Biografie

Alexander Puschkin

Der russische Literat zählt zu den bedeutendsten Dichtern Russlands, der auch in der Weltliteratur größte Bedeutung erlangte. Alexander Sergejewitsch Puschkin avancierte zum Nationaldichter und zum Begründer der modernen russischen Literatur. Besondere Verdienste errang er sich im lyrischen und epischen Genre, das er in der russischen Literatur zum Höhepunkt brachte. Seine Ausdrucksweise und Inhalte beeinflussten maßgeblich nachfolgende Dichtergenerationen. Die Maximen seines Schreibstils folgten einem knappen Ausdruck mit maximalem Inhalt. Von großer Bedeutung sind Puschkins dramatische Werke, seine literaturgeschichtlichen, kritischen und historischen Aufsätze...
Alexander Sergejewitsch Puschkin wurde als Angehöriger eines alten Adelsgeschlechts am 6. Juni 1799 in Moskau geboren.

Mütterlicherseits war er der Urenkel Hannibals, des Mohren von Kaiser Peter dem Großen. Alexander Puschkin besuchte von 1811 bis 1817 das Lyzeum in Zarskoje Selo. Bereits aus dieser Zeit, 1814, stammt das erste Gedicht, mit dem er an die Öffentlichkeit ging. Die Thematik seiner ersten Werke widmete sich dem Liebeserlebnis, das auch mit der Furcht vor Zurückweisung verbunden war. 1817 trat er der literarischen Gesellschaft "Arzamas" bei und wechselte dann in den Kreis "Seljonaja lampa". Im gleichen Jahr trat er in das "Kollegium für Auswärtige Angelegenheiten" in den Staatsdienst ein. Neben seiner Liebeslyrik schrieb Puschkin auch erste politische Epigramme, die sich für eine konstitutionelle Verfassung in Russland aussprachen.

Schon 1817 entstand in dieser Art die Ode "Volnost". Für seine politische Auffassung, die in dem Offiziersaufstand von 1825 mündete, wurde der Dichter aus Petersburg verbannt. 1820 kam sein Werk "Russland und Ludmilla" heraus. Im Anschluss an seinen Weggang aus Petersburg unternahm er zahlreiche Reisen, die ihn unter anderem durch den Kaukasus und die Krim führten. Dort entstanden auch wichtige Werke wie zum Beispiel "Der Gefangene im Kaukasus" (1821) oder "Die Fontäne von Bachèisaraj" (1822). In ihrem Stil als Versepen und ihrer Thematik orientieren sich diese frühen Werke noch an der europäischen Romantik. Nachdem er nach Odessa strafversetzt wurde, begannen die Arbeiten zu seinem Hauptwerk "Evgenij Onegin". Der Roman lässt in seinem Vers-Aufbau die Abgrenzung zwischen Prosa und gebundener Sprache verschwinden.

In dieser Art zeichnet er ein ironisch gefärbtes Zeit- und Gesellschaftsdokument. 1824 musste Puschkin den Staatdienst verlassen. Er verweilte bis 1826 auf dem Gut seiner Mutter in Michajlovskoe bei Pskov. Dort machte er sich vertraut mit der Sprache des einfachen Volkes, die dann auch in der Mischung mit Kanzlei- und Kirchensprache das Merkmal seines literarischen Stils wurde. Damit verhalf Puschkin dieser Stilästhetik in der Literatursprache zu Weltruhm. In der Art der Volksdichtung verfasste er auf Anregung von Shakespeare die Tragödie "Boris Godunov" (1825). Auf Geheiß von Zar Nikolaus I. kehrte Puschkin nach dem gescheiterten Dekabristenaufstand von 1825 nach Petersburg zurück. Dort lebte er als freier Schriftsteller. Die Bindung an den Zarenhof bedeutete tatsächlich aber eine beabsichtigte Zensurbeobachtung.

So taucht auch immer wieder die Thematik der Zensur in seinen Werken auf. 1831 heiratete er Natalja Gontscharowa. Um seine kinderreiche Familie ernähren zu können, wechselte er wieder in den sicheren Staatsdienst. Das Paar zog 1831 nach Petersburg, wo es mit Unterstützung von Gontscharowas wohlhabender Verwandtschaft am mondänen Leben des Zarenhofes teilnehmen konnte, was Puschkin, der sich nach Unabhängigkeit sehnt, frustrierte. Seine Werke in dieser Zeit entstanden unter großem psychischen Druck. Als Dichter wandte er sich in dieser Zeit der Erzähltechnik zu. Seine Prosawerke wie zum Beispiel der Titel "Belkins Erzählungen" (1831) waren vor allem durch volkssprachlichen Charakter gekennzeichnet. 1833 wurde sein Werk "Der kupferne Reiter" publiziert, das wegen seiner Eigenständigkeit und Komplexität vom Zarenhof abgelehnt wurde.

Im gleichen Jahr entstand der historische Kurzroman "Die Hauptmannstochter". Drei Jahre später gründete Puschkin die Zeitschrift "Sovremennik". Puschkins literarisches Motiv, das Duell, holte ihn in bitterer Weise realiter ein.

Alexander Sergejewitsch Puschkin starb am 10. Februar 1837 erst achtunddreißigjährig an den Folgen eines Duells in St. Petersburg.

Die Umstände zu dem Zustandekommen dieser tödlichen Begegnung sind bis heute nicht völlig aufgeklärt und tragen zum Mythos des russischen Dichters bei.

NameAlexander Puschkin

Geboren am06.06.1799

SternzeichenZwillinge 22.05. - 21.06

GeburtsortMoskau (RUS).

Verstorben am10.02.1837

TodesortSt. Petersburg (RUS).

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