Biografie

Stephan Weil

Der deutsche Jurist und Politiker wurde in der niedersächsischen Landtagswahl 2013 zum SPD-Ministerpräsidenten gewählt. Er löste damit den als sicher geltenden CDU-Kandidaten und Vorgänger David McAllister ab. Nachdem Stephan Weil als Rechtsanwalt arbeitete und danach Richter und Staatsanwalt wurde, übernahm er als Ministerialrat leitende Funktion im Justizministerium von Niedersachsen. Im Jahr 2006 wurde er zum Oberbürgermeister der niedersächsischen Hauptstadt Hannover gewählt. Von dort aus avancierte das Mitglied im VW-Aufsichtsrat zum Spitzenkandidaten der SPD für die Wahl des Ministerpräsidenten.
Stephan Weil wurde am 15. Dezember 1958 in Hamburg geboren.

Sieben Jahre später siedelte seine Familie nach Hannover um. Dort besuchte er das Kaiser-Wilhelm-Gymnasium und absolvierte im Jahr 1977 sein Abitur. Nach dem Zivildienst in der Kinder- und Jugendpsychiatrie der Kinderheilanstalt Hannover begann Weil sein Jura-Studium an der Georg-August-Universität in Göttingen.

Nach dem 1. Juristischen Staatsexamen im Jahr 1983 und dem Referendariat in der Zeit von 1984 bis 1986 schloss er 1986 sein Studium mit dem Zweiten Staatsexamen am OLG Bezirk Celle ab. Im Jahr darauf heiratete er seine Frau Rosemarie Kerkow-Weil, die heute als Professorin für Diakonie, Gesundheit und Soziales an der Fachhochschule Hannover arbeitet. In der gleichen Zeit wurde Sohn Nils geboren.

Stephan Weil arbeitete von 1987 bis 1989 als Rechtsanwalt in Hannover bevor er im Anschluss zwei Jahre als Richter und Staatsanwalt zum Teil unter der Abordnung des Niedersächsischen Justizministeriums tätig war. Von 1991 bis 1994 war er Richter am Amtsgericht Hannover und wurde an das Justizministerium des Landes abgeordnet.

Mit dem Vorsitz des Unterbezirks Hannover-Stadt begann 1991 seine politische SPD-Karriere. Weil war dann von 1994 bis 1997 Ministerialrat im Niedersächsischen Justizministerium. Im Jahr 1997 wurde er zum Stadtkämmerer von Hannover gewählt und war für die Finanzen zuständig. Im Jahr 2004 wurde er wieder gewählt.

Zwei Jahre später entschied er im ersten Gang mit absoluter Mehrheit die Wahl zum Oberbürgermeister der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover für sich - gegen den CDU-Kandidaten Dirk Toepffer und die Grünen-Kandidatin Ingrid Wagemann. Im November 2011 wurde Stephan Weil per Mitgliederentscheid Spitzenkandidat der SPD für die Wahl des Ministerpräsidenten. Am 20. Januar 2012 übernahm er den Landesvorsitz der SPD in Niedersachsen.

Mit seinem Sieg in der Wahl zum Ministerpräsidenten von Niedersachsen am 19. Februar 2013 überraschte der gelernte Jurist, da sein Vorgänger McAllister laut Umfragen sicher im Sattel zu sitzen schien. Dennoch war der Sieg mit einer Stimme Mehrheit denkbar knapp, die er vom Koalitionspartner Bündnis 90/Die Grünen erhielt. Im niedersächsischen Landtag regiert Stephan Weil zusammen mit dem Bündnis 90/Die Grünen mit einem Sitz mehr als die Opposition aus CDU und FDP, der ehemaligen Regierungskoalition.

Der neue Ministerpräsident hat sich unter anderem die Stärkung der Region, Familienfreundlichkeit, seriöse Finanzpolitik sowie bessere Bildung und Chancengleichheit für alle auf die politische Fahne geschrieben. Am 1. März 2013 wurde der Landesvater zu einem der Vizepräsidenten des Bundesrates gewählt.

NameStephan Weil

Geboren am15.12.1958

SternzeichenSchütze 23.11 - 21.12

GeburtsortHamburg