Biografie

Olafur Eliasson

Der aus Island stammende und in Kopenhagen geborene Installations- und Medienkünstler zählt zu den wichtigsten Kreativen der Gegenwartskunst. Seine Arbeiten beschäftigen sich mit den physikalischen Phänomenen des Lichts, des Wassers und anderer Naturerscheinungen, mit ihren raum-zeitlichen Abläufen und zugleich mit den Erwartungen des Publikums. Die Kunstwerke des dänischen-isländischen Künstlers Olafur Eliasson werden mit großer Ausdruckskraft und beeindruckenden Effekten inszeniert. Der Betrachterblick wird auf diese Weise verstört. Eliassons Schaffen umfasst ebenso Fotografien, Objekte, Multimedia-Werke, Malereien und Grafiken...
Olafur Eliasson ist isländischer Abstammung und wurde am 5. Februar 1967 in Kopenhagen geboren.

Als Kind lebte er in Hafnarfjörður in Island. 1989 begann er an der Royal Danish Academy of Fine Art in Kopenhagen Kunst zu studieren. Während seiner Studienzeit präsentierte er seine Werke in Berlin. Sechs Jahre später schloss er das Studium ab. Eliasson machte schon als junger Künstler international auf sich aufmerksam. Bereits im Jahr 1997 wurde er mit dem Bremer Kunstpreis geehrt und ein Jahr darauf mit dem Edstrand Foundation Art Prize ausgezeichnet. Im gleichen Jahr startete er das Projekt "Green River", das er bis 2001 betrieb: Er färbte das Wasser von Flüssen weltweit mit einem ungiftigen grellgrünen Farbstoff. Hierbei zeigte sich erstmals öffentlichkeitswirksam das Leitmotiv von Eliasons Kunstschaffen: Er macht mit viel Effekt Kunst im Freien und spielt dabei mit Licht, Wasser und anderen physikalischen Naturphänomenen.

Die Reaktionen der Betrachter werden in das faszinierende Kunstwerk mit einbezogen, sind Teil davon. Ebenso spektakulär war das "Weather Project" 2003/04 in der Londoner Tate Gallery of Modern Art: Er schuf die Illusion einer großen Sonne, die über Nebelwolken steht. Im Jahr darauf spielte Eliasson in München mit Licht: Für den Probenbau der bayerischen Staatsoper erstellte er eine ungewöhnliche Fassade aus Glas, die er als Bühnenfenster bezeichnete. Auf einer Fläche von 300 m2 spiegelt sich nicht nur das Geschehen auf dem nahen Platz, sondern sie bildet auch einen räumlichen Abschluss. 2006 erhielt er den Friedrich-Kiesler-Preis und den Kulturpreis des dänischen Kronprinzenpaares. Im Jahr darauf 2007 folgte der anerkannte Joan-Miró-Preis. Im Jahr 2008 schuf der Künstler vier große künstliche Wasserfälle in Manhatten, bei denen 110 Tage lang insgesamt mehr als 13 Milliarden Liter Wasser flossen.

Im gleichen Jahr installierte er "Yellow fog" am Gebäude der Österreichischen Elektrizitätswirtschafts-AG in Wien. Dabei wurde die Fassade abends in gelben Nebel getaucht, der das Spiel mit den Phänomenen Wind, Nebel und Licht unterstrich. Weiterhin schuf das Kunstwerk räumliche Übergänge, die den Blick für den urbanen Raum verändern sollten. Der Künstler machte dabei den abstrakten Begriff des Raumes zum Kunstthema, um ihn wahrnehmbar zu machen. Olafur Eliasson arbeitet und lebt in Berlin und Kopenhagen. In der deutschen Hauptstadt unterhält er auch ein eigenes Studio, wo er sich seit 1994 vorrangig aufhält. Im Jahr 2008 folgte er dem Ruf der Universität der Künste, wo er seit 2009 als Professor tätig ist.

Zu seinen weiteren Auszeichnungen zählen unter anderem der österreichische Friedrich-Kiesler-Preis im Jahr 2006 für seine herausragende Tätigkeit in der Architektur und den Künsten nach Friedrich Kieslers Theorie der "correlated arts". Im gleichen Jahr wurde Eliasson der Kulturpreis des dänischen Kronprinzenpaares zugesprochen.

NameOlafur Eliasson

Geboren am05.02.1967

SternzeichenWassermann 21.01 - 19.02

GeburtsortKopenhagen (DK).