Biografie

Wilhelm von Bode

Der promovierte Kunsthistoriker verdiente sich von 1905 bis 1920 als Generaldirektor der Berliner Museen. Mit seinen Zusammenstellungen von Werken verschiedener Gattungen aus Malerei, Kunsthandwerk und Skulptur in epochalen Räumen, entwickelte Wilhelm von Bode eine neue Form der kunsthistorischen Präsentation, die eine Kulturepoche in ihrer Vielfalt darstellen konnte. Im Laufe seiner Karriere schlossen damit die Berliner Museen zu den bedeutendsten Museen Europas auf und hatten nachhaltigen Einfluss auf das Verständnis und die Präsentation von Ausstellungen im Allgemeinen...
Wilhelm Bode wurde am 10. Dezember 1845 in Magdeburg geboren.

Aufgewachsen ist er in Braunschweig. Nach Abschluss der Schule mit Abitur studierte er von 1863 bis 1867 in Göttingen und Berlin Jura. Hier schloss sich Bode dem Corps Brunsviga Göttingen an. Bereits während seines Jurastudiums zeigte sich sein Interesse für die Kunstgeschichte. Während seiner Referendarszeit in Braunschweig ordnete Bode die herzoglichen Kunstsammlungen zum Teil nach systematischer Ordnung. Unter dessen trat er erste Reisen zu holländischen, belgischen und italienischen Museen an und besuchte auch Privatsammlungen. Seine Auditor-Zeit führte er nicht zum Abschluss. Stattdessen studierte er Kunstgeschichte und Archäologie in Berlin und Wien.

Als Auditor wurde er beurlaubt und blieb bis zu seinem Tode offiziell "herzoglicher Auditor im Beurlaubtenstand". 1870 erfolgte seine Promotion in Leipzig. 1872 trat er in den königlichen Museen zu Berlin seine Stellung als Assistent in der Skulpturenabteilung an, deren Direktor er 1883 wurde. Ab 1890 leitete Bode auch die angeschlossene Gemäldegalerie. 1905 wurde er von Kronprinz Friedrich zum Generaldirektor der Berliner Museen der Museumsinsel berufen. Seine Beziehungen zu Künstlern und Sammlern sowie zur Kaiserfamilie ermöglichten ihm gleich zu Beginn seiner Tätigkeit spektakuläre Ankäufe.

Anfangs motiviert durch chronischen preußischen Geldmangel für Kunst, knüpfte Bode zeitlebens ein internationales Netzwerke von Sammlern, Stiftern und Mäzenen. Mit seinen Zusammenstellungen von Werken verschiedener Gattungen aus Malerei, Kunsthandwerk und Skulptur in epochalen Räumen, entwickelte er eine neue Form der kunsthistorischen Präsentation, die eine Kulturepoche in ihrer Vielfalt darstellen konnte. Zu seinen wissenschaftlichen Arbeiten gehört das erste umfassende Werksverzeichnis von Rembrand, das mit C. Hofstede de Groot in der Zeit von 1897 bis 1905 entstand. Auch begründete er den "Verein der Freunde des Kaiser-Friedrich-Museums".

Im Jahr 1914 wurde Wilhelm Bode für seine kulturellen Verdienste in den Adelsstand erhoben.

Wilhelm von Bode starb am 1. März 1929 in Berlin.

Zu Ehren des Kunsthistorikers wurde postum im Jahr 1960 das (Königliche) Berliner Museum auf der Museumsinsel in Bode-Museum umbenannt.

NameWilhelm von Bode

Geboren am10.12.1845

SternzeichenSchütze 23.11 - 21.12

GeburtsortMagdeburg (D).

Verstorben am01.03.1926

TodesortBerlin (D).