Biografie

Abdullah II.

Der Monarch stellt seit 1999 den König des Haschemitischen Königreichs von Jordanien. Als ältester Königssohn und vorübergehende Oxford-Student vollzog eine glänzende Karriere beim jordanischen Militär. Seit seiner Inthronisation bemüht sich Abdullah II. als König von Jordanien um eine selbstbewusste Neupositionierung seines Landes zwischen den Fronten des Nahen Ostens. Vor Abdullah Ibn Hussein war sein Onkel Hassan Ibn Talal für 34 Jahre Staatschef. Im Innern blieb das Staatsoberhaupt indes der nötigen wirtschaftlichen und politischen Reformen, wie der mangelnden Presse- und Redefreiheit, bisher schuldig...
Abdullah Ibn Hussein wurde am 30. Januar 1962 in Amman (Jordanien) geboren.

Er war der älteste Sohn des jordanischen Königspaares: König Ibn Talal Hussein (1935-1999) war 1952 auf den Thron gelangt und bis 1971 in zweiter Ehe mit der Britin Toni Gardiner verheiratet gewesen. Dank seiner britischen Mutter konnte Abdullah zunächst eine Schule in England, dann ein College in den USA besuchen. Nach der Schule absolvierte er eine Ausbildung an US-amerikanischen und britischen Militärakademien.

In diesem Zusammenhang hielt er sich auch vorübergehend bei den britischen Besatzungstruppen in der Bundesrepublik auf. Ein Politologie-Studium, das Abdullah an den Universitäten von Oxford und Georgetown betrieb, brach er ohne Abschluss ab. Nach seiner Rückkehr in die Heimat vollzog Abdullah eine Laufbahn beim jordanischen Militär. 1994 wurde er dort zum Generalmajor befördert. Obwohl im Vorfeld Abdullahs Onkel, Hassan Ibn Talal, zum Kronprinzen ernannt worden war, bestimmte der krebskranke König im Januar 1999 dann doch seinen ältesten Sohn zum Thronfolger.

Als sein Vater am 7. Februar 1999 seiner Krankheit erlag, wurde der Kronprinz noch am selben Tag als Abdullah II. zum jordanischen König proklamiert. Das neue Staatsoberhaupt brachte bereits einen Monat später durch die Einsetzung einer neuen Regierung seinen Erneuerungswillen zum Ausdruck. In der Folge bewies Abdullah II. in der Frage der Palästinenser, von denen immerhin 60% der Bevölkerung abstammen, eine ungewöhnliche Durchsetzungskraft: Der neue König ließ die umstrittene "Hamas"-Bewegung verbieten, ihre Führer abschieben und viele Mitglieder verhaften.

Nachdem Jordanien noch bei der irakischen Besetzung Kuwaits Anfang der 1990er Jahre den benachbarten Diktator Saddam Hussein unterstützt hatte, bemühte sich das Land nun um eine selbstbewusste Haltung gegenüber dem Irak und eine Annäherung sowohl an die westliche Welt als auch gegenüber Kuwait und Saudi-Arabien. Im Innern gelang es Abdullah II. jedoch nicht, die dringend nötigen Reformen von Wirtschaft und Verwaltung in Gang zu setzen.

Eine demokratische Öffnung und Belebung der politischen Kultur des Landes wurde versäumt. Unmittelbar nach dem durch Osama bin Laden gesteuerten Terror-Angriff vom 11. September 2001 auf die USA, vertrat Abdullah II. im Februar 2002 gegenüber dem Westen die Forderung nach einer umfassenden Wirtschaftshilfe für die arabisch-muslimischen Länder.

Demgegenüber bleibt Jordanien im politischen Bereich polizeistaatlichen Verhältnissen unterworfen, die auch ausländische Medien zu spüren bekommen: Im Sommer 2002 wurde die Station des TV-Senders "Al Jasira" wegen einer kritischen Berichterstattung über die Israel-Politik der Thronvorgänger Abdullahs II. geschlossen und die Journalisten ausgewiesen.

Abdullah II. ist seit 1993 mit der aus Palästina stammenden Rania Al-Jassin verheiratet, mit der die vier Kinder Prinz Hussein (1994), Prinzessin Iman (1996), Prinzessin Salma (2000) und Prinz Haschim (2005) hat.


Die Staats- und Regierungschefs Asiens

NameAbdullah Ibn Hussein

AliasAbdullah II.

Geboren am30.01.1962

SternzeichenWassermann 21.01 - 19.02

GeburtsortAmman (Jordanien)