Biografie

Roland Laszig

Der Humanmediziner zählt international zu den führenden Fachärzten der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde. Als ausgewiesene Kapazität auf diesem Gebiet stellt Prof. Dr. med. Dr. h.c. Roland Laszig, der für seine Verdienste insbesondere für Schwerhörige mit dem Bundesverdienstkreuz am Band bedacht wurde, seit 1993 den geschäftsführenden Direktor der Universitätsklinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde und Poliklinik Freiburg. Schwerpunkt seiner Tätigkeit sind alle Erkrankungen um das Ohr sowie der Nase und Nasennebenhöhlen sowie Erkrankungen der gesamten Schädelbasis. In seiner wissenschaftlichen Arbeit war er Autor oder Mitautor von mehr als 250 Publikationen in Fachjournalen. Prof. Laszig ist Mitglied und Ehrenmitglied zahlreicher medizinischer Organisationen. Als Gastprofessor und Gastoperateur verdiente er sich in fast 50 europäischen und außereuropäischen HNO-Kliniken...

Das WsW-Honboard der Medizin
Roland Laszig wurde am 14. Oktober 1951 in Greifswald geboren.

Nach Abschluss der Schule mit Abitur studierte Laszig von 1970 bis 1973 Humanmedizin an der Humboldt-Universität (Charité) in Ost-Berlin. Von 1973 bis 1976 wechselte er im gleichen Studienfach an die Universität von Hamburg.

Von 1978 bis 1982 vollzog Roland Laszig die Ausbildung zum Facharzt für Hals-Nasen-Ohrenkrankheiten in der HNO-Abteilung des Marienkrankenhauses Hamburg bei Chefarzt Prof. Dr. G. Neumann. Darauf verdiente er sich von 1982 bis 1983 als Oberarzt für Hals-Nasen-Ohrenkrankheiten am Marienkrankenhaus Hamburg unter Prof. Dr. G. Neumann mit anschließender Dissertation.

Im Jahr 1984 wechselte er als Assistenzarzt unter Prof. Dr. Dr. E. Lehnhardt zur Medizinischen Hochschule Hannover, wo Laszig bis 1993 zum Oberarzt und zum leitenden Oberarzt der Hals-Nasen-Ohren-Klinik aufstieg. Unterdessen erwarb er 1988 die Zusatzbezeichnung "Plastische Operationen" sowie 1989 die Zusatzbezeichnung "Allergologie".

Im selben Jahr, 1989, wurde Prof. Laszig habilitiert und erfuhr die Verleihung der Venia legendi für das Fachgebiet "Hals-Nasen-Ohrenheilkunde" mit der ersten Habilitationsschrift, die sich mit Cochlea Implantaten im deutschsprachigen Raum beschäftigte. Dort baute er mit seinem Mentor und Chef Professor Ernst Lehnhardt auch das damals größte Cochlear-Implant-Centrum auf.

Im Januar 1993 wurde er auf den Lehrstuhl für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg berufen. Im April 1993 erfolgte seine Ernennung zum geschäftsführenden Direktor und Ordinarius der Universitätsklinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde und Poliklinik Freiburg. Ebenso war er Gründer des Implant Centrums Freiburg (ICF), zudem gründete er das interdisziplinäre Schädelbasiszentrum und das Zentrum für ambulante Operationen (AOZ).

Als wissenschaftlicher Autor beteiligte sich Prof. Laszig 2001 mit einem Buchbeitrag in H. P. Zenner (ed) "HNO-Heilkunde", und im selben Jahr wurde er Mitherausgeber des klassischen Lehrbuchs "Praxis der Audiometerie". Weiterhin erschien im gleichen Jahr im Thieme Verlag ein Buchbeitrag in M. E. Wigang (ed) "Restitutional Surgery of the Ear and Temporal Bone". Herr Prof. Laszig hat weiterhin über 250 Publikationen in wissenschaftlichen Journalen als Erst- , Ko- oder Letztautor verfaßt und ist häufig in wissenschaftlichen Rundfunk- und Fernsehsendungen zu hören und zu sehen.

Als Präsident der Sektion "Gutes Hören" im Deutschen Grünen Kreuz kümmert er sich vor allen Dingen um die Aufklärung der breiten Öffentlichkeit über Schwerhörigkeiten und die damit verbundenen Probleme. Er ist Mitglied des Präsidiums der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie und des Gesamtvorstandes des Berufsverbandes der Hals-Nasen-Ohren-Ärzte in Deutschland sowie Vorsitzender der Vereinigung der deutschen HNO-Lehrstuhlinhaber.

Darüber hinaus ist er Sprecher des "Konvents der Ärztlichen Direktoren" im Klinikum der Universität Freiburg und Vorsitzender der Landeskonferenz der Ärztlichen Direktoren in Baden-Württemberg. Im Jahre 1998 wurde er Ehrenmitglied der Slowakischen HNO-Gesellschaft, im Jahre 2000 Ehrenmitglied der Griechischen HNO-Gesellschaft und 2005 Ehrenmitglied der Tschechischen HNO-Gesellschaft.

Mit der goldenen Ehrennadel der Union der Hörgeräteakustiker wurde er 2000 ausgezeichnet und erhielt 2001 die Ehrendoktorwürde der Medizinischen Fakultät der Universität in Iasi/Rumänien. Er ist weiterhin Mitglied und Gründungsmitglied vieler nationaler und internationaler wissenschaftlicher Gesellschaften und ist einer der wenigen deutschen Vertreter in der international renommierten wissenschaftlichen Vereinigung COLLEGIUM OTO-RHINO-LARYNGOLOGICUM AMICITIAE SACRUM (CORLAS).

Weiterhin ist er Mitherausgeber oder im Beirat vieler wissenschaftlicher Journale. Bundespräsident Horst Köhler verlieh Prof. Laszig 2005 das Bundesverdienstkreuz, um die Leistungen zur Integration Hörbehinderter in die Gesellschaft zu würdigen.

Prof. Laszig ist seit 1979 mit der niedergelassenen Hals-Nasen-Ohrenärztin Dr. Christine Laszig verheiratet.


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Universitätsklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde
Univ.-Prof. Dr. Dr. h.c. R. Laszig

Killianstr. 5
DE-79106 Freiburg/GERMANY

Tel: +49 (0)761.270.4206
Fax: +49 (0)761.270.4189

Web: http://www.uniklinik-freiburg.de/hno/live/index.html
e-Mail: Laszig@hno1.ukl.uni-freiburg.de

Link zur: Univ.-HNO-Klinik

NameRoland Laszig

Geboren am14.10.1951

GeburtsortGreifswald (D).