Biografie

Pierre de Meuron

Der Schweizer Architekt avancierte gemeinsam mit Jacques Herzog nach der Gründung des Architekturbüros Herzog & de Meuron in Basel zu einem der weltweit renommiertesten Planer. Dabei schufen sie eine Baukörpersprache, die sich in keinen Elementen wiederholt aber dennoch eine deutliche, klare Linie erkennen lässt. Selbst kubische Bauten verlieren ihre Masse und filigrane Körper scheinen Gewichtslos zu sein. Zu den populärsten Entwürfen der Planer zählt das St. Jakob Park Stadion in Basel und die Allianz Arena in München sowie aktuell das National-Stadion in Peking für die Olympischen Spiele 2008 in China. Auch Museumsbauten wie die Tate Modern in London und das de Young Museum in San Francisco stammen aus dem Büro, das 2001 mit dem Pritzker-Preis ausgezeichnet wurde...
Pierre de Meuron wurde am 8. Mai 1950 in Basel, Schweiz geboren.

Nach Abschluss der Schule mit Abitur studierte Pierre de Meuron ab 1975 zeitgleich mit Jacques Herzog Architektur an der Eidgenössischen Technischen Hochschule ETH Zürich bei den Professoren Aldo Rossi und Dolf Schnebli. 1978 gründete er zusammen mit Jacques Herzog das Architekturbüro "Herzog & de Meuron" in Basel. Ab Mitte der 1980er Jahre folgten erste beachtete Projekte innerhalb der Schweiz und Deutschland. Dabei machte das Team durch Museums- und Sammlungsbauten auf sich aufmerksam.

Im Jahr 1989 hatte de Meuron eine Gastprofessur an der Harvard University, Cambridge, Massachusetts, USA inne, ehe er hier 1994 zum Professor berufen wurde. Von 1993 bis 1996 entstand nach Plänen des Büros Herzog & de Meuron die Bibliothek der Fachhochschule Eberswalde. Von 1994 bis 1996 erfolge die Fertigstellung des monochromen Kubus des Stellwerks der SBB in Basel. Erste internationale Anerkennung erfuhr das Büro von 1995 bis 1997 mit der Realisierung einer Erweiterung der Tate Gallery of Modern Art in London.

Im Jahr 1999 erfolge sein Ruf als Professor an die ETH Zürich. Hier wurde er Gründer des ETH Studio Basel. Die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Universität Basel verlieh im November 2000 die Würde des Doktors der Staatswissenschaften ehrenhalber an Pierre de Meuron und Jacques Herzog. 2001 wurde das Büro Herzog & de Meuron mit dem Pritzker-Preis ausgezeichnet. Im selben Jahr erfolgte die Eröffnung des ST. Jakob-Park Stadions in Basel. 2002 erfolgte die Gründung des Instituts Stadt der Gegenwart mit der ETH Studio Basel.

Im Jahr 2003 wurden die Architekten Robert Hösl und Ascan Mergenthaler Partner des Büros. Unterdessen erhielt das Büro 2003 den Auftrag zum Bau des Nationalstadions für die Olympischen Sommerspiele 2008 in Peking. 2005 erfolgte nach vierjähriger Bauzeit die Fertigstellung des Fußball-Stadions der Allianz-Arena in München, der es durch optisch dominierende Kissen aus Kunststoff an der Außenhaut möglich ist, seine Farben in Weiß, Rot und Blau wechseln zu lassen.

Die Allianz-Arena, in der im Juni 2006 die Eröffnung der Fußball-Weltmeisterschaft gefeiert wurde, entwickelte sich zu einem der populärsten Gebäude der Bundesrepublik. Unterdessen erhielt das Büro 2003 den Auftrag zum Bau des National-Stadions für die Olympischen Sommerspiele 2008 in Peking. Eine seiner spektakulärsten Design-Studien legte das Büro zum Bau der Elbphilharmonie in der HafenCity Hamburg ab. Die geplante Eröffnung der Musikhalle sollte 2010 erfolgen. Bereits heute wird das Gebäude als neues Wahrzeichen der Hansestadt gehandelt.

NamePierre de Meuron

Geboren am08.05.1950

SternzeichenStier 21.04 - 21.05

GeburtsortBasel (CH).