Biografie

Lorin Maazel

NameLorin Maazel

Geboren am06.03.1930

SternzeichenFische 20.02 - 20.03

GeburtsortNeuilly-sur-Seine (F).

Verstorben am13.07.2014

TodesortCastleton, Virginia (USA).

Lorin Maazel

Der US-amerikanische Komponist und Dirigent gilt als Weltstar in seinem Fach und als teuerster Orchesterleiter seiner Zeit; sein Schaffen zeichnete vor allem eine unnachahmliche Eleganz aus. Lorin Varencove Maazel dirigierte nicht nur in den renommiertesten Konzertsälen der Welt, sondern zudem in den vergangenen 50 Jahren mehr als 150 Orchester und über 5000 Konzert- und Opernaufführungen geleitet. Zudem gilt er als anerkannter Komponist und Violinspieler. Bereits als Fünfjähriger lernte Lorin Maazel das Geigenspiel und als Neunjähriger dirigierte er erstmals ein Orchester. 2008 ging er in die Musikgeschichte ein, als er mit den New Yorker Philharmonikern als erste westliche Musikformation in Nordkorea auftrat. Ab der Konzertsaison 2012/2013 bis zu seinem Tod im Jahr 2014 führte er als Chefdirigent die Münchner Philharmoniker...
Lorin Varencove Maazel wurde am 6. März 1930 im französischen Neuilly-sur-Seine im Département Hauts-de-Seine geboren.

Mit fünf Jahren bekam er Geigenunterricht und im Alter von elf Jahren dirigierte er auf Einladung das Broadcasting Symphony Orchestra New York. Bereits mit 15 Jahren hatte er die wichtigsten US-amerikanischen Orchester dirigiert. Ab 1946 studierte Maazel Mathematik, Philosophie und Sprachen in Pittsburgh. Mit Hilfes eines Stipendiums widmete er sich ab 1952 seinen musikalischen Studien, die ihn nach Italien führten. Dort nahm auch seine erste Europa-Tournee nach Catania, Wien, Berlin und Bayreuth ihren Anfang. Mit seiner Leitung von Richards Wagner Oper "Lohengrin" schrieb er Musikgeschichte: Er war 1960 der erste US-Amerikaner und mit 20 Jahren einer der jüngsten Musiker, der an den renommierten Bayreuther Festspielen als Dirigent teilnahm. Nach diesem Auftritt etablierte sich Maazel international vor allem als Dirigent an großen Häusern und in renommierten Orchestern.

So leitete er 1961 das Boston Symphony Orchestra und trat zwei Jahre später in Salzburg auf. Der begnadete Dirigent war unter anderem von 1965 bis 1971 Künstlerischer Direktor der Deutschen Oper Berlin, nebenbei ab 1965 zehn Jahre lang Chefdirigent des Radio-Symphonie-Orchesters Berlin, von 1972 bis 1982 Musikdirektor des Cleveland Orchesters, ab dem Jahr 1976 Chefdirigent des Orchestre National de France, von 1982 bis 1984 Direktor der Wiener Staatsoper, von 1988 bis 1996 Musikdirektor des Pittsburgh Symphony Orchestra, von 1988 an für vier Jahre Musikalischer Leiter des Orchestre National de France, ab 1993 bis 2002 Chefdirigent des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks sowie von 2002 bis 2009 Chefdirigent der New Yorker Philharmoniker. Dazu kammen unzählige Gastauftritte weltweit mit internationalen Orchestern und erfolgreiche Orchestertourneen.

So reiste er 1993 und 1996 mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks durch Japan, im Jahr 2000 folgte die weltweite Tournee "Maazel at Seventy" aus Anlass seines 70. Geburtstages, oder 2001 die gemeinsame Tournee mit dem US-amerikanisch-israelischen Pianisten Yefim Bronfman, die Maazel bei der Aufführung um drei Brahms-Sonaten durch Europa und die USA führte. Zu einem weiteren Meilenstein in der Karriere des Lorin Maazels zählt seine Leitung der Tragik-Oper "Othello" 1975 im antik-römischen Amphitheater Orange in Südfrankreich. Zu seinen berühmten Gastauftritten zählen unter anderem die Leitung des Wiener Neujahrskonzertes, zuletzt im Jahr 1999, das über eine Milliarde TV-Zuschauer verfolgten, oder die alljährliche Opern-Neuaufführung an den Salzburger Festspielen.

Für caritative Zwecke gab er mehr als 30 Konzerte. Zu seinen Symphonie-Einspielungen zählen vollständige Zyklen unter anderem von Beethoven, Brahms, Mahler, Sibelius, Rachmaninow und Tschaikowsky. Aber Maazel engagiert sich ebenso für bedeutende zeitgenössische Komponisten, deren Werke er aufführte. Für sein Engagement erhielt er zweimal die ASCAP-Auszeichnung, für seine außergewöhnlichen Plattenaufnahmen den Grand Prix du Disque. Weitere Auszeichnungen waren unter anderem das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse (1977), Offizier der Ehrenlegion (1981), Commander Orden des Löwen von Finnland, Ehrenpreis des Bayerischen Fernsehpreises (1996) und Goldene Ehrenmedaille der Stadt Wien (1997). Mit seiner im Jahr 2001 gegründeten Maazel/Vilar-Dirigentenwettbewerb-Stiftung förderte der Künstler die junge Generation talentierter Dirigenten.

Sein eigenes Schaffen als Dirigent zeichnete vor allem eine unnachahmliche Eleganz aus. 2008 ging er in die Musikgeschichte ein, als er mit den New Yorker Philharmonikern als erste westliche Musikformation in Nordkorea auftrat. Ab der Konzertsaison 2012/2013 führte er als Chefdirigent die Münchner Philharmoniker.

Lorin Maazel verstarb am 13. Juli 2014 in Castleton, Virginia, an den Folgen einer Lungenentzündung. Er war dreimal verheiratet, zuletzt mit der deutschen Schauspielerin Dietlinde Turban, und hinterließ sieben Kinder. 

NameLorin Maazel

Geboren am06.03.1930

SternzeichenFische 20.02 - 20.03

GeburtsortNeuilly-sur-Seine (F).

Verstorben am13.07.2014

TodesortCastleton, Virginia (USA).

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