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Alfred Neven DuMont wurde am 29. März 1927 als Sohn des Verlegers Kurt Neven DuMont und dessen Frau Gabriele, Tochter des Malers Franz von Lenbach, in Köln geboren.
Er wuchs in einem wohlhabenden Elternhaus auf. Nach dem Studium der Philosophie, Geschichte und Literatur arbeitete er zunächst beim "Axel Springer Verlag" und beim Verlag der "Süddeutschen Zeitung". Seine Leidenschaft galt in dieser Zeit der Schauspielerei. So war Neven DuMont sowohl auf der Bühne der Münchner Kammerspiele als auch im Staatstheater zu sehen. Anschließend reiste Alfred Neven DuMont in die USA, wo er an der Medill School of Journalism in Chicago Journalismus studierte.
Im Jahr 1953 kehrte er nach Deutschland zurück, um dort seine Karriere im elterlichen Verlagshaus "M. DuMont Schauberg" zu beginnen, dessen Geschichte bis ins Jahr 1620 zurückreicht. Neven DuMont behauptete sich bereits in jungen Jahren, seit 1955, als publizistischer Leiter des "Kölner Stadt-Anzeigers" und zeigte dabei früh ein außerordentliches Talent im journalistischen und verlegerischen Bereich.
Dem 1956 gegründeten "DuMont Buchverlag" war Alfred Neven DuMont seit der Gründung durch Positionen in Aufsichtsgremien eng verbunden. Aus dem Buchverlag ging 1968 der "DuMont Reiseverlag" hervor mit bekannten Buchreihen wie "DuMont Richtig Reisen", "DuMont Kunst-Reiseführer" oder "DuMont Reise-Taschenbücher".
Neven DuMont wurde 1964 Gründer und Herausgeber der Kölner Boulevardzeitung "EXPRESS". Nach dem Tod seines Vaters stieg er 1967 zum Vorsitzenden der Geschäftsführung des Verlags M. DuMont Schauberg auf. Neven DuMont heiratete die Prinzessin Hedwig von Auersperg. Aus dieser Verbindung gingen die drei Kinder Marcus (1967-1995), Isabella (1968) und Konstantin (1969) hervor.
Von 1971 bis 1986 beteiligte er sich an der Münchner "Abendzeitung" und 1982 an der "Kölnischen Rundschau". Von 1980 bis 1984 war Neven DuMont Präsident des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger, dessen Ehrenpräsident er seit 1984 ist. Außerdem war er Mitglied des Präsidiums und des Vorstands der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände sowie von 1990 bis 1998 Präsident der Industrie- und Handelskammer zu Köln und ab 1998 deren Ehrenpräsident.
Als weitere externe Akquisition erwarb MDS 1990 in Halle die ehemalige SED-Bezirkszeitung "Freiheit", die heute als "Mitteldeutsche Zeitung" zu den führenden Blättern der Region zählt. 1998 übernahm MDS die Verlags- und Titelrechte der "Kölnische Rundschau". 2001, im Jahr des 125-jährigen Bestehens des "Kölner Stadt-Anzeigers", wurde Neven DuMont der Titel zum Honorarprofessor der Universität Halle-Wittenberg verliehen.
Darüber hinaus erhielt Neven DuMont die höchste Wertschätzung seiner Heimatstadt: die Ehrenbürgerschaft von Köln. 2006 hatte die Unternehmensgruppe M. DuMont Schauberg die Mehrheit (50 Prozent und eine Stimme) am Verlag der "Frankfurter Rundschau" übernommen und sich mit 25 Prozent an der israelischen "Haaretz"-Gruppe beteiligt. Die Unternehmensgruppe M. DuMont Schauberg gehörte damit zu den größten Zeitungsverlagen Deutschlands.
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