Biografie

Rudolf Prack

Der österreichische Theater- und Filmschauspieler avancierte als aufrichtiger und edler Charakter zum Idealtyp der Wirtschaftswunderjahre. In einzigartiger Manier trat er für die neuen Werte der Nachkriegszeit in Erscheinung und verlieh so dem Zeitgeist der 1950er und 1960er Jahre sein Gesicht. An der Seite seiner langjährigen Filmpartnerin Sonja Ziemann feierte er seine größten Erfolge in Liebes- und Heimatfilmen. Zu den populärsten Produktionen zählen "Liebe nach Noten", "Schwarzwaldmädel" und "Grün ist die Heide"...
Rudolf Prack wurde am 2. August 1905 in Wien als Sohn eines Postbediensteten geboren.

Nach Abschluss der Schule arbeitete Prack als Bankangestellter, um sich sein Schauspielstudium am Max-Reinhardt-Seminar in Wien zu verdienen. Entdeckt wurde er schließlich von Hans Thimig, der ihn ans Theater holte. Sein erstes großes Engagement erhielt er am Wiener Theater in der Josefstadt. Nachdem er sich in zahlreichen Stücken einen Namen als Nachwuchsschauspieler machen konnte, erhielt er 1937 im Lustspiel "Florentine" seine erste Filmrolle. Seinen Durchbruch feierte er 1939 mit der Kinoproduktion "Mutterliebe".

In den folgenden Rollen war er meist als Bösewicht zu sehen. So verkörperte er 1940 in "Krambambuli" einen Wilddieb. Im selben Jahr stand er für die Hauptrolle in "Ein Leben lang" vor der Kamera. 1942 folgte "Die goldene Stadt" und 1943 "Reise in die Vergangenheit". In seiner späteren Paraderolle als aufrichtiger und ehrenwerter Idealtyp war Prack erstmals 1942 im Liebesfilm "Die große Nummer" zu sehen. Dort spielte er einen Zirkusdompteur, der zwischen seiner Liebe und seiner gefährlichen Arbeit wählen muss.

Zum Star des deutschen Kinos wurde Rudolf Prack mit UFA-Produktionen während der letzten Kriegsjahre. In Liebesfilmen, die durch die NSDAP gefördert wurden, entführte Prack seine Zuschauer in eine heile Welt. Diese Arbeiten trugen Titel wie "Aufruhr der Herzen" und "Liebe nach Noten". Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde Prack zunächst als Sympathisant des NS-Regimes eingestuft, später jedoch entlastet. Den Höhepunkt seiner Karriere feierte an der Seite von Sonja Ziemann in Heimatfilmen wie "Schwarzwaldmädel".

Gefeiert als Traummann avancierte Prack zum Liebling der Wirtschaftwunderjahre. 1950 wurde Prack mit dem "Bambi" als "beliebtester Schauspieler" und Sonja Ziemann als "beliebteste Schauspielerin" ausgezeichnet. 1950 folgte die Kinoproduktion "Grün ist die Heide", die zu seinen erfolgreichsten Arbeiten zählt. Neben Ziemann spielt Prack darin die Rolle eines Förster, der den Vater seiner Geliebten als Wilderer und Mörder verdächtigen muss. Insgesamt stand das Filmpaar für sieben Kinoproduktionen gemeinsam vor der Kamera. Damit verliehen sie dem Zeitgeist der 1950er ein Gesicht.

Zu den bekanntesten Filmen dieser Zeit zählen "Die Privatsekretärin", "Kaiserwalzer", "Roman eines Frauenarztes" und "Der Kongress tanzt". 1966 startete mit Rudolf Prack in der Hauptrolle die TV-Serie "Landarzt Doktor Brock". In typischer Manier glänzte der edle und aufrichtige Arzt in insgesamt 26 Folgen. Zu seinen letzten Arbeiten zählen "Sie nannten ihn Krambambuli" von 1972 und "Karl May" aus dem Jahr 1974. Nach der Produktion "Jesus von Ottakring" 1976, in dem er in der Rolle eines gescheiterten Majors zu sehen war, zog er sich aus dem Filmgeschäft zurück.

