Biografie

Arthur Harris

NameArthur Harris

AliasBomber-Harris

Geboren am13.04.1892

SternzeichenWidder 21.03 - 20.04

GeburtsortCheltenham, Gloucestershire (GB).

Verstorben am05.04.1984

TodesortGoring, Oxfordshire (GB).

Arthur Harris

Als Marshall der Royal Air Force (RAF) und Chef des britischen Bomberkommandos (ab 1943 Air Chief Marshal der Royal Air Force) sammelte zweifelhafte Verdienste im Bombenkrieg gegen Hitler-Deutschland. Nachdem die deutsche Luftwaffe zahlreiche verheerende Angriffe gegen Großbritannien geflogen hatte, entfesselte der britische Offizier zum Kriegsende eine umstrittene Massenvernichtungsstrategie, der gezielt eine halbe Million Menschen aus der Zivilbevölkerung zum Opfer fielen. "Bomber-Harris" radierte mit seinen verheerenden Feuerstürmen ganze Städte wie Lübeck, Rostock, Köln, Hamburg und Dresden aus, um seinen Vernichtungswillen dauerhaft in die deutsche Topographie und Stadtarchitektur einzubrennen...
Arthur Travers Harris wurde am 13. April 1892 in Cheltenham (Gloucestershire, Großbritannien) geboren.

Nach dem Besuch der Allhallows School emigrierte Harris 1910 nach Rhodesien, wo er sich als Farmer niederlassen wollte. Während des Ersten Weltkrieges kam Harris 1914/15 im 1. Regiment Rhodesiens in Südwestafrika zum Einsatz. Nach seiner Rückkehr nach Großbritannien absolvierte er 1915 eine Fliegerausbildung, um anschließend für das Royal Flying Corps (ab 1918: Royal Air Force, RAF) zu fliegen. 1918 wurde Harris zum Schwadronenführer in der RAF erhoben, wo er in den folgenden Jahrzehnten eine erfolgreiche Karriere vollzog. Nachdem Harris 1937 zum Kommodore befördert worden war, führte er bis 1938 die Bomberkommandogruppe Nr. 4 und 1938/39 die RAF in Palästina und Transjordanien.

Im Jahr 1938 heiratete Harris in zweiter Ehe Therese Hearne. Während des Zweiten Weltkrieges avancierte Harris 1940 zum Stellvertretenden Chef der RAF, ein Jahr später zum Leiter der RAF-Delegation in den USA. Ab 1942 bis Kriegsende war Harris als Befehlshaber des britischen Bomberkommandos der RAF tätig, das er nach den furchtbaren deutschen Fliegerangriffen auf England mit aller Wucht gegen Hitler-Deutschland zum Einsatz brachte. Bereits seine ersten Einsätze gegen Lübeck, Rostock und Köln offenbarten 1942 die grausame Kriegsstrategie des britischen Luftwaffenoffiziers: Durch den Einsatz von Brandbomben wurde bewusst die Zivilbevölkerung zum Ziel gemacht, deren Moral durch verheerende Feuerstürme gebrochen werden sollte.

Harris radierte ganze deutsche Städte durch die Bombardierung mit Brand-, Sprengbomben und Luftminen aus. Die blutigen Verdienste des "Bomber Harris" fanden 1943 eine offizielle Würdigung seitens der britischen Regierung durch seine Beförderung zum Luftobermarschall. Im Juli und August des selben Jahres brannten Harris Geschwader die Stadt Hamburg in vier Nachtangriffen sprichwörtlich vom Erdboden. Innerhalb von 10 Tagen gingen 12.000 Luftminen, 25.000 Sprengbomben und 3 Millionen Brandbomben auf die Stadt nieder. Jeder ihrer Einwohner bekam 8 Kg Bombenmaterial, 41.000 Hamburger und 552 britische Soldaten starben. Im Februar 1945 ordnete Harris einen militärisch sinnlosen Luftangriff auf Dresden an, dem etwa 135.000 Menschen zum Opfer fielen.

Insgesamt ist die Zahl der Todesopfer, die der Bombenkrieg von Harris zu verantworten hatte, auf rund eine halbe Million Menschen zu veranschlagen. Nach Kriegsende quittierte Harris den Militärdienst, um 1946 in die Schifffahrtsgesellschaft "South African Marine Corporation" einzutreten, als deren Manager er bis 1953 in Südafrika tätig war. 1946 veröffentlichte Harris das Buch "Bomber Offensive", in dem er seine Luftstrategie mit der dadurch angeblich herbeigeführten Verkürzung des Weltkrieges um ein Jahr zu rechtfertigen suchte. Dennoch blieb der ehemalige Flieger in der Nachkriegszeit auch in der britischen Öffentlichkeit äußerst umstritten.

Harris’ Erhebung zum Baronen durch Königin Elizabeth II. löste 1953 massive Kritik in der Gesellschaft gegen den ehemaligen Offizier aus, der sich nun als Sir wieder in Großbritannien niederließ. Noch 1983 erhielt Harris sogar die Ehre eines Besuches der Königinmutter.

Sir Arthur Harris starb am 5. April 1984 in Goring (Oxfordshire, Großbritannien) und hinterließ vier Kinder.

Noch lange nach seinem Tod erfuhr "Bomber Harris" eine späte und umstrittene Anerkennung: 1992 errichteten ihm einige seiner Anhänger eine Statue an der St. Clement Danes Church in London, was auf vehemente Kritik in der Öffentlichkeit traf.

NameArthur Harris

AliasBomber-Harris

Geboren am13.04.1892

SternzeichenWidder 21.03 - 20.04

GeburtsortCheltenham, Gloucestershire (GB).

Verstorben am05.04.1984

TodesortGoring, Oxfordshire (GB).

google-site-verification: google44cc944cebb47e16.html