Biografie

Anneli Jäätteenmäki

Die Bauerntochter und Juristin engagierte sich über ein Vierteljahrhundert in der finnischen Zentrumspartei. Dort avancierte Anneli Jäätteenmäki zuletzt zur Parteivorsitzenden, bevor sie im März 2003 zur neuen Ministerpräsidentin Finnlands nominiert wurde. Nach ihrem Rücktritt als Ministerpräsidentin und Vorsitzende der Zentrumspartei, wurde am 5. Oktober 2003 Matti Vanhanen als ihr Nachfolger gewählt. Jäätteenmäki kandidierte darauf für das Europaparlament, wo sie als Abgeordnete tätig wurde...
Anneli Jäätteenmäki wurde am 11. Februar 1955 in Lapua (Finnland) als Kind einer Bauernfamilie geboren.

Nach der Schule nahm Jäätteenmäki Mitte der 1970er Jahre ein Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Helsinki auf. Dort beteiligte sie sich an den Aktivitäten der Studentenorganisation der finnischen Zentrumspartei. Als Jäätteenmäki 1980 die Studien erfolgreich abgeschlossen hatte, absolvierte sie zunächst ein Volontariat im Außenministerium. Kurz darauf verwarf sie jedoch die angestrebte Karriere im diplomatischen Dienst, um den Posten einer Referentin und Juristin der Zentrumsfraktion im Parlament anzunehmen.

Bei den Parlamentswahlen von 1987 errang die Zentrums-Politikerin erstmals ein Mandat. Seither ist sie ununterbrochen als Abgeordnete im finnischen Parlament vertreten, wo sie sich vor allem in internationalen Fragen engagierte. Seit den 1990er Jahren beteiligte sie sich auch an den Vorbereitungen der EU-Integration. Im Frühjahr 1994 übertrug man Jäätteenmäki das Amt der Justizministerin, das sie bis zum Regierungswechsel im folgenden Jahr wahrnahm. Trotz der kurzen Amtszeit profilierte sie sich in dieser Funktion und mit ihrem Eintreten für den EU-Beitritt Finnlands auch gegen innerparteiliche Widerstände als mutige und geradlinige Politikerin.

Im Jahr 2000 erhob die Oppositionspartei des Zentrums Jäätteenmäki zur Interims-Präsidentin, worauf sich erste Wahlerfolge auf kommunaler Ebene einstellten. Nach den politischen Misserfolgen des bisherigen Parteivorsitzenden Esko Aho wählte man schließlich die Politikerin im Juni 2002 zur Präsidentin des Zentrums. Die Oppositionspolitikerin profilierte sich bald als entschiedene Gegnerin des amtierenden finnischen Ministerpräsidenten Pavoo Tapio Lipponen. Insbesondere im Vorfeld der Parlamentswahlen vom März 2003 errang Jäätteenmäki große Sympathien durch ihre überzeugende Wahlkampfführung.

Ihre eindeutige Positionierung gegen den Irak-Krieg verschaffte ihr in der Bevölkerung einen Popularitätsvorsprung gegenüber dem damaligen Regierungschef. Am 16. März 2003 führte die Parteivorsitzende ihre Partei zu einem glänzenden Wahlsieg. Wenig später wurde Jäätteenmäki mit der Bildung der Regierung beauftragt. Darauf regiert die finnische Ministerpräsidentin das skandinavische Land, wobei ihr besonders die weitere EU-Integration und die gesellschaftliche und politische Emanzipation der Frauen am Herzen lagen. Nach ihrem Rücktritt als Ministerpräsidentin und Vorsitzende der Zentrumspartei wurde am 5. Oktober 2003 Matti Vanhanen als ihr Nachfolger gewählt.

Jäätteenmäki kandidierte später für das Europaparlament, wo sie als Abgeordnete tätig wurde.

Anneli Jäätteenmäki ist mit einem Journalisten verheiratet.


Die Europäische Union (EU)

NameAnneli Jäätteenmäki

Geboren am11.02.1955

SternzeichenWassermann 21.01 - 19.02

GeburtsortLapua (Finnland)