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Michael Ende wurde am 12. November 1929 als Michael Andreas Helmut Ende in Garmisch-Partenkirchen geboren.
Seine Eltern sind Luise Ende (1892-1973) und Edgar Ende (1901-1965). Der Vater Edgar Carl Alfons Ende war surrealistischer Maler, seine Kunst galt während der NS-Zeit als "entartet", weswegen er 1933 von der Reichskulturkammer ein Ausstellungsverbot erhielt. Bereits während der Schulzeit machte Michael Ende durch seine lebhafte Fantasie in zahlreichen Aufsätzen und Kurzgeschichten auf sich aufmerksam.
Er wuchs im Zweiten Weltkrieg auf, erlebte die Bombenagriffe und die weitgehende Zerstörung Hamburgs 1943 hautnah mit. Dort sollte er 1945 zur Waffen-SS eingezogen werden, Ende widersetzte sich jedoch dem Befehl und floh zu seiner Mutter nach München. Der Vater geriet während dieser Zeit in amerikanische Kriegsgefangenschaft.
Im Jahr 1946 konnte Michael Ende bereits wieder ein Gymnasium in München besuchen. Er wechselte aber bald darauf in die Waldorfschule Stuttgart. 1947 wurde sein erster Text "Der Gaukler" in einer Zeitung veröffentlicht. Ende hegte indes den Wunsch Schauspieler zu werden, und so besuchte er 1948 die Schauspielschule Otto Falckenberg der Münchner Kammerspiele. Dort studierte er zwei Jahre lang klassische und moderne Schauspieltheorien.
Im Anschluss erhielt er ein Engagement an der Landesbühne Schleswig-Holstein. In der Zeit von 1954 bis 1962 war Michael Ende Mitarbeiter sowie Filmkritiker beim Bayerischen Rundfunk, das Honorar jedoch reichte nicht zum überleben. So begann er Sketche und Kabarett-Stücke zu schreiben wie "Die kleinen Fische", einen Sketch zum 150. Todestag Friedrich von Schillers aus dem Jahr 1955.
Zu seinen ersten erfolgreichen und bekanntesten Arbeiten gehört die Kindergeschichte von "Jim Knopf" und "Lukas", dem Lokomotivführer, die mit großem Erfolg im Jahr 1960 erstmals veröffentlicht wurde und prompt mit dem Deutschen Jugendbuchpreis ausgezeichnet wurde. Michael Ende erlangte erstmals Popularität. 1962 wurde der zweite Band "Jim Knopf und die Wilde Dreizehn" veröffentlicht. Das Buch wurde in mehreren Sprachen herausgegeben und Ende erlangte finanzielle Unabhängigkeit.
Michael Ende heiratete am 7. August 1964 die Schauspielerin Ingeborg Hoffmann, die er bereits seit 1952 kannte. Gemeinsam zogen sie nach Genzano in der Nähe von Rom. Ende genoss die Freiheit und Toleranz in Italien, in Deutschland dagegen fühlte er sich eingeschränkt. Im Kontext der Eskapismus-Debatte wurden seine Texte als Flucht-Literatur abgestempelt, da sie nicht allein sozialkritischer oder politischer Natur waren.
Der internationale Durchbruch gelang Ende im Jahr 1972 mit dem rührenden Märchenroman der kleinen "Momo", der 1986 u.a. mit Armin Mueller-Stahl verfilmt wurde. Das Buch hatte ihn sechs Jahre Arbeit gekostet und wurde 1974 wiederum mit dem Deutschen Jugendbuchpreis ausgezeichnet.
Zu seinen bekanntesten Arbeiten zählt "Die unendliche Geschichte" aus dem Jahr 1979, für die Michael Ende 1981 mit dem Europäischen Jugendbuchpreis ausgezeichnet wurde. In der "Unendlichen Geschichte" beschreibt Ende das Land "Phantasia", das nur in unserer Vorstellung existiert. Da aber die Menschen ihre Fantasie verlieren, wird "Phantasia" vom "Nichts" zerstört, und nur der Junge Sebastian kann die "Kindliche Kaiserin" und somit das Reich der Fantasie retten.
Im Jahr 1984 erschien das bekannte Werk "Der Spiegel im Spiegel". Die einzelnen Erzählungen des Buches sind miteinander verknüpft und verweisen aufeinander. Während der Verfilmung von "Die unendlichen Geschichte" kam es zu inhaltlichen Streitigkeiten mit den Produzenten. Daraufhin zog er seinen Namen zurück und prozessierte lange und erfolglos um die Streichung einiger Szenen - der Film lief dennoch 1984 in den Kinos an.
Im März 1985 starb seine Frau Ingeborg. Ende gab daraufhin den Wohnsitz in Italien auf und zog zurück nach München. Im Jahr 1988 veröffentlichte er das Sachbuch "Kunst und Politik - ein Gespräch von Joseph Beuys/Michael Ende". 1989 heiratete Michel Ende in zweiter Ehe Mariko Sato. Zu seinem 60. Geburtstag wurde er mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.
In den 1990er Jahren folgten mit viel Beachtung Romane wie "Der lange Weg nach Santa Cruz", "Die Vollmondlegende" oder "Lirum Larum Willi Warum". Zu seinen letzen Arbeiten gehört "Die Geschichte von der Schüssel und dem Löffel", die posthum im Jahr 1996 erschien. Für sein literarisches Werk wurde Michael Ende vielfach ausgezeichnet.
Michael Ende starb am 28. August 1995 in Filderstadt-Bonlanden bei Stuttgart an Magenkrebs. |
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