Biografie

Mildred Scheel

Die deutsche Ärztin und Ehefrau des Bundespräsidenten Walter Scheel vollzog mit der Gründung der Deutschen Krebshilfe e.V. eine beachtliche Karriere, die sie zu einer der populärsten Personen der deutschen Politik werden ließ. Als drittes Kind des Röntgenarztes Hans-Hubert Wirtz und seiner US-amerikanischen Ehefrau Elsi wuchs sie ab dem neunten Lebensjahr im Mädchengymnasium Lyzeum auf. Nach ihrem Abitur in Amberg studierte sie Medizin in Innsbruck und Regensburg. Das Staatsexamen legte sie in München ab. Im Anschluss trat sie hier eine Stellung als Ärztin mit der Fachrichtung Röntgenologie an. Darauf arbeitete sie in verschiedenen Krankenhäusern und als Vertretung in wechselnden Arztpraxen. 1963 wurde ihre erste Tochter Cornelia geboren, die sie allein aufzog. 1967 machte sie in einem Sanatorium, in dem sie arbeitete, die Bekanntschaft mit Walter Scheel. Am 18. Juli 1969 heirateten sie in München und siedelten nach Bonn über. Im Oktober 1969 wurde Walter Scheel Außenminister der Bundesrepublik. Am 21. Juli 1970 wurde die gemeinsame Tochter Andrea-Gwendolin geboren. 1971 adoptierte das Paar in Bolivien ein indianisches Waisenkind namens Simon-Martin. Am 15. Mai 1974 wurde ihr Ehemann zum Bundespräsidenten der Bundesrepublik berufen. In ihrer Eigenschaft als First Lady engagierte sie sich auf sozialer Ebene. Am 25. September 1974 gründete Mildred Scheel die "Deutsche Krebshilfe e.V.". In den Jahren 1977, 1978 und 1979 wurde sie zur "Frau des Jahres" gewählt. Dabei avancierte sie zur populärsten Frau der nationalen Politikszene ihrer Zeit. Selbst bei Staatsbesuchen und großen Empfängen sammelte sie beachtliche Spenden für den Verein. Anfang der 1980er Jahre erkrankte sie selbst an Krebs, dem sie kurz darauf erlag.

NameMildred Scheel

Aliaswsw

Geboren am31.12.1932

SternzeichenSteinbock 22.12 - 20.01

GeburtsortKöln (D).

Verstorben am13.05.1985

TodesortBonn (D).