Biografie

Nicolas Hayek

NameNicolas Hayek

Geboren am19.02.1928

SternzeichenWassermann 21.01 - 19.02

GeburtsortBeirut (Libanon).

Verstorben am28.06.2010

TodesortBiel (CH).

Nicolas Hayek

Der amerikanisch-libanesische Mathematiker und Physiker war Gründer sowie Präsident und Delegierter des Verwaltungsrates der Swatch Group. Davor stieg er mit der "Hayek Engineering" zu einem der bedeutendsten Unternehmensberater von internationalem Rang auf; bis 1979 gelang es ihm, mehr als 300 Grosskunden aus mehr als 30 Ländern zu gewinnen. Nicolas Hayek feierte seinen größten Erfolg durch die Mitbeteiligung am Schweizer SMH-Konzern, für den er 1983 das besondere Geschäftskonzept von "Swatch" entwickelte, das sich nicht nur als Uhrenmodell, sondern auch in der Automobil- ("Smart") und Mobiltelekommunikationsbranche ("Swatch-Handy") bewährt hat...

Menschen und Marken
Nicolas George Hayek wurde am 19. Februar 1928 in Beirut (Libanon) geboren.

Sein Vater, gebürtiger US-Amerikaner und Zahnmediziner, arbeitete als Professor an der amerikanischen Universität von Beirut. Die Mutter war Libanesin. In Beirut besuchte Hayek auch die französische Jesuitenschule. Nach dem Abitur in Frankreich studierte er dort Physik, Chemie und Mathematik. Hayek heiratete eine Schweizerin und trat 1949 in eine Rückversicherungsgesellschaft ein, wo er in der Mathematikabteilung arbeitete. Es folgten von 1951 bis 1957 mehrere Führungsposten in der Industrie. Für seinen erkrankten Schweizer Schwiegervater übernahm er vorübergehend das Management von dessen Gießerei- und Maschinenbaufirma.

Von 1957 bis 1963 betrieb Hayek in Zürich mit einem Geschäftspartner eine Unternehmensberatung. 1963 gründete er sein eigenes Industrieberatungsunternehmen, das er 1965 als "Hayek Engineering AG" registrieren ließ. Die Firma wurde bald auch außerhalb der Schweiz als seriöses Unternehmen bekannt. Die Züricher Beratung zählte etwa 300 Kunden in 30 Ländern, zu denen neben Firmen der Stahl-, Maschinen- und Automobilindustrie auch öffentliche Körperschaften gehören. 1979 war Hayek an der Sanierung von AEG beteiligt. Sein Rat wurde auch von weiteren führenden Unternehmen der Bundesrepublik wie Mannesmann, Flick, Thyssen, Audi und Mercedes-Benz eingeholt.

Auch für "Thurn und Taxis" in Regensburg war er als Berater tätig. Zu Beginn der 1980er Jahre wirkte Hayek maßgeblich an der Sanierung der beiden Schweizer Uhrenkonzerne ASUAG und SSIH mit, die zum größten Schweizer Uhrenhersteller, "Société Suisse de Microéléctronique et d`Horlogerie" (SMH), fusionierten. Seit 1986 war Hayek Verwaltungsratspräsident des SMH-Konzerns, der u. a. Uhrenmarken wie "Calvin Klein" und "Swatch" herstellt. Das erfolgreiche Swatch-Produkt hat sich inzwischen weltweit durchgesetzt. Um eine vorteilhafte Position auf dem asiatischen Markt zu erringen, hatte SMH eine Fabrik in Thailand errichtet.

Das Geschäftskonzept der "Swatch-Uhr", das auf dem Angebot höchster Qualität zum Niedrigpreis und mit modischem Lifestyle-Design beruht, hatte Hayek inzwischen auch auf andere Produkte wie die "SwatchAccess"-Pistenuhr für Ski-Touristen oder das "Swatch-Handy" übertragen. Nach einer gescheiterten Kooperation mit der Volkswagen AG begann Hayek 1997 in Zusammenarbeit mit der Mercedes-Benz AG die Produktion des "Smart"-Kleinautos im lothringischen Hambach. Der Markennamen steht dabei für "S"watch, "M"ercedes und "ART". Entsprechend dem "Swatch"-Konzept widmete sich Hayek seiner unternehmerischen Tätigkeit nicht als Wirtschaftsfachmann, sondern als kreativer Ideenlieferant und Künstler.

Im Jahr 1998 übertrug er seinem Sohn Georg die Leitung der SMH-Tochter "Swatch AG", die Hayek jedoch über seinen Sitz im Verwaltungsrat mitkontrollierte. Die Tochter Nayla wurde 1996 Mitglied des SMH-Verwaltungsrates. Die SMH tituliert seit 1998 als "Swatch Group of Switzerland S. A.", in der Hayek weiterhin als Direktionspräsident fungiert. Hayek engagierte sich auch in der Wirtschaftspolitik: 1995 berief ihn Bundeskanzler Helmut Kohl in den "Rat für Forschung, Technologie und Wissenschaft". Auch vom französischen Präsidenten wurde er 1996 zum Präsidenten des Innovationsrats für Frankreich ernannt. Als Unternehmer erhielt Hayek zahlreiche Auszeichnungen. 1996 wurde ihm die Ehrendoktorwürde der Universität Neuchâtel verliehen.

Im Jahr 1998 erhielt er den Ehrendoktor der Universität Bologna. Im März 2002 wurde Nicolas Hayek zum berühmtesten Unternehmer der Schweiz gekürt. Hayek erhielt im Jahr 2003 das Große Silberne Ehrenzeichen mit dem Stern für Verdienste um die Republik Österreich und 2007 den "LifeTime-Award" des "SwissAwards".

Hayek verstarb am 28. Juni 2010 im Alter von 82 Jahren an Herzversagen in seinem Unternehmen in Biel.


Menschen und Marken

NameNicolas Hayek

Geboren am19.02.1928

SternzeichenWassermann 21.01 - 19.02

GeburtsortBeirut (Libanon).

Verstorben am28.06.2010

TodesortBiel (CH).

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