Biografie

Émile Zola

NameÉmile Zola

Geboren am02.04.1840

SternzeichenWidder 21.03 - 20.04

GeburtsortParis (F).

Verstorben am29.09.1902

TodesortParis (F).

Émile Zola

Der Schriftsteller avancierte Ende des 17. Jahrhunderst zu einem der meistgelesenen Autoren Frankreichs. Ziel von Èmile Zola war es, eine umfassende Darstellung aller Bereiche der menschlichen Existenz zu zeichnen und die Darlegung politisch-sozialer Missstände zu formulieren. Damit begründete Zola die Erzählweise des Naturalismus. Sein theoretisches Konzept legt er in dem Essay "Der Experimentalroman" nieder. Literatur sollte demnach in die von der Wissenschaft noch unerforschten Gebiete der Menschenwelt eindringen, um durch das Aufdecken ihrer Krankheitssymptome zur Erhaltung und Gesundung der Menschheit beizutragen. Mit seiner Darstellung des Naturalismus beeinflusste er zahlreiche Künstler, obgleich er forderte, dass Kunst wirklichkeitsgetreu sein müsse...
Émile Zola wurde am 2. April 1840 als Sohn des italienischen Bauingenieurs Francesco Zola und der Französin Èmilie Zola, geb. Aubert, in Paris geboren.

Aufgewachsen ist er nach dem frühen Tod seines Vaters in ärmlichen Verhältnissen in Aix-en-provence. Bereits im Kindesalter fand er hier die Freundschaft zum späteren Künstler Paul Cezanne. Die Schule beendete er ohne Abschluss. 1959 reiste er nach Paris, wo er zunächst ohne Arbeit in tiefer Armut lebte. Seinen Einstand ins Berufsleben fand Zola ab 1862 als Angestellter in einem Pariser Verlagshaus, wo er bis 1866 tätig war. Indes veröffentlichte er 1864 sein erstes Werk mit dem Titel "Erzählungen an Nino", das noch stark von der Romantik beeinflusst war. Nach der Veröffentlichung der biografischen Novelle "Die Beichte eines Knaben" wurde er in der französischen Hauptstadt als freier Journalist und Schriftsteller tätig.

Mit ersten Spuren von Zolas späterem künstlerischem Stil des Naturalismus erschien 1968 der Roman "Thérèse Raquin". 1870 heiratete er Gabrielle Meley. Auch begann er im selben Jahr mit seiner Arbeit am 20 Bände umfassenden Zyklus "Die Familie Rougon-Macquart. Natur- und Sozialgeschichte einer Familie aus dem zweiten Kaiserreich". Im Sinne eines "Mikrokosmos" stellte der Zyklus Aspekte der französischen Gesellschaft dar. Gestützt auf darwinistische und deterministische Vererbungs- und Milieulehren, schilderte er die Verfallsgeschichte einer Familie. Damit wurde er Wegbereiter des Naturalismus, der in der Folge zahlreiche Künstler in Frankreich, Deutschland, Skandinavien und Russland beeinflusste.

Seinen Durchbruch als Schriftsteller feierte er 1877 mit dem Band "Der Totschläger". Darauf erwarb er ein Landhaus in Médan an der Seine, das zum Treffpunkt zahlreicher intellektueller Persönlichkeiten avancierte. 1880 folgte als weiterer Roman aus dem Zyklus "Nana", welcher die Geschichte einer Prostituierten erzählt. "Nana" gab Anlass für kontroverse Diskussionen und wurde bisweilen als pornografisch abgehandelt. Im selben Jahr, 1880, schrieb er in dem Essay "Der Experimentalroman" sein theoretisches Konzept nieder. Mit dem Band "Germinal" entwickelte sich Émile Zola zu einem der meistgelesenen Schriftsteller seiner Zeit.

Ab 1888 verband Zola mit der Wäscherin Jeanne Rozerot eine Affäre, aus der zwei Kinder hervor gingen. In den Jahren 1894 und 1898 veröffentlichte er den dreibändigen Zyklus "Die Drei Städte". Zu Beginn der Prozesseröffnung gegen den zu unrecht wegen Spionage angeklagten jüdischen Offizier Alfred Dreyfus, ergriff Zola in dem offenen Brief "J’accuse" (Ich klage an) Partei. Gerichtet an den Präsidenten Frankreichs deckte er darin Machenschaften auf, die den Prozess geleitet hatten. Darauf wurde Èmile Zola wegen Beleidigung der Armee zu einer einjährigen Gefängnisstrafe verurteilt. Seiner Verhaftung entzog er sich durch seine Flucht nach England, wo er den Zyklus "Die vier Evangelisten" begann.

Im Jahr drauf, 1899, kehrte er im Zuge der Wiederaufnahme des Dreyfus-Prozesses nach Paris zurück.

Èmile Zola starb am 29. September 1902 in Paris an den Folgen einer Kohlenmonoxidvergiftung, die durch einen defekten Kaminabzug verursacht wurde.

Postum hatte Zolas offener Brief aus dem Jahr 1906 maßgeblichen Anteil an der Rehabilitation von Alfred Dreyfus. 1908 wurde sein Leichnam in der nationalen Gedenkstätte des Panthéon beigesetzt.

NameÉmile Zola

Geboren am02.04.1840

SternzeichenWidder 21.03 - 20.04

GeburtsortParis (F).

Verstorben am29.09.1902

TodesortParis (F).

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