Biografie

Regine Hildebrandt

Die deutsche Politikerin und promovierte Biologin wurde, innerhalb der ersten freien Wahlen der DDR Regierung, als SPD-Bundesvorstand von April bis August zur Ministerin für Arbeit und Soziales ins Kabinett de Maizière gewählt. Von September 1990 bis September 1999 war sie Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Frauen des Landes Brandenburg. Große Beliebtheit und Anerkennung erreichte die "Berliner Schnauze" durch zahlreiche soziale Projekte, die sie begleitete, sowie durch ihre menschliche und hoffnungsvolle Einstellung im Kampf gegen den Krebs. Sie setzte sich dabei für die Hospizbewegung und für die Möglichkeit aktiver Sterbehilfe in Deutschland ein...
Regine Hildebrandt, geb. Radischewski, wurde am 26. April 1941 in Berlin geboren.

Hildebrandt wuchs in Berlin auf. 1958 legte sie hier das Abitur ab. Von 1959 bis 1964 studierte sie Biologie an der Berliner Humboldtuniversität und promovierte 1968. Indes heiratete sie 1966 Jörg Hildebrandt. Bereits während dieser Zeit war sie seit 1961 Chorsängerin der Berliner Domkantorei. Ihre berufliche Karriere startete sie 1964 als stellvertretende Abteilungsleiterin bei VEB Berlin-Chemie. Dieses Amt begleitete sie bis 1978.

Im Anschluss wurde sie bis 1990 Bereichsleiterin in der Zentralstelle für Diabetes- und Stoffwechselkrankheiten in Berlin-Ost. Erstes politisches Engagement zeigte sie 1989 innerhalb der Bürgerbewegung "Demokratie Jetzt" sowie als Mitglied in der sozialdemokratischen Partei der DDR. Im April 1990 wurde sie, innerhalb der ersten freien Wahlen der DDR Regierung, als SPD-Bundesvorstand von April bis August zur Ministerin für Arbeit und Soziales ins Kabinett de Maizière gewählt.

Von September 1990 bis September 1999 war sie Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Frauen des Landes Brandenburg. 1993 erhielt sie den Gustav-Heinemann-Bürgerpreis sowie die Hamm-Brücher-Medaille 1993. Im Juli 1996 wurde ihre Brustkrebserkrankung bekannt. Im Oktober 1999 legte sie ihr Mandat nieder und schied aus dem Kabinett aus. Im Dezember 1999 sowie im November 2001 wurde Regine Hildebrandt erneut in den SPD-Parteivorstand gewählt. 2000 ehrte man sie mit dem Fritz-Bauer-Preis.

Große Beliebtheit erreichte sie durch zahlreiche soziale Projekte, die sie begleitete, sowie durch ihre humane und hoffnungsvolle Einstellung im Kampf gegen den Krebs. Sie setzte sich dabei für die Hospizbewegung und für die Möglichkeit aktiver Sterbehilfe in Deutschland ein. Im März 2001 wurde sie mit dem Großen Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.

Regine Hildebrandt starb am 26. November 2001 in Berlin.

NameRegine Hildebrandt

Geboren am26.04.1941

SternzeichenStier 21.04 - 21.05

GeburtsortBerlin (D).

Verstorben am26.11.2001

TodesortBerlin (D).