Biografie

Alexander der Große

Der makedonische König und selbsternannte Zeussohn war einer der größten Feldherren der Geschichte. "Alexander der Große" dehnte die Grenzen des Reiches, das sein Vater Philipp II. aus dem vormals unbedeutenden Kleinstaat Makedonien sowie mehreren griechischen Poleis errichtet hatte, durch den Alexanderzug nach Persien und Ägypten und bis an den indischen Subkontinent aus. Durch die Unterwerfung von Ägypten wurde er auch zum Pharao erhoben. Alexander bemühte sich danach um eine kulturelle Zusammenführung der Völker, ehe er im Alter von nur 33 Jahren verstarb. Mit seinem Regierungsantritt wird auch der Beginn des Zeitalters des "Hellenismus" markiert...

Erfinder, Entdecker, Erleuchtete
Alexander der Große wurde 356 v. Chr. In Pella, Makedonien, als Sohn des Makedonierkönigs Philipp II. und dessen vierter Frau Olympias geboren.

Der junge Alexander genoss eine hohe Erziehung durch seinen berühmten Lehrer Aristoteles (384 – 322). Mit 16 Jahren wurde er Stellvertreter seines Vaters. Er unterdrückte den Aufruhr der Makedonier und gründete seine erste Kolonie mit Namen Alexandroupolis. Der Vater wurde 336 v. Chr. ermordet und Alexander wurde von der Volksversammlung zu dessen Nachfolger gewählt. Als Führer des makedonisch-griechischen Herres feierte er erste militärische und politische Erfolge: Mit der Zerstörung Thebens im Jahr 335 schlug er einen Aufruhr im Balkangebirge und in Griechenland nieder. Im darauffolgenden Jahr beginnt er seinen Kriegszug gegen Persien. In den drei Feldzügen am Granikos (334 v.Chr.), bei Issos (333 v.Chr.) und bei Gaugamela (331 v.Chr.) zog er erfolgreich gegen den Perserkönig Dareios III.

Im Jahr 328 v.Chr. heiratete er Roxane, eine Fürstentochter. In den beiden Jahren 332 und 331 erfolgte die Eroberung Ägyptens. Dort gründete er noch 331 v.Chr. die Stadt Alexandria. In dem Land wurde Alexander als Befreier der Perser und von den Priestern als Nachfolger der Pharaonen gefeiert. Er galt dort als Sohn des Gottes Amun. 330 v.Chr. machte er sich zum Herrscher von Asien. In den Jahren von 330 bis 327 nahm der große Feldherr die Gebiete Ostirans ein. Ab 327 kämpfte Aleander gegen Gebirgsvölker in Afghanistan und er kam in dieser Zeit mit seinem Heer bis nach Indien. Der Herrscher verfolgte mit den Eroberungskriegen sein Ziel, ein einheitliches Weltreich des Morgen- und Abendlandes zu schaffen, in dem Babylon die Hauptstadt sein sollte.

Seine Krieger waren von den zermürbenden Kriegen, in denen sie bis dahin rund 18.000 Kilometer zurückgelegt hatten, erschöpft und überdüssig und verweigerten den Gehorsam. Alexander blieb nichts übrig, als umzukehren. Auf dem Rückzug starb ein Großteil seines Heeres. Der Rest kam in Babylon, der neuen Hauptstadt des Alexanderreiches an. Im Jahr 324 v.Chr. setzte Alexander seine Vorstellung von einem einheitlichen Weltreich zwischen Abendland und Morgenland um. Er veranstaltete eine Massenhochzeit in Susa zwischen Makedoniern und Irenierinnen. Er selbst heiratete eine persische Prinzessin. Perser und Makedoner wurden gleichberechtigt. Alexander ordnete Verwaltung, Handel und Militär neu, Griechisch wurde Einheitssprache, auch plante er neue Eroberungen unter anderem gegen Karthago.

Doch die Vorbereitungen endeten jäh am 13. Juni 323 v.Chr. mit seinem Tod in Babylon. Seine Todesursache ist bis heute nicht ganz geklärt. Er soll an Malaria gestorben sein. Alexanders Reich brach nach seinem Tod in verschiedenen Nachfolgekämpfen (Diadochenkämpfe) auseinander. Doch die Expansion der griechischen Kultur, Lebensweise und Sprache ging noch rund 300 Jahre weiter. Diese Epoche ging als Hellenismus in die Geschichte ein.


Erfinder, Entdecker, Erleuchtete

NameAlexander von Makedonien

AliasAlexander der Große

Geboren am01.01.0356

GeburtsortPella (Makedonien)

Verstorben am01.01.0323

TodesortBabylon