Biografie

Theo van Gogh

Der verhinderte Jurist beeinflusste von 1982 bis 2004 als Regisseur und Schauspieler den niederländischen Film. Mit Filmen wie "Luger" (1982), "Blind Date" (1996) und "Staatsräson" (1997) wurde Theo van Gogh auch über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Der Aktionsregisseur entwickelte sich zum "enfant terrible" der niederländischen Einwanderungsgesellschaft, auf deren Bedrohung durch islamistische Immigranten er aufmerksam machte. In Reaktion auf seinen islamkritischen Film "Submission" (2004) fiel van Gogh dem Fanatismus eines marokkanischen Immigrantensohnes zum Opfer...
Theo van Gogh wurde am 23. Juli 1957 in Den Haag (Niederlande) als Urgroßneffe des Malers Vincent van Gogh geboren.

Van Gogh wuchs in großbürgerlichen Verhältnissen auf. Nach der Schule nahm van Gogh ein Jurastudium auf, das er jedoch wieder abbrach. Denn inzwischen hatte er sich entschlossen, sich dem Film zuzuwenden und Regisseur zu werden. Van Gogh legte sein Regiedebüt 1982 mit "Luger" vor. Es folgten zahlreiche weitere Filme, bevor der Regisseur mit "Blind Date" (1996) und "In het belang van de staat" (1997; Aus Staatsräson) jeweils mit dem Niederländischen Filmpreis Gouden Kalf ausgezeichnet wurde. Van Gogh wirkte an einigen Arbeiten auch als Schauspieler mit wie etwa in seinem Debüt "Luger", in "De Noorderlingen" (1992; Die Leute aus dem Norden) oder in "Terrorama" (2001).

Unter van Goghs weiteren Kinofilmen wurden besonders "Baby Blue" (2001) und "Cool" (2004) bekannt. Letzterer setzt sich mit der Lebenswelt marokkanischer Jugendlicher auseinander. Daneben war der Regisseur auch für das Fernsehen tätig. Außerdem trat er als Publizist auf, der sich kritisch zu gesellschaftlichen Fragen zu Wort meldete. Van Gogh vertrat gegenüber der niederländischen Gesellschaft eine äußerst kritische Haltung. So legte er immer wieder den Finger in die Wunden der scheinbar intakten multikulturellen Gesellschaft. Vor allem wandte er sich gegen rückständige und emanzipationsfeindliche Tendenzen im Islam, welche die Liberalität der niederländischen Gesellschaft als Einwanderungsgesellschaft bedrohten.

Mit der aus Somalia gebürtigen Islamkritikerin und Parlamentsabgeordneten Ayaan Hirsi Ali realisierte van Gogh 2004 seinen letzten Film "Submission". Die Arbeit thematisiert die Missbrauchserfahrung und religiös motivierte Unterdrückung islamischer Frauen. Nachdem der Film im Sommer 2004 vom niederländischen Fernsehen ausgestrahlt worden war, kam es zu vehementen Protesten der moslemischen Gemeinden im Land. Van Gogh und Hirsi Ali erhielten mehrere Morddrohungen und wurden zeitweilig unter Polizeischutz gestellt. Theo van Gogh wurde am 2. November 2004 auf offener Straße mitten in Amsterdam von dem fanatisierten Marokkaner und Niederländer Mohammed Bouyeri regelrecht hingerichtet.

Die Bluttat provozierte eine Welle sozialer Unruhen in den Niederlanden, in deren Verlauf mehrere Brandanschläge auf islamische und christliche Einrichtungen verübt wurden. In ganz Europa wurde eine erregte Debatte über das Immigrationsproblem auf dem Kontinent geführt. Am 26. Juli 2005 verurteilte ein Amsterdamer Gericht den Mörder van Goghs zu einer lebenslangen Gefängnisstrafe.
2004:
Submission;
Cool;
Zien

2003:
Interview

2002:
Najib en Julia

2001:
De nacht van Aalbers;
Baby Blue;
Terrorama (nur D)

1999:
De Kampioen

1998:
De Pijnbank

1997:
In het belang van de staat (Staatsräson);
Au

1996:
Blind Date;
Hoe iik mijn moeder vermoordde

1995:
De Eenzame Oorlog Van Koos Tak

1994:
Een galerij: De wanhoop van de sirene;
Eva;
Reunie;
06

1993:
Ilse verandert de geschiedenis;
Vals licht

1992:
De noorderlingen (nur D);
La Sequence des barres parralleles (nur D)

1991:
Tadzio (nur D)

1990:
De nacht van de wilde ezels (nur D)

1989:
Loos

1987:
Terug naar Oegstgeest

1986:
Charley

1984:
Een dagje naar het strand;
De witte waan (nur D)

1982:
Luger (auch D)

NameTheo van Gogh

Geboren am23.07.1957

SternzeichenLöwe 23.07 - 23.08

GeburtsortDen Haag (NL).

Verstorben am02.11.2004

TodesortAmsterdam (NL).