor Kriegsende wurde das Anwesen durch einen Brand zerstört. Nach Kriegsende kam der Sohn von Richard Unger und Enkel des Firmengründers Kempinski, Friedrich W. Unger, nach Deutschland.

Er begann 1950 den Betrieb wieder aufzubauen und um ein Hotel zu erweitern. 1952 nahm das Kempinksi-Hotel in Berlin seinen Betrieb auf. Später verkaufte Unger das Haus an die Hotelkette "Hotelbetriebs-AG", die bereits ein Bristol Hotel betrieb. Das Berliner Kempinski Hotel avancierte zum Stammhaus einer internationalen Kette von exklusiven Hotels. So entstand das Unternehmen Kempinski Bristol Hotel Berlin, das in die Fünf-Sterne-Kategorie einzuordnen war. Seit 1997 firmiert das Unternehmen unter der Bezeichnung Kempinski AG.


Menschen und Marken

NameBerthold Kempinski

Geboren am10.10.1843

SternzeichenWaage 24.09 - 23.10

GeburtsortRaschkow (Posen, PL).

Verstorben am14.03.1910

TodesortBerlin (D).

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