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Rupert Murdoch
Der australisch-amerikanische Verleger avancierte als Gründer und Hauptaktionär des Medien-Konzerns News Corporation zum erfolgreichsten Verleger der Welt. Nach dem Tod seines Vaters 1952, übernahm er die Führung im väterlichen Unternahmen, das damals aus zwei Tagesblättern und einem Radiosender bestand. Nach zahlreichen Beteiligungen an Fernsehunternehmen, Zeitungs- und Buchverlagen stieg der Konzern, zu dessen Flakschiffe auch das Hollywood-Film Studio 20th Century Fox gehört, zum internationalen Medien-Giganten auf, der über die TV-Sender FOX oder Sky täglich über 100 Millionen Menschen erreicht. Im Print verlegte Rupert Murdoch mit Titeln wie "The Times", "The Sun", "The New York Post" oder "Wall Street Journal" eine Auswahl der bedeutendsten Zeitungen unserer Zeit...
Biografie
Keith Rupert Murdoch wurde am 11. März 1931 in Melbourne (Australien) als Sohn eines angesehenen Journalisten und Zeitungsverlegers geboren.

Nachdem Murdoch das Abitur abgelegt hatte, trug er sich mit dem Gedanken, ein Studium der Wirtschaftswissenschaften aufzunehmen. Auf Studien in Oxford folgte jedoch der rasche Eintritt in den Journalismus, indem er als Reporter für die "Gazette" (Birmingham) arbeitete und ein Praktikum beim "Daily Express" (London) absolvierte. Der Tod des Vaters führte Murdoch 1952 endgültig an die Medienbranche heran, da er nun die australischen Zeitungen "The Adelaide Post" und "Sunday Mail" erbte.

Mithilfe der beiden Zeitungsunternehmen baute sich Murdoch ab 1955 eine internationale Medienmacht auf. Durch seine vornehmlich der "yellow press" entlehnten Unternehmensphilosophie, die sich weitgehend am Bedürfnis einer breiten Leserschaft nach Neuigkeiten, Sensationen und Klatsch orientierte, expandierte sein Konzern "News Corporation Ltd." durch die Akquisition bestehender Zeitungen und die Gründung neuer Blätter stetig.

Der Murdoch-Konzern behauptete sich zunächst in der australischen und neuseeländischen Presselandschaft, griff ab 1968 auf den britischen und ab 1972 auch auf dem US-amerikanischen Medienmarkt über. 1969 kaufte Murdoch die britische "Sun" auf, die er in ein Sensations- und Boulevardblatt umwandelte, das sich zum profitträchtigsten Posten seines Konzerns entwickelte. 1981 erwarb Murdoch auch die renommierte, aber wirtschaftlich daniederliegende Londoner "The Times".

In den USA eignete sich der Medienmogul u. a. die "New York Post" (1976), das "New York Magazine" und die "Village Voice" (1977) sowie den "Boston Herald" (1982) und die "Chicago Sun-Times" (1983) an. Der Fokus auf Skandale, Sex und Verbrechen, der die Blätter kennzeichnet, die unter den Einfluss Murdochs gerieten oder von ihm gegründet wurden, brachte dem Medienunternehmer manche Kritik ein. Als umstritten gilt er in dieser Hinsicht nicht zuletzt innerhalb der journalistischen Zunft selbst.

Ab 1983 begann Murdoch, sich auch auf dem wachsenden Markt des europäischen Privatfernsehens zu engagieren, indem er Anteile an einem Londoner Satellitenfernsehen erwarb. 1985 kaufte er das Filmunternehmen "20th Century Fox" auf. Im darauffolgenden Jahr gingen sechs Fernsehstationen in seinen Besitz über. Da ausländische Personen in den USA keine Rundfunk- oder Fernsehstation betreiben dürfen, eignete sich Murdoch 1985 die amerikanische Staatsbürgerschaft an, um sich die Kontrolle über sein privates Fernsehunternehmen "Fox Television" zu sichern.

Im Jahr 1986 geriet der Medienunternehmer in die Schlagzeilen, da er sich unter dem Protest der britischen Gewerkschaften weigerte, gewerkschaftlich organisierte Drucker zu beschäftigen. In der Folge ließ er seine britischen Printmedien nicht mehr in London produzieren. In der bundesdeutschen Fernsehlandschaft war Murdoch ab 1994 mit 49,9 % am Privatsender "VOX" beteiligt. 1999 erwarb er sich durch eine Mehrheitsbeteiligung am privaten Kanal "tm3" auf vier Jahre die Übertragungsrechte für die Fußball "Champions League".

Murdoch war außerdem an zwei australischen Fernsehstationen, an der größten privaten Fluggesellschaft seines Heimatkontinents und am britischen Telegrafendienst "Reuters News Corporation Ltd." beteiligt. Er engagierte sich auch im Verlagswesen, im Öl- und Gasgeschäft. Auch auf dem Markt der Medien- und Programmzeitschriften war er vertreten. Ab 1995 unterstützte Murdoch das politische Magazin "Weekly Standard", das als Sprachrohr der Republikanischen Partei der USA auftrat.

Die private Medienmacht des Unternehmers, dessen persönliches Vermögen im Jahr 2000 auf 340 Mio. US$ geschätzt wurde, war in den folgenden Jahren vor allem im Zusammenhang mit den kostspieligen Fernsehübertragungsrechten für internationale Sportereignisse immer wieder Thema öffentlicher Debatten. 2003 stieß die Kampagne der Murdoch-Medien zugunsten der US-Invasion im Irak auf weltweite Proteste.

Im Herbst 2004 wurde bekannt, dass Telecom Italia ihren 19,9%-Anteil am Pay-TV-Sender Sky Italia an das australische Medienunternehmen News Corp. verkauft habe, das zur Murdoch-Gruppe gehört. Zum Jahresende 2004 machte Murdoch auf sich aufmerksam, indem er in New York ein Penthouse-Appartment für 44 Millionen US-Dollar erwarb. 2005 kaufte Murdoch das Online-Portal MySpace. Am 1. August 2007 konnte Murdoch zudem nach einer monatelangen Verhandlungsschlacht die Übernahme des bekannten US-Verlages "Dow Jones" für sich verbuchen, zu dem unter anderem das weltweit bekannte "Wall Street Journal" gehört.

Privat ist Murdoch in dritter Ehe verheiratet. Seine erste Ehe ging er mit Patricia Booker (1956-1960) ein, mit der er eine Tochter namens Prudence (1958) hat. Aus der zweiten Ehe mit Anna Torv (1967-1999) gingen drei Kinder hervor: Elisabeth (1968, verheiratet mit Matthew Freud, Enkel von Sigmund Freud), James (*1972) und Lachlan Keith (1971). Diese Ehe endete nach 32 Jahren vor Gericht; Anna wurden 1,7 Milliarden Dollar zugesprochen. Seine dritte Ehe ging er mit Wendi Deng 1999 ein. Mit ihr wurde er Vater der zwei Kinder Grace Helen (2001) und Chloe (2005).


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Biografie
Nachname: Murdoch
Vorname: Rupert
Geburtsdatum: 1931-03-11
Geburtsort: Melbourne (AUS).
Sternzeichen: Fische 20.02 - 20.03
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