Biografie

Stephan Balkenhol

Der deutsche Künstler ist einer der bedeutendsten zeitgenössischen Bildhauer. Durch seine grobgeschnitzten und farbig bemalten Menschen-Puppen aus Holz wurde Stephan Balkenhol international bekannt. Seine bildhauerischen Werke beschwören Archetypische Verhaltensmuster menschlicher Existenz und Empfindung. Die farbig bemalten "Puppen" Balkenhols, die zum Teil in Lebensgröße oder in verzogenen Proportionen entstanden, gestalten inzwischen zahlreiche Stadtbilder. 1990 wurde er mit dem Bremer Kunstpreis ausgezeichnet. 1991 erhielt er einen Lehrauftrag an der Akademie für Bildende Künste in Karlsruhe, ehe er hier 1992 zum Professor berufen wurde. 2014 würdigte ihn Frankreich mit der Verleihung des "Ordre des Arts et des Lettres"...
Stephan Balkenhol wurde am 10. Februar 1957 in Fritzlar geboren.

Aufgewachsen ist er in Fritzlar, Luxemburg und Kassel als jüngster von vier Söhnen einer Hausfrau und eines Gymnasiallehrers. Einige Jahre besuchte er die Europäische Schule in Luxemburg, an der zu dieser Zeit auch sein Vater unterrichtete, ehe er am Kasseler Friedrichsgymnasium das Abitur ablegte. Im Anschluss studierte Balkenhol von 1976 bis 1982 an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg bei Ulrich Rückriem. 1982 begann er mit Holz zu arbeiten. 1983 erhielt er das Karl-Schmidt-Rottluff-Stipendium. 1986 erhielt Balkenhol das Arbeitsstipendium der Hansestadt Hamburg.

Mit seinem Beitrag zu "Skulpturen Projekte Münster" 1987 und den folgenden Arbeiten im öffentlichen Raum, erregte Balkenhol international Aufmerksamkeit. 1989 wurde er mit dem Förderpreis des Internationalen Preises des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet. 1990 wurde er mit dem Bremer Kunstpreis ausgezeichnet. Zugleich erhielt Stephan Balkenhol einen Lehrauftrag am Städelschen Kunstinstitut in Frankfurt am Main. Im Jahr 1991 erhielt er einen Lehrauftrag an der Akademie für Bildende Künste in Karlsruhe. 1992 wurde er als Professor an die Karlsruhe Akademie der Bildenden Künste berufen.

Bei Reisen nach Kopenhagen, London, München, Paris und Rom studierte er Museumssammlungen und Kunst im öffentlichen Raum. Internationale Anerkennung fand Stephan Balkenhol in seiner Darstellung von groben geschnitzten Menschen, zumeist aus Pappelholz. Die farbig bemalten Puppen Balkenhols, die zum Teil in Lebensgröße oder in verzogenen Proportionen entstanden, gestalteten darauf zahlreiche Stadtbilder wie in London, Paris, Berlin oder Hamburg. Auch schuf Stephan Balkenhol Wandreliefe sowie Darstellungen von Tieren und vereinzelt auch Pflanzen. Zahlreiche seine Werke fanden Aufnahme in einige der renommiertesten Kunstsammlungen.

Neben seinen Skulpturunikaten und Zeichnungen hat der Künstler weiter ein umfangreiches Werk an Bronze-Editionen und druckgraphischen Arbeiten aufgebaut. 2006 wurde Balkenhol in der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden ausgestellt. Privat ließ er sich indes in Karlsruhe, Kassel und Meisenthal in Lothringen nieder. Weitere Aleliers hatte er in Berlin und Kassel. 2014 würdigte ihn die französische Ministerin für Kultur und Kommunikation, Aurélie Filippetti, mit der Verleihung des "Ordre des Arts et des Lettres". 2016 wurde er im Moscow Museum of Modern Art (MMOMA) ausgestellt.

NameStephan Balkenhol

Geboren am10.02.1957

SternzeichenWassermann 21.01 - 19.02

GeburtsortFritzlar (D).