 |
 |
 |
 |
 |
 |
Mohandas Karamchand Gandhi wurde am 2. Oktober 1869 in Porbandar als Sohn des dortigen Chefministers geboren.
Er entstammte der Hindukaste der "Vaishyas", d.h. der Kaufleute. Gandhi wuchs in einem wohlhabenden und streng hinduistisch gläubigen Elternhaus auf. Seine Kindheit war von hoher Religiosität und asketischer Lebensweise bestimmt. Unter dem Einfluss der altindischen Lehre des Ahimsa, der christlichen Bergpredigt und der Ideen von Tolstoi, entwickelte er eine eigene Vorstellung des gewaltlosen Widerstandes, die sein weiteres Leben prägen sollte.
Nach seiner Schulausbildung heiratete er 1882 in Rajkot Kasturbai Nakanji. Von 1888 bis 1891 studierte Gandhi in London Rechtswissenschaften. 1891 erhielt er in Rajkot und Bombay seine Zulassung als Rechtsanwalt. 1893 reiste Gandhi nach Südafrika, wo er sich als Anwalt und politischer Führer der indischen Einwanderer niederließ.
Im Jahr 1894 gründete Mahatma Gandhi hier den Natal Indian Congress zur Organisation des Widerstandes gegen staatliche Diskriminierung. 1914 kehrte Gandhi nach Indien zurück, wo er sich dem Kampf gegen die englische Kolonialmacht anschloss. Dabei wurde er mehrmals verhaftet. Als 1919 eine indische Protestversammlung gewaltsam aufgelöst wurde, rief Gandhi zum Generalstreik auf.
Im Jahr 1920 wurde er Führer des Indian National Congress (INC.), als welcher er wegen zivilen Ungehorsams angeklagt wurde. 1922 wurde Gandhi wegen Aufwiegelung zu sechs Jahren Haft verurteilt. Aus gesundheitlichen Gründen wurde er jedoch bereits 1924 wieder entlassen, worauf ihm seine Anhänger in Bombay einen triumphalen Empfang bereiteten.
Gandhi war zur Symbolfigur für die Freiheit und den Widerstand Indiens aufgestiegen. 1928 forderte er vergeblich nach einem Unions-Status. 1930 erfolgte die zweite Anklage Gandhis wegen zivilen Ungehorsams. In der anschließenden Haft verfasste er seine Autobiografie unter dem Titel "Mein Leben".
Im nächsten Jahr, 1930/31, beteiligte sich Gandhi an dem "Salzmarsch" gegen das britische Salzmonopol. In London nahm er an dem zweiten runden Tischgespräch mit Vertretern der britischen Regierung teil. 1932 wurde er für seinen Kampf für die volle staatsbürgerliche Gleichheit der "Parias" erneut inhaftiert. Nach seiner Freilassung trat er 1934 wieder aus der INC. aus.
Von 1940 an führte Gandhi eine Kampagne gegen Indiens Kriegsbeteiligung. 1942 bis 1944 forderte er von England die Entlassung Indiens in die Unabhängigkeit ("Quit India"), wofür er erneut inhaftiert wurde. Nach erfolglosem Bemühen, die Stabilität Indiens zu bewahren und die Auseinandersetzungen zwischen Hindus und Muslimen zu verhindern, scheiterte am 20. Januar 1948 ein Bombenanschlag gegen Gandhi in Neu-Delhi.
Mohandas Karamchand Gandhi wurde am 30. Januar 1948 in Delhi von einem fanatischen Hindu erschossen. Sein Leichnam wurde am nächsten Tag verbrannt, die Asche nach der hinduistischen Lehre am 12. Februar im Ganges verstreut.
Bedeutende Persönlichkeiten aus Religion und Kirche |
 |
|
 |
 |
 |
| | Home | Namen | Themen | Zeitstrahl | |
 |
Copyright © 1999 - 2008 by rasscass Medien und Content Verlag
Webdesign - mps by Susanne Porsche - www.whoswho.de |
 |