Biografie

Sun Yat-Sen

NameSun Yat-Sen

Geboren am12.11.1866

SternzeichenSkorpion 24.10 - 22.11

GeburtsortChoyhung, Canton (China)

Verstorben am12.03.1925

TodesortPeking (China)

Sun Yat-Sen

Der chinesische Mediziner geriet frühzeitig in Kontakt zur westlichen Kultur und Politik und verschrieb sich ab 1894 der republikanischen Revolution Chinas. Nach der Jahrhundertwende stieg Sun Yat-Sen zu einem der bedeutendsten politischen Protagonisten Chinas im 20. Jahrhundert auf. Sun gilt als Vater der Republik China, die er auf revolutionärem Wege herbeiführte und ideologisch auf den "Drei Prinzipien des Volkes" begründete, ohne aber ihre Realisierung noch erleben zu können...

Die Staats- und Regierungschefs Asiens
Sun Yat-Sen wurde am 12. November 1866 in dem Dorf Choyhung bei Canton in China geboren.

Sein Vater war Kleingrundbesitzer und Schneider. Mit 13 Jahren folgte Sun seinem älteren Bruder nach Hawaii, um in dessen Einzelhandelsgeschäft in Honolulu zu arbeiten. Ab 1880 besuchte er eine englische Schule in Iolani. Sun war einer der ersten Chinesen, der eine westliche Ausbildung genoss: Er lernte Englisch, studierte Geographie, Mathematik und die Bibel. 1882 trat er zum Christentum über. Ein Jahr später schickte ihn sein Bruder zurück in die Heimat. Da er sich nicht mehr in das Dorfleben einfügen konnte, sandte ihn sein Vater nach Hongkong, wo er eine christliche Schule besuchte.

In den Jahren 1884 bis 1892 besuchte Sun das Queen’s College, das er mit einem Abschluss in Medizin verließ. Er heiratete eine Frau, die seine Eltern für ihn ausgesucht hatten, und praktizierte als Arzt. 1894 entschloss sich Sun, seine Arztpraxis aufzugeben, um sich im Zuge der Kolonialisierung chinesischer Territorien durch die Westmächte revolutionär-nationalistischen Kreisen zuzuwenden. Während des chinesisch-japanischen Kriegs von 1894 bis 1895, bei dem China eine Niederlage erlitt, unternahm Sun seinen ersten offenen Revolutionsversuch. Unter Exilchinesen gründete er 1894 die revolutionäre Partei Hsing Chung Hui (Erneuerung der Chinesischen Gesellschaft), mit der im Oktober 1895 einen republikanischen Aufstand gegen die Ch’ing Dynastie plante, der jedoch im Vorfeld aufgedeckt wurde.

In den folgenden 16 Jahren sah sich Sun in das Exil gezwungen, das ihn zunächst nach London führte. Dort wurde er von chinesischen Agenten vorübergehend in die chinesische Botschaft verschleppt, entkam jedoch der Gefangenschaft durch den Druck der englischen Öffentlichkeit. Nun war Sun plötzlich zu einer berühmten Persönlichkeit in der westlichen Welt geworden, in der er für die republikanische Revolution Chinas zu werben begann. Nach zweijährigen politischen Studien in Europa reiste Sun 1898 nach Japan. Im Zuge des Boxer-Aufstandes von 1900 unternahm seine Organisation einen weiteren, misslungenen Aufstandsversuch gegen die chinesische Monarchie. 1905 gründete Sun in Japan eine neue revolutionäre Partei, die unter der Bezeichnung T’ung Meng Hui (Revolutionäre Allianz) den Sturz der Ch’ing Dynastie, die Errichtung einer Republik und soziale Reformen anstrebte.

Die neue Partei unternahm in den Jahren 1906 bis 1909 sechs Revolutionsversuche, die allesamt scheiterten. Im Oktober 1911 erzielte T’ung Meng Hui einen revolutionären Erfolg, indem die Partei einen Teil des Landes unter ihre Kontrolle bringen konnte. Sun übernahm zu Jahresbeginn 1912 das Amt des Präsidenten einer provisorischen Republik China und trieb in der Folge den Kampf zum Sturz der Ch’ing Dynastie innerhalb Chinas voran. Im August 1912 gründete Sun die Partei Kuomintang (Nationale Partei), deren Programm sich an den "Drei Prinzipien des Volkes" (San-min chu-i), d.h. Nationalismus, Demokratie und soziale Sicherung des Lebensunterhalts für alle, orientierte. Die Partei unternahm im Sommer 1913 eine zweite Revolution gegen den konterrevolutionären General Yuan Shih-k’ai.

Der Vorstoß misslang, und Sun sah sich abermals zur Flucht aus dem Land gezwungen. Im Dezember 1913 traf Sun in Tokio ein. In den folgenden sieben Jahren war er damit beschäftigt, die Revolution in China unter seine Kontrolle zu bekommen. Im April 1921 gelang es ihm dann, eine Gegenregierung in Südchina zu installieren. Bei dem Versuch, auch den Norden des Landes anzuschließen, griff Sun auf die Unterstützung der Sowjetunion, mit der er im Januar 1923 ein entsprechendes Abkommen schloss, und der chinesischen Kommunistischen Partei zurück, die sich dem Kuomintang anschloss. Noch während er in Verhandlungen mit der Pekinger Regierung über die Vereinigung Chinas zu einer Republik stand, starb Sun Yat-Sen nach kurzer Krankheit am 12. März 1925 in Peking an Krebs.

In der Folge wurde Sun von den Nationalisten wie den Kommunisten als Vater der chinesischen Republik verehrt. Die "Drei Prinzipien des Volkes" wurden zur offiziellen Gründungsideologie der Republik China erhoben, die 1927 bis 1949 auf dem Festland Bestand hatte. 1949 übernahm sie auch Taiwan.


Die Staats- und Regierungschefs Asiens

NameSun Yat-Sen

Geboren am12.11.1866

SternzeichenSkorpion 24.10 - 22.11

GeburtsortChoyhung, Canton (China)

Verstorben am12.03.1925

TodesortPeking (China)

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