Biografie

Wolfgang Heckl

Der deutsche Wissenschaftler ist Biophysiker mit dem Arbeitsschwerpunkt im Bereich der Nanowissenschaften und der Rastersondenmikroskopie. Professor Dr. rer. nat. Wolfgang M. Heckl verdiente sich als Chairman des Steering Comittees des European Science Open Forums 2006. Weiter ist er Träger des "Descartes Prize for Science Communication" der Europäischen Union. Als Generaldirektor des Deutschen Museums ist ihm die Kommunikation der Wissenschaft mit der Öffentlichkeit ein besonderes Anliegen. Als Kommunikator erhielt er den René-Descartes-Preis 2004 der Europäischen Kommission in der Kategorie "Professional scientists engaged in science communication to the public "...
Wolfgang Heckl wurde am 10. September 1958 in Parsberg geboren.

Das Abitur absolvierte er 1977 mit Auszeichnung am Ostendorfer Gymnasium in Neumarkt. Im Anschluss daran studierte Heckl von 1978 bis 1985 Physik an der TU München. Seine Promotion zum Dr. rer. nat. erfolgte 1988. Noch im selben Jahr reiste Heckl nach Toronto, um dort als Postdoktorand in der Chemical Sensors Group der University of Toronto tätig zu werden. In den Jahren 1989 bis 1990 war Heckl Schüler des Nobelpreisträgers Prof. Dr. Gerd Binnig bei IBM Research. Binnig gilt seit seiner Entwicklung des Rastertunnelmikroskops als Mitbegründer der Nanowissenschaften.

In der Zeit von 1990 bis 1993 war Heckl als Assistent und später als Oberassistent an der Ludwig-Maximilians-Universität München in der Sektion Physik tätig. Seine Habilitation in Physik erfolgte 1993 bei Prof. Hänsch. Im Anschluss folgte Heckl dem Ruf einer Professur für Experimentalphysik an die Ludwig-Maximilians-Universität München. Zu dieser Zeit wurde ihm der Philip-Morris-Forschungspreis zum Thema "Strukturaufklärung von DNA-Basenmolekülen durch erstmalige Direktabbildung" verliehen. Heckl ist im Guinness-Buch der Rekorde verzeichnet: Er erlangte 1994 einen Weltrekord, als ihm das Schreiben eines atomaren Bits gelang, das dem kleinsten Loch der Welt entspricht.

Heckl leitete eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe im Bereich Nanowissenschaften und wurde geschäftsführender Direktor des Kompetenzzentrums Nanobiotechnologie (ENNaB) München sowie Generaldirektor des Deutschen Museums, zu dem er 2004 berufen wurde. Noch im selben Jahr erfolgte auch die Berufung in den Nanorat des Bundesministeriums für Bildung und Wissenschaft. Als Kommunikator erhielt Wolfgang Heckl 2004 den René-Descartes-Preis der Europäischen Kommission in der Kategorie "Professional scientists engaged in science communication to the public ".

Zu Heckls weiteren Leistungen gehören über 150 wissenschaftliche Veröffentlichungen im Bereich Biophysik, Biokristallographie und Genetik, Oberflächenphysik und hochauflösende Rastersondenmikroskopie/ Nanowissenschaften sowie diverse Patente auf dem Gebiet der Optik und der Nanotechnologie. Heckls besonderes Anliegen ist die Kommunikation wissenschaftlicher Forschungsergebnisse gegenüber der Öffentlichkeit, weshalb er sich intensiv in den Bereichen Fernsehen, Radio und Printmedien betätigt.

Wolfgang Heckl ist mit Dr. jur. Sigrid Schütz-Heckl verheiratet und Vater einer Tochter.

NameWolfgang Heckl

Geboren am10.09.1958

SternzeichenJungfrau 24.08 -23.09

GeburtsortParsberg (D).