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Alain Delon
Der französische Schauspieler, Regisseur und Produzent gehört zu den großen Stars des französischen und internationalen Kinos. Weltberühmt wurde Alain Delon in "Der eiskalte Engel". Als "Jeff Costello" verkörperte er darin die eindringlichste Figur des sogenannten "Film Noir". Zu seiner erfolgreichsten Arbeit wurde die Eigenproduktion "Borsalino". Medienwirksam war seine Beziehung zu der deutschen Schauspielerin Romy Schneider, die als unglückliche Liebe endete. Zahlreiche Vorwürfe zu kriminellen Verbindungen brachten ihm indes negative Schlagzeilen...
Biografie
Alain Delon wurde am 8. November 1935 im französischen Sceaux geboren.

Alain Delon erlebte keine geborgene Kindheit. Die Eltern ließen sich früh scheiden und Alain wuchs bei Pflegeeltern auf. Nach deren Tod musste er ins Internat. Delon, der als schwer erziehbar galt, konnte dort nicht bleiben und wechselte regelmäßig die Schulen. 1952 meldete er sich als Fallschirmspringer zur französischen Kolonialarmee und wurde bis 1955 nach Indochina versetzt. 1956 kehrte er nach Frankreich zurück und arbeitete neben dem Schauspielunterricht in diversen Jobs.

Entdeckt wurde der auffallend schöne Delon im selben Jahr bei den Filmfestspielen in Cannes. Alain Delon unterzeichnete seinen ersten Kinovertrag, so dass er im Jahr 1957 erstmals in einer großen Produktion mit dem Titel "Killer lassen bitten" spielte und auf sich aufmerksam machen konnte. Der Steifen wurde ein Erfolg und Delon avancierte zum Star. 1958 lernte Alain Delon die deutsche Schauspielerin Romy Schneider kennen und im März 1959 verlobten sie sich.

Die Beziehung machte international Schlagzeilen und füllte fortan die Gazetten der Boulevardpresse. In seinen ersten Rollen spielte Delon meist den eiskalten Mörder und Verbrecher. So 1959 in "Nur die Sonne war Zeuge", nach dem Roman "Der talentierte Mr. Ripley" von P. Highsmith. 1960 folge "Rocco und seine Brüder" unter der Regie von Luciano Visconti. Mit "Der Leopart" 1962, an der Seite von Burt Lancaster und nochmals unter Regie von Visconti etablierte er sich als zentrale Person des "Film Noir" der 1960er Jahre.

Mit Jean Gabin war Delon im Jahr 1963 in dem Krimi-Streifen "Lautlos wie die Nacht" zu sehen. Es folgten zahlreiche weitere Filme. Im Jahr 1964 kam die Trennung von Romy Schneider. Delon ging nach Amerika, um dort Filme zu machen. 1968 wurde Delons Leibwächter erschlagen aufgefunden. Bei den Untersuchungen der Behörden kamen Beweise über langjährige Beziehungen zur Unterwelt zum Vorschein. Auch seine damalige Frau Nathalie wurde damals in einen Drogen- und Sexskandal hineingezogen. Es wurden Kontakte zu hochrangigen Politikern nachgewiesen, mit denen er an Waffengeschäften beteiligt war. Der Mord an seinem Leibwächter konnte nie aufgeklärt werden.

Alain Delon gründete Ende der 1960er Jahre zwei Film-Produktionsgesellschaften, mit denen er einige Filme, unter anderem im Jahr 1969 "Der Clan der Sizilianer" und "Borsalino" produzierte. Darin spielte Delon mit Jean-Paul Belmondo die Hauptrolle. Beide zählten zu den prominentesten und gefragtesten Schauspielern Frankreichs. Einen großen Erfolg feierte der Schauspieler nochmals, auch in den 1970er Jahren, mit "Die Abenteurer" (1966) an der Seite von Lino Ventura, mit dem Spionagefilm "Scorpio" (1972), dem Psychodrama "Die Löwin und ihr Jäger" mit Simone Signoret, dem Kriminalfilm "Der Zigeuner" (1975).

Der Politkrimi "Der Fall Serrano" zählt zu den Höhepunkten des Mimen. Anfang der 1980er Jahre drehte Alain Delon zumeist anspruchslose Action-Filme wie zum Beispiel "Rette deine Haut Killer" (1981) oder "Killer sind immer unterwegs" (1981); ausgenommen davon waren Projekte wie "Reise in die Unendlichkeit" oder "Notre histoire". Indes brachte ihn der frühe Tod von Romy Schneider 1982 zurück in die Schlagzeilen. "Eine Liebe von Swann" zählt 1983 zu den wenigen Filmen außerhalb des Action-Genres.

Für die Rolle des alkoholkranken Tankwarts in "Geschichte eines Lächelns" wurde Delon erstmals 1985 mit dem César für eine Rolle ausgezeichnet. 1990 fand er mit "Nouvelle Vague" zurück auf die Kinoleinwand. 1995 wurde er mit den "Goldenen Bären" in Berlin für sein Lebenswerk. In "Alle meine Väter" stand Delon im Jahr 1998 schließlich, fast 30 Jahren nach "Borsalino", erneut mit Belmondo vor der Kamera. Delon verkörpert in diesem Film einen Juwelendieb, der zusammen mit einem ehemaligen Fremdenlegionär, gespielt von Jean-Jean-Paul Belmondo, die schöne Gegenspielerin der russischen Mafia retten muss.

Zu seinen TV-Projekten zählen unter anderem die Titelrolle in der Serie "Fabio Montale" aus dem Jahr 2001 und "Frank Riva" (2003). Weitere Auftritte hatte er im abenteuerlichen TV-Familiendrama "Le Lion". Alain Delons Sohn Anthony Delon, der aus der Ehe mit Francine Canovas stammt, wurde ebenfalls Schauspieler. Große Anerkennung als Schauspieler fand Alain Delon anlässlich seines 70sten Geburtstages im November 2005. Jedoch wurde dem Mimen auch dieser Tag wieder sein privates Engagement und seine politische Unterstützung rechter Politiker vorgeworfen.
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Biografie
Filmografie
Nachname: Delon
Vorname: Alain
Geburtsdatum: 1935-11-08
Geburtsort: Sceaux (F).
Sternzeichen: Skorpion 24.10 - 22.11
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