Biografie

Rosemarie Trockel

Die deutsche Künstlerin ist Professorin an der Kunstakademie Düsseldorf (1998) und zählt zu den beachtetsten Vertreterinnen der Gegenwartskunst. In ihrem Werk machte sie "das Frausein" zum Thema. Dabei formuliert sie eine grundsätzliche Kritik am bestehenden Kunstbetrieb. Ab Mitte der 1980er Jahre fand Rosemarie Trockel insbesondere in den USA große Beachtung. In dieser Zeit entstanden Strickbilder und Strickobjekte, mit denen sie bald international bekannt wurde. Ihre Zeichnungen, Bilder, Videos, Skulpturen und Objekte verbinden inhaltlich die immer wiederkehrende Thematisierung weiblicher Perspektiven sowie die Funktion gesellschaftlich und kulturell geprägter Symbole und Kodierungen. Ihre Arbeiten sind dabei weder auf eine Ikonographie, noch auf eine bestimmte Stilrichtung festzulegen...
Rosemarie Trockel wurde am 13. November 1952 in Schwerte geboren.

Aufgewachsen ist sie als mittlere von drei Töchtern eines Maschinenbauingenieurs in Leverkusen-Opladen. Nach Abschluss der Schule begann sie 1971 ein Lehramtsstudium an der Pädagogischen Hochschule in Köln mit den Fächern Anthropologie, Soziologie, Theologie und Mathematik. Von 1974 bis 1978 studierte sie an den Kölner Werkschulen bei Werner Schriefers Malerei. Erste künstlerische Aufmerksamkeit fand sie in unmittelbarer Nachbarschaft der Künstlergruppe "Mühlheimer Freiheit". In den frühen 1980er Jahren begleitete sie die Architektin Monika Sprüth bei Reisen in die USA. Hier lernte sie unter anderen die Künstlerinnen Jenny Holzer, Barbara Kruger und Cindy Sherman kennen.

Trockel machte nun "das Frausein" zum Thema ihrer Arbeiten. Dabei formuliert sie eine grundsätzliche Kritik am bestehenden Kunstbetrieb. 1983 gestaltete sie ihre erste Einzelausstellung in Köln und Bonn. Indes wurde Monika Sprüth ihre Galeristin. Ab Mitte der 1980er Jahre fand Trockel insbesondere in den USA große Beachtung. In dieser Zeit entstanden Strickbilder und Strickobjekte, mit denen sie bald international bekannt wurde. Sie wählte damit bewusst ein Medium, das gemeinhin mit typischer Frauenarbeit assoziiert wird. Dieses Klischee konfrontierte Trockel mit der mechanischen Herstellungsweise durch die Strickmaschine, sowie mit am Computer entworfenen und erstellten Motiven, die Symbole und Kodierungen der modernen Gesellschaft zeigen.

Ausgehend von der Ästhetik der Werbung beabsichtigte sie dabei gedankliche Assoziationen. Sie benutzte häufig auch Fundstücke oder bezog vorgefertigte Gegenstände mit ein. 1988 stellte sie im Museum of Modern Art in New York aus. Im selben Jahr beteiligte sie sich an der Ausstellung "Made in Cologne". 1991 waren ihre Werke im Museum of Contemporary Art in Chicago und im Institute of Contemporary Art in Boston vertreten. Ihre Zeichnungen, Bilder, Videos, Skulpturen und Objekte sind weder auf eine Ikonographie, noch auf eine bestimmte Stilrichtung festzulegen. 1997 sorgte Trockel zur "documenta X" in Kassel mit einem "Haus für Schweine und Menschen" für Aufmerksamkeit, das sie gemeinsam mit Carsten Höller gestaltete.

Im Jahr 1998 wurde sie als Professorin an die Kunstakademie Düsseldorf berufen. Als erste Frau nahm sie 1999 im Deutschen Pavillon an der Biennale von Venedig teil; 2007 an der Skulptur Projekte Münster. Zugleich nahm die Film- und Videokunst einen großen Raum ihrer Arbeit ein.

NameRosemarie Trockel

Geboren am13.11.1952

SternzeichenSkorpion 24.10 - 22.11

GeburtsortSchwerte (D).