Biografie

Stefan Zweig

NameStefan Zweig

Geboren am28.11.1881

SternzeichenSkorpion 24.10 - 22.11

GeburtsortWien (A).

Verstorben am22.02.1942

TodesortPetrópolis (BRAS).

Stefan Zweig

Der österreichische Schriftsteller, Erzähler, Lyriker und Essayist aus dem jüdischen Bildungsbürgertum schuf nach Anfängen in der Tradition der Wiener Moderne ein psychologisch differenziertes Werk, das ihn als einen der letzten bedeutenden Realisten der deutschsprachigen Literatur ausweist. Stefan Zweig wurde der meistübersetzte deutsche Autor seiner Zeit. Sein Wunsch war die Schaffung eines humanistischen Grundverständnisses in Europa, welches durch die Gesellschaft bis in die Politik reichen sollte, um damit dem Terror durch den Gedanken des Nationalistischen ein Ende zu setzen...
Stefan Zweig wurde am 28. November 1881 in Wien als Sohn des wohlhabenden jüdischen Textilunternehmers Moritz Zweig und dessen Gattin Ida Brettauer geboren.

Hier wuchs er im jüdischen Bildungsbürgertum auf, gemeinsam mit seinem Bruder Alfred. Die Familie Zweig war nicht religiös. Am Wiener Wasagymnasium legte er seine Matura ab. Bereits hier schrieb Zweig erste Gedichte. Beeinflusst wurde er damals von Schriftstellern wie Hugo von Hofmannstahl oder Rainer Maria Rilke. 1901 erschien Stefan Zweigs erster Gedichtband mit dem Titel "Silberne Saiten". Er begann auch zu dieser Zeit mit der Übersetzung von Arbeiten französischer Schriftsteller. 1904 machte der den Promotionsabschluss der Germanistik und Romanistik.

Bis 1910 war er auf zahlreichen Reisen durch Europa. Im Vordergrund stand hier der Austausch mit anderen Literaten und Künstlern, zu denen er meist durch intensiven Briefkontakt die Freundschaft pflegte. Bis 1911 waren Werke wie "Tersites", "Das Haus am Meer" oder "Brennendes Geheimnis" sowie seine erste Biografie "Émile Verhaeren" entstanden. Mit seiner Schrift "Erstes Erlebnis. Vier Geschichten aus Kinderland" näherte sich Zweig einem intuitiven psychologischen Stil. Zu Beginn des Ersten Weltkrieges meldete sich Stefan Zweig als Kriegsfreiwilliger. Hier wurde er bis 1917 im Kriegspressequartier eingesetzt.

Um gegen den Krieg in jeglicher Form zu demonstrieren, schrieb er das Drama "Jeremias", welches 1918 in Zürich uraufgeführt wurde. Zweig arbeitete auch ab 1918 als Journalist und Korrespondent bei der schweizerischen Zeitung "Neue Freie Presse". Dieses Medium nutze er auch, um seine parteilosen Anschauungen zu veröffentlichen. Nach Kriegsende ließ er sich in Salzburg nieder. Seine Idee war es, eine geistig-ganzheitlich-humanistisch motivierte Allianz in Europa zu gründen. So begann er, zunächst in zahlreichen Vorträgen und Aufsätzen, vor der Radikalisierung durch den Nationalismus zu warnen und zur Ruhe, Diplomatie und Geduld aufzurufen.

Im Jahr 1920 erschienen von Zweig die Schriften "Angst", "Der Zwang" sowie ab 1920 drei Essays über Baumeister der Welt: "Drei Meister", 1925 "Der Kampf mit dem Dämon" und 1928 "Drei Dichter ihres Lebens". Großen Bühnenerfolg feierte Zweig 1926 mit der Bearbeitung von Ben Jonsons "Volpone". Ebenso erfolgreich war die Veröffentlichung des Buches "Sternstunden der Menschheit" von 1927. 1928 bereiste er die Sowjetunion, wo seine Bücher auf Betreiben von Maxim Gorki, mit dem er im Briefwechsel stand, auch auf Russisch erschienen. Nach der Machtübernahme der NSDAP in Deutschland, floh Stefan Zweig aus Angst vor Verfolgung nach London.

Hier entstand das Buch "Ungeduld des Herzens". Ab 1934 wurden seine Arbeiten in Deutschland nicht mehr verlegt und mit dem Anschluss Österreichs an das Dritte Reich 1938 stoppte auch die Produktion in seiner Heimat. Für Richard Strauss verfasste Zweig 1935 das Libretto zur Oper "Die schweigsame Frau". 1936 erfolgte durch die NSDAP das sofortige Verkaufsverbot aller seiner Werke. Seine erste Ehe wurde 1938 geschieden, seine zweite Ehe ging er 1939 mit Charlotte Altmann ein. 1940 erhielt er von Großbritannien die Englische Staatsbürgerschaft. Dennoch verließ er Europa und reiste weiter nach New York.

Im Jahr 1942 erschienen seine Schachnovelle und die Monografie Brasilien. Nach kurzem Aufenthalt besuchte er Argentinien und Paraguay. Darauf ließ er sich in Brasilien nieder. Hier verfiel Stefan Zweig in tiefe Trauer und Depression.

Stefan Zweig nahm sich am 22. Februar 1942 in Petrópolis, nahe Rio de Janeiro, das Leben. 1944 erschien posthum seine Autobiografie unter dem Titel "Die Welt von Gestern".
1901
Silberne Seiten / Gedichte

1905
Tersites

1908
Das Haus am Meer

1910
Émile Verhaeren / Biografie

1911
Brennendes Geheimnis

1911
Erstes Erlebnis. Vier Geschichten aus Kinderland

1917
Jeremias / Drama

1920
Angst / Novelle

1920
Der Zwang

1922
Amok

1925
Der Kampf mit dem Dämon / Essays über Baumeister der Welt

1926
Volpone / Überarbeitetes Bühnenstück

1928
Drei Dichter ihres Lebens / Essays über Baumeister der Welt

1927
Sternstunde der Menschheit

1927
Verwirrung der Gefühle / Novelle

1929
Das Lamm der Armen / Tragikomödie

1932
Marie Antoinette / Historisches Bildnis

1934
Triumph und Tragik des Erasmus von Rotterdam / Studie

1935
Die schweigsame Frau / Libretto

1940
Ungeduld des Herzens

1941
Schachnovelle

1942
Die Welt von gestern / Autobiographie.
"Castellio gegen Calvin oder Ein Gewissen gegen Gewalt"

NameStefan Zweig

Geboren am28.11.1881

SternzeichenSkorpion 24.10 - 22.11

GeburtsortWien (A).

Verstorben am22.02.1942

TodesortPetrópolis (BRAS).

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