Biografie

Willem de Kooning

Der niederländisch-amerikanische Maler ist einer der Hauptvertreter des Abstrakten Expressionismus. Seine Frauenbilder machten den Künstler nicht nur bekannt, sondern lösten durch ihre vulgäre Darstellungsweise heftige Diskussionen aus. Sein Stil bewegt sich auf dem Grat zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit, zu dem er nach Phasen des Expressionismus, Kubismus und Surrealismus fand. In den 1950er Jahren arbeitete Willem de Kooning zunehmend abstrakter. Neben Gemälden schuf er auch Lithographien sowie ab 1969 figurative Bronzeskulpturen. De Kooning machte nach dem Zweiten Weltkrieg zusammen mit Jackson Pollock und Mark Rothko New York zum aufsteigenden Kunstzentrum in Amerika. Sein Spätwerk zeichnet sich durch Aggressivität und Willkür aus...
Willem de Kooning wurde am 24. April 1904 in Rotterdam geboren.

Willem de Kooning war in den Jahren von 1916 bis 1924 Schüler an der Rotterdamer Akademie. Zwei Jahre später wanderte er illegal in die USA ein. Dort verdingte er sich zunächst als Anstreicher und Dekorateur, später arbeitete er als Werbegrafiker. Er machte Bekanntschaft mit vielen Künstlern wie zum Beispiel im Jahr 1927 mit Arshile Gorky (Vosdanig Manoog Adoian). Mit ihm zusammen teilte er sich ein Atelier. Er ließ sich von Gorkys Schaffen beeinflussen.

Trotz Unterstützung durch seine Künstlerfreunde stellte sich de Koonings künstlerischer Durchbruch erst spät ein. 1934 wurde er Mitglied in Artist`s Union, die erst kurz zuvor gegründet wurde. Im Jahr darauf wurde er in die Abteilung für Wandmalerei des Kunstförderprogramms der amerikanischen Regierung, des WPA/AFP, aufgenommen. Doch nicht lange danach musste er sie wieder verlassen, da er kein amerikanischer Staatsbürger war. Ab dem Jahr 1936 war er als Berufskünstler tätig. 1942 lernte de Kooning den Maler Jackson Pollock kennen, der den Abstrakten Expressionismus in Amerika maßgeblich beeinflusste und prägte.

De Kooning holte sich Anregung für seine eigene künstlerische Ausdruckskraft von Jackson Pollocks Drip-painting-Methode. 1948 wurde die erste Einzelausstellung von de Kooning in der Egan Gallery in New York organisiert. In dieser Zeit erstand das Museum of Modern Art ein Kooning-Gemälde. In der Folgezeit konnte er zahlreiche Preise und Auszeichnungen entgegennehmen. Willem de Kooning übte indes auch mehrere Lehraufträge aus. So unterrichtete er beispielsweise am Black Mountain College und im Jahr 1950 an der School of Fine Arts an der Yale University in New Haven.

Ab 1950 malte er seine Frauenbilder, die ihn berühmt machten. Ihre vulgäre Darstellungsweise löste heftige Diskussionen aus. 1962 wurde Willem de Kooning amerikanischer Staatsbürger. 1968 unternahm er eine Reise nach Paris und London. Dabei machte er die Bekanntschaft des englischen Malers Francis Bacon. 1975 rief er mit R. Beardon, R. Lawrence und B.E. Cadwell die "Rainbow Foundation" ins Leben. Die Organisation macht es sich zur Aufgabe, junge Künstler zu unterstützen und zu fördern.

De Koonings Stil bewegt sich auf dem Grat von Abstraktion und Expressionismus; die Formen sind offen und dynamisch und drücken Energie und Temperament aus. Auf der Suche nach dem persönlichen Stilausdruck malte er im Expressionismus, Kubismus und Surrealismus. Das Spätwerk ist nicht nur durch kompositionelle Erfindungskraft geprägt, sondern auch von der Tendenz zur Willkür, Vulgarität und Aggressivität. Obwohl de Kooning die abstrakte Darstellungsweise wählte, sind die Motive seiner Bilder menschliche Figuren. Der niederländische Künstler war ständig auf der Suche nach einer eigenen Stil- und Formsprache. So durchlief er abstrakte und figurative Perioden.

In den 1940er Jahren entstanden seine schwarzen Bilder. Dann folgten die berühmten Frauenbilder. In den 1960er und 1970er Jahren schuf de Kooning Landschaften im abstrakten Stil. Ihr Einfluss erfasste Künstlergenerationen in den 1980er Jahren. De Kooning machte nach dem Zweiten Weltkrieg zusammen mit Jackson Pollock und Mark Rothko New York zum aufsteigenden Kunstzentrum in Amerika.

Im Folgenden eine Auswahl aus den jüngsten Ausstellungen: "Willem de Kooning: Peintures et sculptures récentes" in der Galerie Daniel Templon in Paris (1984), "Willem de Kooning: Bilder, Skulpturen, Zeichnungen" in der Galerie Hans Strelow in Düsseldorf (1984), "De Kooning: Dipinti, Disegni, Sculpture" im Studio Marconi in Mailand (1985), "Willem de Kooning: Paintings" in der Margo Leavin Gallery in Los Angeles (1987), "Willem de Kooning: The Late Paintings. The 1980s" im San Francisco Museum of Modern Art (1995/96), im Walker Art Center in Minneapolis (1996), im Städtischen Kunstmuseum in Bonn (1996), im Museum Boymans-van Beuningen in Rotterdam (1996) und in The Museum of Modern Art in New York (1997).

Zu seinen Werktiteln zählen unter anderen "Seated Woman", "Two Figures in a Landscape", "The Visit" oder die Serie "24 Drawings with Eyes Closed".

Willem de Kooning starb am 19. März 1997 in East Hampton.

NameWillem de Kooning

Geboren am24.04.1904

SternzeichenStier 21.04 - 21.05

GeburtsortRotterdam (NL).

Verstorben am19.03.1997

TodesortEast Hampton (USA).