Biografie

Antonio Gramsci

NameAntonio Gramsci

Geboren am22.01.1891

SternzeichenWassermann 21.01 - 19.02

GeburtsortAles, Sardinien (I).

Verstorben am27.04.1937

TodesortRom (I).

Antonio Gramsci

Der sardische Soziologe und Philosoph engagierte sich in der Zeit des Ersten Weltkriegs bei den italienischen Sozialisten und ab 1919 im Umfeld der Turiner Zeitschrift "Ordine nuovo". 1921 gründete Antonio Gramsci die Kommunistische Partei Italiens, für die er noch 1924 ins Parlament einzog. Sein letztes Lebensjahrzehnt 1926 bis 1937 musste der Dissident in faschistischer Haft verbringen: Dort verfasste er Texte mit philosophischen, soziologischen und politischen Überlegungen, die 32 Hefte füllten; sie sind als "Gefängnishefte" bekannt geworden und bilden ein bedeutendes Werk marxistischen Denkens. Mit den "Quaderni del carcere" formulierte Antonio Gramsci eine der bedeutendsten politischen Theorien des 20. Jahrhunderts...
Antonio Gramsci wurde am 22. Januar 1891 im sardischen Ales als Sohn eines kleinen Beamten geboren.

Gramsci wuchs in bescheidenen Verhältnissen auf. Mit vier Jahren zog er sich eine Rückenverletzung zu, die ihn für den Rest seines Lebens zum Buckeligen machte. Bereits in der Grundschule zeigte er außerordentliche Leistungen. 1908 nahm Gramsci ein Studium der Sprachwissenschaft an der Universität Cagliari auf. Mithilfe eines Stipendiums konnte er 1911 an die Universität Turin wechseln, wo er sich nun aber für Soziologie und Philosophie einschrieb. Während seiner Turiner Studienzeit trat Gramsci 1914 in die Jugendbewegung der Sozialistischen Partei ein. Mit dem Eintritt Italiens in den Ersten Weltkrieg 1915 brach er die Studien ab, um sein politisches Engagement bei den Sozialisten zu intensivieren.

Im Jahr 1919 gründete Gramsci die Zeitschrift "Ordine nuovo" mit, die die Formierung von Arbeiterräten förderte und zum einflussreichsten Medium der Arbeiterbewegung im Turiner Raum wurde. Im Januar 1921 rief Gramsci die Kommunistische Partei Italiens (Pci) ins Leben. Als er sich 1922 in Russland aufhielt, lernte er dort Giulia Schucht kennen, die er kurz darauf heiratete. Das Paar hatte zwei Söhne. Bei den italienischen Parlamentswahlen von 1924 wurde Gramsci für den Pci in die Kammer gewählt. Er kehrte nach Italien zurück, um sich als Opponent gegen Benito Mussolini zu betätigen, der inzwischen als faschistischer "Duce" die Macht an sich gerissen hatte. Im November 1926 wurde Gramsci wegen Hochverrats inhaftiert und zunächst in ein Gefängnis bei Bari gebracht.

Sein letztes Lebensjahrzehnt verbrachte der kommunistische Führungspolitiker in faschistischer Haft. Im Gefängnis verfasste Gramsci sein Hauptwerk, die "Gefängnishefte", die posthum nach dem Zusammenbruch des Faschismus unter dem Titel "Quaderni del carcere" (1948-1951) erschienen. Die Schriften galten bald als bedeutendste Revision sozialer und politischer Theorie im 20. Jahrhundert, indem sie eine neue Theorie staatlicher Macht konzipierten, die auf den Kategorien Zwang, Konsens und kulturelle Hegemonie beruhte. Aufgrund der Verschlechterung seines Gesundheitszustandes wurde Gramsci 1935 in eine Privatklinik nach Rom gebracht.

Dort verstarb Antonio Gramsci am 27. April 1937. Gramscis "Gefängnishefte" wurden heimlich außer Landes nach Moskau geschmuggelt, wo sie bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs aufbewahrt wurden. Die Veröffentlichung ihrer Gesamtausgabe ließ bis 1975 auf sich warten, beeinflusste dann aber die Linke im demokratischen Nachkriegsitalien.

NameAntonio Gramsci

Geboren am22.01.1891

SternzeichenWassermann 21.01 - 19.02

GeburtsortAles, Sardinien (I).

Verstorben am27.04.1937

TodesortRom (I).

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