Biografie

Thomas Schütte

Der aus Oldenburg stammende deutsche Bildhauer und Zeichner zählt zu den gefragtesten Künstlern der Gegenwart. Sein vielseitiges Schaffen, das sich unter anderem mit Bildhauerei, Zeichnungen, Konzeptkunst, Objekten, Fotografie und Installationen beschäftigt, lässt sich kaum exakt einordnen. Aquarelle, Zeichnungen, Holzbau und Modellierungen gehören zu Thomas Schüttes künstlerischen Schwerpunkttätigkeiten. Er wird zu den produktivsten und experimentierfreudigsten Gegenwartskünstlern gezählt. Auf der Biennale in Venedig wurde er im Jahr 2005 mit dem Goldenen Löwen für seine Frauenskulpturen bedacht...
Thomas Schütte wurde am 16. November 1954 in Oldenburg geboren.

In den Jahren von 1973 bis 1981 war er während seines Studiums an der Kunstakademie Düsseldorf Schüler von Prof. Fritz Schwelger und Prof. Gerhard Richter. In den Jahren von 1986 und 1987 hatte er eine Gastprofessur an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg inne. 2004 beehrte ihn die Kommune mit dem Lichtwark-Preis 2004. Schütte formuliert seine Werke oft nach persönlichen Krisen, die ein Ausdruck davon sind. Dennoch stellen sie sich dem Betrachter nicht ohne Witz dar und streifen auch politische Gegenstände oder berühren Utopisches. Sein hintergründiger Witz lässt beispielsweise das architektonische Modell "Ferienhaus für Terroristen I, II, III" mitbauen.

Schüttes Kunstschaffen bedeutet ein Suchen nach der Form, in die Gefühle, Gedanken oder Zustände ausgedrückt werden. Der Künstler situiert mit seinen Skulpturen nicht nur künstlerischen, sondern tatsächlichen Raum, der zugleich spezielle Orte ausdrückt. Die Creativität besteht darin, dass man mit einigen wenigen Grundelementen der Kunst wie Linie, Raum, Farbe, Licht oder Volumen auskommen muss. In seinen Melonenskulpturen von 1986 dekliniert Schütte die Leichtigkeit der Kunst, die Formen und Farben in reiner Ausprägung zeigen. Dabei zeigt er zudem Sprachwitz: Melonenteile werden als "Melonely" betitelt, der nach der Absicht des Künstlers die Menschen „bewegen“ soll. Thomas Schütte bezeichnet sein eigenes Kunstschaffen als "ernsthaftes Spiel".

Dabei bezieht er sich auf den eigenen Schaffenstil, der sich gerade nicht dadurch auszeichnet, viele Jahre lang an einem Stil, an einer Ausdrucksform zu feilen. Nach seiner eigenen Auffassung müssen die grundsätzlichen Gesetze der Kunstcreativität zwar eingehalten werden, aber auch der gebotene Spielraum muss bis auf die Grenzen ausgeschöpft werden – ansonsten gerät alles zur starren Manier. Der Künstler hat nie ein eigenes Studio betrieben oder einen ganzen Pool aus Mitarbeitern beschäftigt. Er fertigt seine Werke in seiner Düsseldorfer Altbauwohnung, die er seit mehr als 20 Jahren bewohnt. Schütte steht dem Kunstbetrieb kritisch gegenüber. Er ist in seinen experimentellen Arbeiten stets auf der Suche nach dem künstlerischen Geist, der Form oder der Technik, die noch nicht abgegriffen ist.

Schütte wendet sich damit ab von der zeitgenössischen "Glamour- und Großkunst". Seine letzte Schaffenskrise, verursacht unter anderem durch die abgelehnte Schnelllebigkeit der Kunst, die ihm – auch durch seinen eigenen großen Erfolg als Kunstschaffender - das Gefühl des Getriebenseins vermittelt, überbrückt er mit der Anfertigung von Aquarellen und Entwürfen.

NameThomas Schütte

Geboren am16.11.1954

SternzeichenSkorpion 24.10 - 22.11

GeburtsortOldenburg (D).