Robert Altman wurde am 20. Februar 1925 in Kansas City im US-Staat Missouri als Robert Bernard Altman geboren.
Sein Vater Bernard Clement Altman war ein erfolgreicher Versicherungsagent und entstammte einer deutschen Familie. Den Krieg erlebte er als Flieger, danach arbeitete er für eine Filmfirma. Mit "The Delinquents" drehte er 1955 seinen ersten eigenen Film. Danach war er an einer Vielzahl von TV-Produktionen als Regisseur beteiligt, darunter die legendäre Westernserie "Bonanza" oder Alfred Hitchcocks Reihe "Presents". In den 1960er Jahren gründete er seine eigene Produktionsfirma "Lion''s Gate Films". Damit produzierte er die Militärsatire "MASH", die nicht nur seinen beruflichen Durchbruch bedeutete, sondern auch mit der Goldenen Palme an den Filmfestspielen von Cannes prämiert wurde. Dazu lieferte sein 14-jähriger Sohn die Titelmusik ab. Es folgte 1975 die Gesellschaftsdokumentation "Nashvile" - beide Werke brachten Altman je eine Oscar-Nominierung ein.
Mittlerweile zählte er zum Kreis von New Hollywood, einigen gesellschaftskritischen Filmemachern. Seine wegweisende Filmarbeit in den 1970er Jahren mit traditionellen Filmgattungen wurde kommerziell kein Erfolg, dennoch wurde sie von der Kritik hoch gelobt. Seit dieser Zeit hob sich Altmann vom Studiosystem als Mainstream in Hollywood ab. Mit dem Kinowerk "Buffalo Bill and the Indians or Sitting Bull''s History Lesson" erhielt Altman bei den Filmfestspielen von Berlin den Großen Preis und dicke Kritikerlobe. Doch mit "Quintet" und anderen Projekten konnte er an diesen Erfolg nicht mehr anknüpfen. Ebenso mit "Popeye", so dass er daraufhin seine Produktionsgesellschaft Lion''s Gate Films veräußerte. Robert Altman widmete sich in der Folgezeit der Regiearbeit für Fernsehen und Theater. Mit dem TV-Titel "Vincent and Theo", ein Porträt Vincent van Goghs, stellte sich der Erfolg wieder ein und brachte Altman in positive Schlagzeilen.
Im Jahr 1992 zeichnete er sich für den Erfolg von "The Player" verantwortlich, der ihm zugleich die Anerkennung als kreativer Kinomacher bescherte. Der Kinofilm heimste insgesamt drei Oscar-Nominierungen ein. Das nachfolgende gesellschaftskritische Werk "Short Cuts" wurde sowohl von Kritikern als auch vom Publikum gelobt. Nach drei weniger anerkannten Projekten, darunter die Titel "Pret-A-Porter" und "Kansas City", fand Altmann mit dem witzigen Kleinstadtdrama "Cookie''s Fortune" und dem Film "Dr. T and the Woman" wieder auf die Erfolgsspur zurück. Das galt auch für den komödiantische Kinokrimi "Gosford Park" aus dem Jahr 2001, der in sieben Kategorien für einen Oscar nominiert wurde und in der Kategorie "Bestes Drehbuch" ausgezeichnet wurde.
In seiner über 50-jährigen Karriere drehte der bekannte Filmemacher mehr als 85 Filme, produzierte fast 40 Verfilmungen und schrieb fast ebenso viele Drehbücher. Robert Altman starb am 20. November 2006 81-jährig in Los Angeles an Leukämie.