Rudolf Prack starb am 3. Dezember 198,1 im Alter von 76 Jahren in seiner Geburtsstadt Wien.
1937 - Florentine

1938 - Prinzessin Sissy

1938 - Der Optimist

1939 - Mutterliebe

1940 - Der liebe Augustin

1940 - Krambambuli

1940 - Ein Leben lang

1941 - Spähtrupp Hallgarten

1942 - Die grosse Nummer

1942 - Die goldene Stadt

1943 - Die unheimliche Wandlung des Alex Roscher

1943 - Reise in die Vergangenheit

1943 - Der ewige Klang

1944 - Die heimlichen Bräute

1944 - Aufruhr der Herzen

1945 - Liebe nach Noten

1946 - Orientexpress

1945 - Ein Herz schlägt für Dich

1946 - Der weite Weg

1946 - Glaube an mich

1948 - Fregola

1948 - Zyankali

1948 - Morgen ist alles besser

1948 - Königin der Landstrasse

1949 - Heimliches Rendezvous

1949 - Um eine Nasenlänge

1950 - Maharadscha wider Willen

1950 - Schwarzwaldmädel

1950 - Mädchen mit Beziehungen

1950 - Eine Frau mit Herz

1951 - Engel im Abendkleid

1951 - Grün ist die Heide

1951 - Die Dame in Schwarz

1951 - Johannes und die 13 Schönheitsköniginnen

1952 - Tausend rote Rosen blühn

1952 - Die Diebin von Bagdad

1952 - Lockende Sterne

1952 - Ferien vom Ich

1952 - Wenn abends die Heide träumt

1953 - Kaiserwalzer

1953 - Die Privatsekretärin

1953 - Wenn am Sonntagabend die Dorfmusik spielt

1953 - Komm zurück

1954 - Kaisermanöver

1954 - Roman eines Frauenarztes

1955 - Ball im Savoy

1955 - Heimatland

1955 - Der Kongress tanzt

1956 - Kronprinz Rudolfs letzte Liebe

1956 - Kaiserball

1956 - Dany, bitte schreiben Sie

1956 - Roter Mohn

1957 - Das einfache Mädchen

1957 - Heimweh...dort, wo die Blumen blüh'n

1958 - Die Landärztin

1958 - Eine Reise ins Glück

1958 - Der Page vom Palast-Hotel

1958 - Der Priester und das Mädchen

1959 - Was eine Frau im Frühling träumt

1959 - Aus dem Tagebuch eines Frauenarztes

1959 - Heimat - Deine Lieder

1959 - Du bist wunderbar

1959 - Ein Herz braucht Liebe

1960 - Die junge Sünderin

1961 - Frau Irene Besser

1961 - Mariandl

1961 - Vertauschtes Leben

1961 - Mariandls Heimkehr

1962 - Holiday in St. Tropez

1963 - Schwejks Flegeljahre

1964 - Happy-End am Attersee

1946 - Happy-End am Wörthersee

1965 - Ruf der Wälder

1965 - Heidi

1966 - Landarzt Dr. Brock / Serie

1969 - Ein dreifach Hoch dem Sanitätsgefreiten Neumann

1970 - Gestrickte Spuren

1971 - Verliebte Ferien in Tirol

1972 - Sie nannten ihn Krambambuli

1973 - Wenn jeder Tag ein Sonntag wär

1973 - Der Jäger von Fall

1974 - Die Standarte

1974 - Karl May

1976 - Jesus von Ottakring

1981 - Ringstrassenpalais / Serie

NameRudolf Prack

Geboren am02.08.1905

SternzeichenLöwe 23.07 - 23.08

GeburtsortWien (A).

Verstorben am03.12.1981

TodesortWien (A).

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