Biografie

Max Dudler

Der Schweizer Architekt hat sich durch das Bauen auf minimalem Raum und im historischen Kontext einen besonderen Namen erworben. Zu seinen Planungen und Realisierungen gehören aber auch Großprojekte – vor allen Dingen in der deutschen Architekturhauptstadt Berlin und in Zürich. So geht beispielsweise das Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen in Berlin, wo sich auch der Sitz von Max Dudlers Hauptbüro befindet, auf seinen Entwurf zurück. Weitere eindrucksvolle Berliner Neubauten machen den Architekten zum Mitgestalter der neuen deutschen Hauptstadt...

Die einflussreichsten Architekten und Designer des 20. Jhs.
Max Dudler wurde am 18. November 1949 im schweizerischen Altenrhein geboren.

Nach dem Schulabschluss studierte Max Dudler an der Städelschule in Frankfurt am Main. Er war unter anderem ein Schüler von Professor Günther Bock. Weiterhin besuchte er die Hochschule der Künste in Berlin, wo er bei Professor Ludwig Leo studierte. Danach war Dudler in der Zeit von 1981 bis 1986 im Büro des bekannten Architekten Oswald Mathias Ungers tätig. Er plante und realisierte währenddessen die Galerie/Messe in Frankfurt am Main, das Kulturforum Berlin und das Messehochhaus in Frankfurt am Main. 1985 nahm Dudler an der Ausstellung "Bauen heute" im Architekturmuseum Frankfurt am Main teil.

Im Jahr 1986 gründete er eine Architektengesellschaft mit den Partnern Karl Dudler und Pete Welbergen. 1989 beteiligte er sich an der Ausstellung "Denkmal – Denkmodell" in der Aedes-Galerie/Kunsthalle Berlin. Dudler übernahm mehrere Dozenturen. So erfüllte er in der Zeit von 1989 bis 1990 einen Lehrauftrag an der Architekturfakultät der Universität Venedig. Im Anschluss daran lehrte er an der Sommerakademie für Architektur in Mantova. 1991 war Dudler mit einem deutschen Architekturbeitrag an der Biennale di Venezia präsent. 1992 gründete er eigene Architekturbüros in Berlin und Zürich. Im gleichen Jahr nahm er an der Ausstellung "Wohnen am Fluss" im Architekturmuseum Frankfurt am Main teil.

Von 1993 bis 1995 dozierte er an der Sommerakademie für Architektur in Neapel. 1995 stellte er zur Ausstellung "Architektur Modelle Berlin" in der Berliner Galerie Max Hetzler aus. Im Jahr darauf folgte die Ausstellung "Max Dudler Architekt" in der gleichen Galerie. Ebenfalls 1996 lehrte Dudler beim 7. Architekturseminar in Wien und nahm am Symposion "Berlin – Metropole aus Stein" in Verona teil. Er lieferte wiederholt den deutschen Architektenbeitrag zur Biennale di Venezia.

In den Jahren von 1996 bis 1997 lehrte Dudler an der Universität Dortmund. Zur Ausstellung "New Standard" in Wien präsentierte der Architekt Fertighaus-Konzepte für Deutschland. Dudler plant und realisiert vor allen Dingen in Berlin und Zürich. Zu seinen Baulösungen gehören unter anderem öffentliche Bauten in der deutschen Hauptstadt oder Hochhäuser in Zürich. So entwarf er den Erweiterungsbau des Bundesverkehrsministeriums in Berlin, den er mit einer kubischen Form versah. Aber auch kleinere Bauprojekte nimmt Dudler in Angriff. Seine Gebäude zeichnen sich durch eine minimalistische Stilsprache aus sowie durch eine ausgesuchte Auswahl an Materialien.

Einen konservativen Neotraditionalismus lehnt er ab. Zu den Gebäuden in minimalistischer Bauweise gehören unter anderem das "Schwarze Café" in Frankfurt am Main in der Nähe des Deutschen Architektur-Museums oder ein Hotel im Mainzer Vorort Weisenau. Von ihm realisierte Großbauprojekte sind beispielsweise ein Gymnasium in Berlin-Hohenschönhausen oder Turmhäuser am Bahnhofsplatz in Mannheim. Ab 2004 lehrt er, zusammen mit Axel Schultes und Laurids Ortner, an der renommierten Kunstakademie Düsseldorf. In den Jahren 2002/05 realisierte er das Diözesanbibliothek in Münster, Westfalen. Von 2006 bis 2009 erfolgt der Bau des Jacob und Wilhelm Grimm-Zentrum der Humboldt-Universität zu Berlin.

Zu seinen Wettbewerben zählen weiter das Stadtquartier Lehrter Bahnhof, Berlin, 2. Preis (1994), der Neubau des Bahnhofs Erfurt , 2. Preis (1995), die Marschallbrücke, Berlin-Mitte, 2. Preis (1996), das Stadtquartier Chausseestraße, Berlin-Mitte, 1. Preis (1996), die Landesbibliothek Dresden, 5. Preis (1996), das Auswärtige Amt, Berlin, 1. Preis (1996), das DB-Güterbahnhof-Areal, Basel, 1. Preis (1997), die Brauerei Ottakring, Wien, 2. Stufe (1997), die Erweiterung des Flughafens Zürich-Kloten, 2. Preis (1997), der EXPO 2.000 Schweizer Pavillon, Hannover, 2. Preis (1997), der S-Bahnhof Wilhelm-Leuschner-Platz, Leipzig, 1. Preis (1997) oder das Kunstmuseum Vaduz, Liechtenstein, 4. Preis (1998).

Zu Dudlers ausgeführten Projekten zählen weiterhin das Umspannwerk Lützowplatz in Berlin (1984 – 1986), die BEWAG Berlin, eine Metallwarenfabrik in Berlin (1988), die Robert Schulz GmbH Berlin (1988), die Grund- und Gesamtschule in Berlin (1992 – 1997), das Bezirksamt Berlin-Hohenschönhausen, das Wohn- und Geschäftshaus am Gendarmenmarkt BEWAG Berlin (1993–1997), das Polizeipräsidium und Behördenzentrum
Eberswalde (seit 1995), das Seniorenheim Berlin-Hohenschönhausen oder das Bezirksamt Berlin-Hohenschönhausen (beide seit 1996).


Die einflussreichsten Architekten und Designer des 20. Jhs.

NameMax Dudler

Geboren am18.11.1949

SternzeichenSkorpion 24.10 - 22.11

GeburtsortAltenrhein (CH).