Biografie

Oskar Kokoschka

Der österreichische Maler zählt zu den bedeutendsten Vertretern des Expressionismus, der vor allem Porträts und Landschaften schuf. Daneben betätigte sich Oskar Kokoschka außerdem als Graphiker, Bildhauer und Schriftsteller. Kokoschka arbeitete mit den namhaftesten Künstlern seiner Zeit zusammen, im Dritten Reich wurde sein Werk der "entarteten Kunst" zugeordnet. Seine Schaffenskraft durch zahlreiche Epochen bescherte dem bis ins hohe Alter aktiven Maler Weltruhm. Dabei war er nicht nur als bildender Künstler sondern auch als Schriftsteller tätig...
Oskar Kokoschka wurde am 1. März 1886 in Pöchlar an der Donau geboren.

Sein Vater kam aus Prag. Seine Kindheit verbrachte er mit seinen Geschwistern Berta und Bohuslav. Doch sein Bruder, der malte und auch dichtete, starb, als er 5 Jahre alt war. Dieses Erlebnis blieb stark in ihm haften. Da Kokoschka ein talentierter Schüler war, erhielt er ein Stipendium an der Wiener Kunstgewerbeschule. Hier studierte er von 1905 bis 1909. Seine Lehrer vermittelten ihm Aufträge für Dekorationen und Illustrationen, so konnte er sich schon zu dieser Zeit selber Geld verdienen.

Kokoschka freundete sich mit den Architekten Adolf Loos an, der ihm Bildnisaufträge vermittelte. Durch ihn kam er auch in den Zirkel der Wiener Geisteselite. Kokoschkas Werke waren geprägt von psychologischem Expressionismus. Seine Porträtkunst ließen sich mit Freuds Tiefenpsychologie vergleichen, z.B. das "Bildnis Auguste Forel". 1907 stellte er Figuren aus Kupferblech her. Diese Figuren waren beweglich und waren für ein mechanisches Spiel. Kurze Zeit später entstand die Dichtung "Die träumenden Knaben".

Loos schenke Kokoschka 1909 eine Reise an den Genfer See, von welcher er sehr beeindruckt zurückkehrte. Die Werke von Hodler und Vincent van Gogh Inspirierten Kokoschka zusehends, so dass er sie in Ausstellungen immer wieder studierte. Von 1919 bis 1923 war Kokoschka Professor an der Kunstakademie in Dresden. Danach folgten zahlreiche Reisen durch Europa, Ägypten und Kleinasien. Ab 1933 war er in Wien, es folgte ein Aufenthalt in Prag und anschließend emigrierte er nach London und nahm die britische Staatsbürgerschaft an.

Im Jahr 1937 wurden seine als "entartet" angesehenen Werke aus Deutschland entfernt. Er gehörte zu den führenden Künstlern des deutschen Expressionismus. Seine Kunstwerke waren von einer leidenschaftlichen Unruhe geprägt. Er schuf Porträts, Landschafts- und Städtebilder. Er war nicht nur als bildender Künstler, sondern auch als Schriftsteller tätig. Seine Dichtungen zeugten von ekstatischen Ausbrüchen und bildkräftiger Phantasie. Mit der Dichterin Else Laska stand Kokoschka in einem literarischen Briefwechsel.

Im Jahr 1953 ließ er sich, immer noch begeistert von seiner Reise an den Genfer See, endgültig hier nieder. Zu seinen Spätwerken gehörten "Thermophylae", "Bachkantate" und "King Lear" und Theaterwerke, wie z.B. "Mörder, Hoffnung der Frauen" und die Ausstattung zu Mozarts "Zauberflöte". Die Gemälde seines letzten Schaffensabschnitt zeigten Wirklichkeitsdeutungen mit hohem Vergeistigungsgrad. Später, im Jahre 1975 nahm Kokoschka die österreichische Staatsbürgerschaft wieder an.

Oskar Kokoschka starb am 22. Februar 1980 in Villeneuve bei Montreaux in der Schweiz.

NameOskar Kokoschka

Geboren am01.03.1886

SternzeichenFische 20.02 - 20.03

GeburtsortPöchlar an der Donau

Verstorben am22.02.1980

TodesortVilleneuve bei Montreaux (CH).