Biografie

Leo Breuer

Der Maler, Zeichner und Bildhauer war ein wichtiger Vertreter des geometrisch konstruktivistischen Kunststils nach 1945. Sein Frühwerk trägt den Ausdruck des Realismus. Durch ständige Reduktion und die Konzentration auf das Wesentliche, gelangte Leo Breuer zur Ausdruckskraft des geometrischen Konstruktivismus. Seine Kunstwerke vermitteln dem Betrachter Dynamik und Bewegung. Seine individuelle Formsprache gelang ihm durch eine tiefe Eindringlichkeit. Die Form reduzierte er meist auf Leisten oder Quader in einheitlicher Ausgestaltung. Variation gestand er lediglich in der Anordnung und Farbgebung der Elemente zu. Darüber hinaus fertigte Leo Breuer Holzschnitte...
Leo Breuer wurde am 21. September 1893 in Bonn geboren.

Breuers anfängliche Werke zeichnen sich aus durch eine realistische Formensprache. Auf der Suche nach dem eigenen Stil gelangte der Künstler durch Reduktion von Form und inhaltlichen Elementen zur Abstraktion. Als Vorbild diente ihm zunächst der französische Maler Auguste Herbin, den er bei seinem Parisaufenthalt kennen lernte. Aus dieser Begegnung entwickelte sich eine freundschaftliche Verbindung. Breuer ließ sich durch Herbins abstrakt-konstruktivistisches Werk inspirieren. Er realisierte in konsequenter und kompromissloser Weise seinen eigenen geometrischen Konstruktivismus.

Seine Bildaussagen konzentrieren sich in diesem Stil auf das Wesentliche. Während seines Aufenthaltes in Paris knüpfte Leo Breuer über seinen Freund Herbin Kontakte zu Künstlern der Gruppe "Réalités Nouvelles", der er im Jahr 1946 beitrat. Breuers Tendenz zur Reduktion verband sich später mit der künstlerischen Absicht zur Aussage von Bewegung und Dynamik; dazu wählte er die Technik des Reliefs, das im geometrischen Konstruktivismus eine außerordentliche Bedeutung hat. Seine individuelle Formsprache gelang ihm durch eine tiefe Eindringlichkeit.

Die Form reduzierte er meist auf Leisten oder Quader in einheitlicher Ausgestaltung. Variation gestand er lediglich in der Anordnung und Farbgebung der Elemente zu. Der ganze Werkcharakter liegt in der Spannung der Komposition. Darüber hinaus fertigte Leo Breuer Holzschnitte. Diese Technik eignete sich besonders für sein künstlerisches Schaffen, das sich zwischen Abstraktion und Konkretion bewegte. Im Vordergrund standen für den Künstler dabei die Farbsubstanz und die Oberflächenstruktur des natürlichen Materials.

In dieser Akzentuierung der Reliefkunst befand er sich im Einklang mit anderen Künstlern wie František Kupka, Otto Freundlich, Jean Arp oder Ernst Wilhelm Nay. Breuers Reliefkunst bezieht den Betrachter mit ein. Das Wesentliche, auf das es Breuer besonders in seinen Reliefs ankam, wird dem Betrachter in der Struktur und der Farbe entdeckt. Von unterschiedlichen Perspektiven in der Betrachtungsweise lassen sich auch verschiedene Strukturen des Werkes entdecken.

Leo Breuer starb am 14. März 1975 in Bonn.

Der Leo-Breuer-Preis wird alle zwei Jahre vom Landschaftsverband Rheinland-Pfalz vergeben. Er richtet sich an junge, noch unbekannte Künstlerinnen und Künstler unter 40 Jahren. Zustande kam der Preis durch Leo Breuers Sohn Jacques. Breuer überließ dem Rheinischen Landesmuseum Bonn zahlreiche Werke wie Gouachen, Gemälde, Reliefs und Holzarbeiten. Diese Überlassung war verbunden mit der Ausschreibung des Leo-Breuer-Preises, der mit 4.000 DM dotiert war und zur Förderung zeitgenössischer Künstler beitragen soll. Sämtliche Exponate von Leo Breuer im Rheinischen Landesmuseum Bonn leisten einen bedeutenden Beitrag zur Sammlung und Präsentation der Strömung des Konstruktivismus nach 1945.

NameLeo Breuer

Geboren am21.09.1893

SternzeichenJungfrau 24.08 -23.09

GeburtsortBonn (D).

Verstorben am14.03.1975

TodesortBonn (D).