Biografie

Marcus Tullius Cicero

Der Philosoph, Schriftsteller und Anwalt war der bedeutendste Redner Roms. Seine geschichtliche Bedeutung liegt nicht auf dem Gebiet der Politik, so wie er es damals glaubte, sondern auf dem Gebiet der Sprache und Literatur. Marcus Tullius Cicero ist besonders durch seine Reden, aber auch durch seine philosophischen und rhetorischen Schriften, der wahre Schöpfer der klassischen lateinischen Kunstprosa. Diese Kunstprosa galt in der Folgezeit als Muster der lateinischen Sprache. Seine Briefe sind wertvolle historische Dokumente und autobiographische Zeugnisse der Antike. Ciceros berühmteste Reden sind die Werke, die sich gegen Catilina richtigen sowie die 14 philippinischen Reden gegen Antonius...
Marcus Tullius Cicero wurde am 3. Januar 106 vor Christus in Arpinum geboren.

Marcus Tullius Cicero wuchs in einem Elternhaus auf, das einer neuen Gesellschaftsschicht aus Bankiers und Kaufleuten angehörte. Die dadurch zur römischen Oberschicht existierenden Verbindungen ermöglichten Cicero und seinem Bruder Quintus eine gute Schulbildung als Voraussetzung für eine politische Laufbahn. Cicero ließ sich früh in Rom nieder. Dort studierte er Rechtswissenschaft, Rhetorik, Literatur und Philosophie. Während dieser Zeit besuchte er oft politische Reden, die ihm die praktischen Kenntnisse in dieser Fertigkeit vermittelten. Ersten Erfolg hatte er als Rechtsanwalt. Cicero absolvierte seinen Militärdienst. Danach begab er sich nach Griechenland. Dort in Athen und Rhodos studierte er weiterhin Rhetorik und Philosophie.

Im Jahr 77 vor Christus kehrte Cicero nach Rom zurück. In dieser Zeit begann er seine politische Karriere. Durch seine Tätigkeit als Anwalt knüpfte er wichtige politische Verbindung und machte sich bekannt. Im Jahr 74 vor Christus wurde er in den Senat gewählt. Der spektakuläre Prozess gegen den Stadthalter Gaius Verres im Jahr 70 vor Christus machte ihn als Anwalt und Politiker endgültig berühmt. Cicero klagte Verres wegen Betrugs an. Im Jahr 64 vor Christus wurde Cicero zum Konsul gewählt. Dabei setzte er sich gegen seinen Mitkandidaten Catilina durch. Bemerkenswert ist auch, dass Cicero die Wahl zum Konsul gewonnen hatte, obwohl er nicht – wie damals üblich – der Adelsschicht angehörte. Als Konsul deckte Cicero eine Verschwörung Catilinas auf. Daraufhin ließ er einige Männer um Catilina hinrichten. Gaius Julius Cäsar erkannte das Handeln Ciceros als vorschnell an, so dass er im Jahr 58 vor Christus ins Exil nach Makedonien abwandern musste.

Ein Jahr darauf wurde er von dem römischen General Pompeius nach Rom zurückberufen. Nach seiner Rückkehr befasste sich Cicero mit seiner Anwalttätigkeit und seinen rhetorischen philosophischen Schriften. In der Folgezeit entstanden wichtige Werke wie zum Beispiel "De oratore", "De re publica" oder "De legibus". Im Jahr 51 vor Christus wurde Cicero Prokonsul in der römischen Provinz Kilikien. Nach gut einem Jahr kehrte er nach Rom zurück. Dort herrschte mittlerweile Bürgerkrieg zwischen den Anhängern von Gaius Julius Cäsar und Pompeius. Cicero schlug sich als Anhänger der Republikaner auf die Seite von Pompeius. 48 vor Christus unterlag Pompeius und Cicero zog sich nach Brundisium zurück. Dort erlangte ihn die Begnadigung Cäsars. Danach widmete er sich wieder seinen politischen Arbeiten und kehrte der politischen Bühne den Rücken zu.

Ciceros berühmteste Reden sind die Werke, die sich gegen Catilina richtigen sowie die 14 philippinischen Reden gegen Antonius. Cäsar wurde am 14. März 44 vor Christus ermordet. Danach nahm Cicero im Senat eine bedeutende Rolle ein. Als Republikaner folgte er Cäsars Adoptivsohn Octavian, der sich gegen Konsul Marcus Antonius wandte. Später verbündete sich Octavian, der spätere Kaiser Augustus, mit Marcus Antonius und Lepidus. Cicero sah sich Verfolgungen ausgesetzt und versuchte aus Italien zu flüchten. In seinen politischen Schriften drückte Cicero seine Tendenz zum Idealismus aus. In seinen literarischen und philosophischen Arbeiten machte er sich einen Namen als herausragender Dichter klassischer römischer Kunstprosa, in denen er ein hohes Maß an menschlicher Toleranz vertrat.

Zu weit verbreiteter Popularität gelangte er gleichfalls durch seine Reden, die ihn als Meister der Rhetorik auszeichnen. Er verfasste neben Reden für Cäsar und einige rhetorischen Schriften bedeutende philosophische Werke wie zum Beispiel "De finibus bonorum et malorum" (zu dt: "Über das höchste Gut und Übel", "Tusculanae disputationes" (zu dt: "Über die Überwindung der Leiden des Lebens"), "Cati maior senecute" (zu dt: "Über das Greisenalter"), "Laelius de amicitia" (zu dt: "Über die Freundschaft"), "Consolatio ad se ipsum" (zu dt: "Trostschrift für sich selobst"), "De officiis" (zu dt: "Von der Pflicht"), "De natura deorum" (zu dt: "Von der Natur der Götter"), "De senectute" (zu dt: "Vom Alter"), oder "De finibus" (zu dt: "Die Grenze").

Am 7. Dezember 43 vor Christus fand Cicero in Formiae den Tod durch politischen Mord.

NameMarcus Tullius Cicero

AliasCicero

Geboren am03.01.0106

SternzeichenSteinbock 22.12 - 20.01

GeburtsortArpinum

Verstorben am07.12.0043

TodesortFormiae


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