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Guido Knopp
Der deutsche Journalist, Publizist und Moderator ist Leiter der ZDF-Redaktion Geschichte. Er ist einem breiten Publikum bekannt aus seinen Sendereihen, die unter Titeln wie "Hitlers Helfer" oder "Hitlers Frauen" über die jüngere Vergangenheit Deutschlands informieren. Dr. Guido Knopp ist nicht nur Autor zahlreicher Filme und Bücher über das Dritte Reich und Adolf Hitler, sondern er bearbeitet auch andere Themen der deutschen Zeitgeschichte wie die Deutsche Einheit. Viele seiner Werke sind Bestseller geworden. Der Historiker wurde vielfach ausgezeichnet, so ist er Träger des Jakob-Kaiser-Preises, des Europäischen Fernsehpreises und des Bundesverdienstkreuzes...

Prominente Vertreter der deutschen Fernsehkultur
Bedeutende Geschichtsschreiber der Menschheitsgeschichte
 
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Biografie
Guido Knopp wurde am 29. Januar 1948 in Treysa, Hessen, geboren.

Seine Familie stammt aus Oberschlesien. Nach deren Vertreibung kamen sie nach Aschaffenburg, wo Knopp aufwuchs. Nach dem Abitur am Friedrich-Alexander-Gymnasium Neustadt an der Aisch studierte er Geschichte, Politik und Publizistik in Frankfurt am Main, Amsterdam und Würzburg. Nach seinem Geschichtsstudium, das er mit der Promotion abschloss, arbeitete Guido Knopp als Redakteur der "Frankfurter Rundschau". Dann wechselte er zur "Welt am Sonntag", um dort als Auslandschef tätig zu werden.

Im Jahr 1978 wurde Knopp für das Zweite Deutsche Fernsehen ZDF tätig, wo er die ZDF-Redation "Zeitgeschichte" aufbaute. Darüber hinaus erfüllte er einen Lehrauftrag im Fach Journalistik an der Gustav-Siewerth-Akademie in Weilheim-Bierbronnen. Der Historiker wurde einem breiten Publikum besonders durch seine Sendereihen über das Dritte Reich bekannt. So war er verantwortlich für Sendetitel wie "Entscheidung Stalingrad" (1993), "Hitlers Helfer" (1996), "Holocaust" (2000), "Hitlers Frauen" (2001) und "Die SS – eine Warnung der Geschichte" (2002).

Die Sendungen wurden als Mehrteiler angelegt, zu ihnen werden auch entsprechende Begleitbücher herausgegeben. Knopp etablierte damit historische Dokumentationen zur besten Sendezeit und erreicht so ein große Popularität. Er wollte besonders Zuschauern aus der sozialen Unter- und Mittelschicht geschichtsträchtige Themen in unterhaltender Form nahe bringen. Seine Kritiker warfen ihm eine reißerische Aufmachung, ein pervertiertes, durch das filmische Mittel der Action hergestelltes Infotainment mit den NS-Gräueln sowie die Banalisierung des hochsensiblen Stoffes der jüngeren deutschen Vergangenheit vor.

Viele seiner Werke belegen allerdings Topplätze in zahlreichen Bestsellerlisten und sind als Longseller erfolgreich. So führten beispielsweise zahlreiche Werke Knopps die Bestsellerliste des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" an. Knopp wurde für seine Arbeit und Leistungen vielfach ausgezeichnet. So verlieh man ihm unter anderem den Jakob-Kaiser-Preis, den Europäischen Fernsehpreis, den Telestar, den Goldenen Löwen, den Bayerischen Fernsehpreis und das Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland.

Im Jahr 2002 erschien das überarbeitete Begleitbuch "Kanzler. Die Mächtigen der Republik" zu der gleichnamigen siebenteiligen ZDF-Serie. Im Februar 2004 wurde Guido Knopp mit der Goldenen Kamera für die beste TV-Dokumentation ausgezeichnet. Im Oktober 2004 kritisierten internationale Fachhistoriker auf einer Weimarer Tagung die aktuelle Beschäftigung von Film und Fernsehen mit den Themen des Nationalsozialismus und der DDR-Diktatur: Sie wiesen auf die Gefahr hin, dass die Beschäftigung und Auseinandersetzung mit der deutschen Zeitgeschichte zum bloßen Infotainment gerate.


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Biografie
Filmografie
Werksverzeichnis
Nachname: Knopp
Vorname: Guido
Geburtsdatum: 1948-01-29
Geburtsort: Treysa, Hessen (D).
Sternzeichen: Wassermann 21.01 - 19.02
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