Biografie

Mutter Teresa

Die römisch-katholische Ordensfrau albanischer Herkunft war Gründerin des Ordens Missionarinnen der Nächstenliebe (1963), die nach ihren Ordensregeln niemals für Geld oder für Wohlhabende arbeiten. In Indien verehrte man die humanitäre Streiterin als "Engel der Armen". Wegen ihres Engagements für Alte und Kranke wurde sie in den Slums Kalkuttas auch "Engel der Sterbenden" genannt. Hier eröffnete sie 1949 die erste Armenschule. Mit ihrem Orden betreute Mutter Teresa bis Mitte der 1990er Jahre gemeinsam mit rund 10.000 Mitgliedern weltweit 160 Missionarsstationen. 1979 wurde sie mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet und 2003 von der katholischen Kirche selig gesprochen...

Bedeutende Persönlichkeiten aus Religion und Kirche
Mutter Teresa wurde als Agnes Gonxha Bojaxhio am 26. August 1910 im Skopje geboren.

Als Tochter eines Bauunternehmers wuchs Teresa in wohlhabenden Verhältnissen auf. Ihr Vater Nikolle Bojaxhiu stammte ursprünglich aus der Mirdita, einer Region im Norden Albaniens und lebte viele Jahre in Prizren, und ihre Mutter Drane aus Novosella einem Dorf im Landkreis Gjakova im Kosovo. Sie wurde von ihren Eltern sehr religiös erzogen. Ihre Schulausbildung erhielt sie an einer katholischen Mädchenschule in Shkodra. Als sie zehn Jahre alt war, starb ihr Vater. Im Alter von zwölf Jahren entschied sie sich für ein Leben als Ordensfrau.

Mit 18 Jahren beschloss sie, Nonne zu werden, und reiste nach Irland, um den Schwestern von Loreto beizutreten. Ihren Ordensnamen nahm sie 1931 zu Ehren der heiligen Teresa von Ávila an. Nach Studien in Dublin und Darjeeling legte sie 1937 ihr Ordensgelübde ab. Im selben Jahr wurde Mutter Teresa Leiterin der höheren Schule für bengalische Mädchen in Kalkutta. Neben dieser Tätigkeit engagierte sie sich auch in der Bekämpfung von Not und Elend im Land. Später war sie als Lehrerin an einer Missionarsschule in Kalkutta tätig. 1948 gab Teresa ihre Arbeit auf, um ihr Leben nur noch den Waisen, Sterbenden, Kranken, vor allen Dingen den Leprakranken, zu widmen.

Ende der 1940er Jahre bat sie darum, außerhalb des Klosters leben zu dürfen. 1962 wurde unter ihrer Leitung die Lepra-Kolonie "Shanti Nagar" (Stadt des Friedens) gegründet. 1963 gründete sie in Kalkutta den Orden Missionaries of Charity (Missionarinnen der Nächstenliebe), wo sie bis 1997 als Generaloberin tätig war. Bis zur heutigen Zeit unterstehen dem Orden in über einhundert Ländern mehr als 550 Waisenhäuser, Kliniken und Schulen. Die Ordensmitglieder müssen vier Gelübde ablegen, mit dem sie sich zu einem Leben in Armut und Ehelosigkeit, zum Gehorsam sowie zum Dienst an den Bedürftigen verpflichten.

Bei der Verleihung des Friedensnobelpreis 1979 verurteilte sie den Schwangerschaftsabbruch als die "größte Bedrohung des Weltfriedens". Diese Haltung wurde in der Öffentlichkeit kontrovers Diskutiert. Liberale Kirchenvertreter kritisierten ihren Einsatz gegen Verhütungsmittel und Abtreibung. 1985 bekam sie die Friedensmedaille der Vereinigten Staaten von Amerika von US Präsident Ronald Reagan überreicht. Bei der Volksabstimmung über die Zulassung der Ehescheidung rief Mutter Teresa 1995 dazu auf, mit Nein zu stimmen. Im September 1996 verlieh ihr der amerikanische Kongress den Ehrenbürgertitel.

Mutter Teresa starb am 5. September 1997 in Kalkutta im Alter von 87 Jahren. Von der römisch-katholischen Kirche wurde sie 2003 selig gesprochen.


Bedeutende Persönlichkeiten aus Religion und Kirche

NameAgnes Gonxha Bojaxhio

AliasMutter Teresa

Geboren am26.08.1910

SternzeichenJungfrau 24.08 -23.09

GeburtsortSkopje (Mazedonien)

Verstorben am05.09.1997

TodesortKalkutta (Indien)