Biografie

Dian Fossey

Die US-amerikanische Verhaltensforscherin und Zoologin leistete in der Erforschung der vom Aussterben bedrohten Berggorillas im zentralafrikanischen Hochland Pionierarbeit. Ab 1963 beobachtete Diane Fossey im natürlichen Umfeld lebende Tiere aus nächster Nähe. Ihr Buch "Gorillas im Nebel" (1983), in dem sie unter anderem von ihrem Zusammenleben mit den Tieren berichtete, machte sie weltbekannt. Als Wissenschaftlerin lieferte sie wichtige Beiträge zum Verhalten und zur Sozialstruktur der Gorillas. Unerbittlich kämpfte sie indes gegen Wilderei und für den Naturschutz, ehe sie 1985 in ihrem Lager ermordet wurde. 1989 wurde ihr Leben verfilmt...
Dian Fossey wurde am 16. Januar 1932 in Faifax im US-Bundesstaat Kalifornien geboren.

Fosseys Berufswunsch Veterinärmedizinerin zu werden scheiterte zunächst an ihren schlechten Leistungen in den naturwissenschaftlichen Fächern. Sie begann eine Ausbildung als Bewegungstherapeutin. Nach ihrem Abschluss 1954 arbeitet sie mehrere Jahre in einem Kinderkrankenhaus in Lousville, Kentucky. Mit 31 Jahren besuchte sie einen Vortrag von dem bekannten Paläontologen Louis Leakey über Berggorillas. Sie war davon so begeistert, dass sie sich entschloss, Leakey bei seinen Forschungsarbeiten in Afrika zu unterstützen. 1963 reiste sie nach Ostafrika und betrat dort erstmals die Region der Berggorillas.

Das Wildern und Abschlachten der Gorillas veranlasste sie, sich sich für eine Arbeit in Afrika mit den Menschenaffen zu entscheiden. Bei der National Geographic Society und der Wilkie Stiftung fand sie Unterstützung für ein Forschungsprogramm in Ostafrika. 1967 begann sie ihre Arbeit im Kongo. Aufgrund politischer Unruhen musste sie jedoch ein halbes Jahr später den Kongo verlassen und sich nach Ruanda begeben. Dort begann sie erneut, ihr Forschungsprojekt aufzubauen. Im September 1967 gründete sie in den Virunga Mountains die Karisoke-Forschungsstation. In diese Region, 3000 Meter über dem Meeresspiegel, hatten sich die bedrohten Berggorillas zurückgezogen.

Dort begann Fossey mit der Beobachtung der scheuen Berggorillas. Monatelang durchstreifte Fossey die nebligen Berge, um die genaue Größe der Population festzustellen. Sie imitierte die Berggorillas in ihren Fressgewohnheiten, Gesten und Geräuschen. Ihre Ausdauer wurde 1970 belohnt, Dian Fossey konnte sich erstmals den Tieren bis auf 45 Meter nähern. Einige Zeit später gestattete ihr sogar ein 2-jähriges Gorillamännchen, das sie Digit nannte, eine Berührung. Durch ihre intensiven Beobachtungen konnte sie neue Erkenntnisse über das Verhalten von Berggorillas gewinnen. Als Dian Fossey schließlich von der Gorillagruppe akzeptiert war, lebte sie als Gruppenmitglied mit ihnen.

Im Jahr 1974 absolvierte sie ihre Doktorarbeit an der Cambridge Universität. Sechs Jahre später war sie an der Cornell Universität tätig. Ab dem Jahr 1983 arbeitete sie an der Niederschrift ihres Buches "Gorillas im Nebel. Mein Leben mit den sanften Riesen". Mit der Veröffentlichung des Buches, in dem sie unter anderem die Öffentlichkeit vom Aussterben der Tiere informierte, wurde sie weltweit bekannt. Dian Fossey engagierte sich für das Überleben der Berggorillas. Sie kämpfte gegen die Wilderei und für den Naturschutz. Mit ihrem Einsatz schaffte sie sich aber auch Feinde, die ihr den Tod wünschten.

Am 27. Dezember 1985 fand ein Mitarbeiter Dian Fosseys halbnackte Leiche in ihrer Hütte im Virunga-Nationalpark (Ruanda). Der Mord wurde nie aufgeklärt. Dian Fossey beobachtete über 18 Jahre lang die Berggorillas. Aus ihrem anfänglich wissenschaftlichem Interesse entwickelte sich im Laufe der Zeit eine innige Bindung an die Tiere. Durch ihre aufopfernde Arbeit litt jedoch ihr Privatleben. Sie hatte mit Depressionen und Einsamkeit zu kämpfen. Ihre Leiche wurde auf ihren ausdrücklichen Wunsch auf dem Gorillafriedhof begraben. Ihr Grabstein trägt auf ihren Wunsch hin das Wort: Nyirmachabelli (die Frau, die einsam im Wald lebt).

NameDian Fossey

Geboren am16.01.1932

SternzeichenSteinbock 22.12 - 20.01

GeburtsortFaifax, Kalifornien (USA).

Verstorben am27.12.1985

TodesortVirunga-Nationalpark (Ruanda)