Biografie

Nuri al-Maliki

Der irakische Politiker stellt seit 2006 als Ministerpräsident den Regierungschef der Föderalen Republik Irak. Innerhalb der Islamischen Dawa-Partei wurde Nuri al-Maliki der stellvertretende Vorsitzende. Zum Tode verurteilt, floh Nuri al-Maliki 1980 nach Syrien, wo er das sogenannte Dschihad-Büro zur Koordinierung der Opposition gegen Saddam Hussein leitete. Nach dem Sturz des Diktators kehrte er in den Irak zurück. Hier war Nuri a-Maliki zunächst von 2003 bis 2004 Mitglied der von der US-Besatzung initiierten Kommission zur Entbaathifizierung. Weiter war er als Vertreter der Schiitischen Allianz an den Verhandlungen über eine neue irakische Verfassung beteiligt...
Nuri Kamil Muhammed Hasan al-Maliki wurde am 20. Juni 1950 in Hilla geboren.

Nach Abschluss der Schule studierte er zum Master an der Universität von Bagdad arabische Literaturwissenschaft. Im Anschluss arbeitete er in Hilla im Bildungswesen. Seit 1968 war er Mitglied der Dawa-Partei. Aufgrund seiner politischen Überzeugung, die in der Opposition zu Diktator Saddam Hussein stand, wurde al-Maliki 1980 zum Tode verurteilt. Daraufhin floh er mit anderen Mitgliedern der Partei in den Iran. Im Exil in Syrien leitete er später mit Ibrahim al-Dschafari das sogenannte Dschihad-Büro zur Koordinierung der Opposition gegen Hussein. Hier änderte er seinen Vornamen in Dschawad.

Im folgenden Iran-Irak-Krieg (1980-1988) kämpfte er auf Seiten der iranischen Armee gegen die irakische Armee. Darauf wurde al-Maliki Führer der Dawa-Partei in Syrien und im Libanon. Als Autor publizierte er indes die parteieigene Zeitung "al-Mauqif". Nach dem Sturz von Saddam Hussein (2003) im Zuge des Irak-Krieges, kehrte al-Maliki in seine Heimat zurück. Im Irak wurde a-Maliki zunächst von 2003 bis 2004 Mitglied der von der US-Besatzung initiierten Kommission zur Entbaathifizierung. Weiter war er als Vertreter der Schiitischen Allianz an den Verhandlungen über eine neue irakische Verfassung beteiligt. Im Januar 2005 kandidierte er bei der Wahl für die Schiitische Allianz.

Al-Maliki wurde darauf in das irakische Parlament gewählt, wo er Leiter des Ausschusses für Sicherheit und Verteidigung wurde. Zur Bildung einer Einheitsregierung erfolgte im April 2006 seine Nominierung zum Ministerpräsidenten des Irak. Nach seinem Wahlsieg beauftragte ihn der irakische Präsident Dschalal Talabani am 22. April 2006 offiziell, die neue Regierung zu bilden, welche die Übergangsregierung unter Ibrahim al-Dschafari ablösen sollte. Bei den Parlamentswahlen 2010 wurde al-Malikis Rechtsstaat-Koalition mit 89 Sitze zweitstärkste Kraft. Am 12. November 2010 erhielt er in zweiter Amtszeit den Auftrag zur Regierungsbildung.

NameNuri al-Maliki

Geboren am20.06.1950

SternzeichenZwillinge 22.05. - 21.06

GeburtsortHilla (IRQ).