Biografie

Grit Breuer

Die Leichtathletin zählte zu den erfolgreichsten deutschen Sportlerinnen. Sie errang die Titel Europameisterin, Vizeweltmeisterin, Hallenweltmeisterin im 400 Meter Lauf, Weltmeisterin in der 4 x 400 Meter Staffel und Vizeeuropameisterin 2002 im 400 Meter Lauf. Bis 1990 startete Grit Breuer für die DDR. Bereits 1988, mit 16 Jahren, nahm sie an den Olympischen Spielen teil. Der kraftvoll wirkende Laufstil von Grit Breuer mit ihrer athletischen Figur wurde ihr Markenkennzeichen auf der Bahn. 2005 verkündete sie das Ende ihrer Karriere als Leistungssportlerin...
Grit Breuer wurde am 16. Februar 1972 im mecklenburgischen Röbel in der ehemaligen DDR geboren.

Ihre sportliche Karriere startete Grit Breuer im Verein Medizin Röbel. Bereits mit 13 Jahren konnte die junge Sportlerin ihren ersten großen Erfolg auf der Spartakiade im Jahr 1985 in der Disziplin 400 Meter Lauf vorzeigen. Zwei Jahre später erlief sie sich mit dem Staffelteam den Sieg zur DDR-Meisterschaft über 4 x 400 Meter. 1988 kassierte sie ihren größten Triumph ihrer erst jungen Laufbahn. Sie holte dreimaliges Gold bei den Junioren-Weltmeisterschaften im 400 Meter Lauf, in der Staffel über 4 x 100 Meter und 4 x 400 Meter. Zwischenzeitlich absolvierte die Sportlerin nach ihrem Schulabschluss eine Lehre als Kauffrau für Bürokommunikation. Doch sie machte den Profisport zu ihrem Beruf.

Im Jahr 1988 nahm sie an den Olympischen Sommerspielen im südkoreanischen Seoul teil. Dort brachte Grit Breuer im Vorlauf ihr Staffelteam weiter, das auf dem dritten Rang landete. 1990 siegte Breuer bei den Europameisterschaften in Split im Einzellauf über 400 Meter und in der Staffel über 4 x 400 Meter. 1991 triumphierte sie bei den Hallen-Weltmeisterschaften im Juniorenklassement über die 200 Meter Distanz mit einem Weltrekord. Auch in der 200 Meter Staffel holte sie sich den Titel und Rekord. Im selben Jahr startete sie zur Weltmeisterschaft in Tokio. Dort blieb sie hinter der Französin Marie-José Perec im 400 Meter Lauf zurück und wurde Silbermedaillengewinnerin. 1991 wurde ihre Laufbahn durch einen spektakulären Dopingfall zusammen mit den Leichtathletinnen Katrin Krabbe und Silke Möller zunächst gestoppt.

Breuer wurde unter anderem die Einnahme eines verbotenen Mittels nachgewiesen. Sie wurde dafür bis zum Jahr 1995 gesperrt. Danach nahm sie ihr Comeback auf. Bei den Hallen-Europameisterschaften 1996 in Stockholm holte sie sich den Titel. Bei den Olympischen Spielen im Jahr 1996 in Atlanta schaffte sie auf Anhieb den achten Platz in ihrer Spezialdisziplin 400 Meter Lauf. Im Staffelteam gab es die Bronzemedaille für die 4 x 400 Meter. Im selben Jahr holte sie bei den Weltmeisterschaftsläufen in Athen im Staffellauf den WM-Titel. Als Schlussläuferin triumphierte sie in einem atemberaubenden Rennen, sie holte mehrere Meter Rückstand auf, zog an ihren Konkurrentinnen vorbei und ging als Erste über die Ziellinie. Zwei Jahre später verbesserte sich Grit Breuer bei den Weltmeisterschaften 1999 im spanischen Sevilla im 400 Meter Lauf um einen Platz und landete auf dem 7. Rang.

In der Staffel schaffte sie Rang drei. Zu den Olympischen Sommerspielen im Jahr 2000 in Sydney startete sie wegen Bandscheibenproblemen nicht. 2001 konnte sie wieder an ihre alte Form und bisherige Leistungen anknüpfen. Grit Breuer wurde in der 200 Meter Distanz Europacup-Siegerin. Sie lief über die 200 und 400 Meter Distanz deutsche Jahresbestzeit. In Stuttgart gewann sie den nationalen Titel. Im selben Jahr schaffte sie die Silbermedaille in der Disziplin der 4 x 400 Meter Staffel des Deutschen Leichtathletik Verbandes (DLV). 2002 kam ein gesundheitlicher und damit sportlicher Rückschlag. Sie erkrankte an Gürtelrose und hatte Probleme mit der Achillessehne. Damit war die Qualifikation zur Leichtathletik-Europameisterschaft 2002 in München offen.

Im Juli 2002 startete sie zu den Deutschen Meisterschaften in Wattenscheid lediglich im Staffellauf, auf einen Start zum Einzellauf verzichtete sie. Ihre Leistungskurve steigerte sich dennoch nach der Krankheits- und trainingsarmen Zeit. In der Bestenliste der europäischen Läuferinnen nahm sie Platz drei ein. Bestätigt wurde ihre Form dann auf den Leichtathletik-Europameisterschaften 2002 in München. Dort schnitt sie in ihrer favorisierten Strecke, dem 400 Meter Lauf, als Zweitbeste ab und meldete sich wieder an der europäischen Spitze der Läuferinnen zurück. Im Verein SC Magdeburg wurde sie von Thomas Springstein trainiert, mit dem sie auch privat liiert war. Am 28. Dezember 2005 verkündete Grit Breuer das Ende ihrer Karriere als Leistungssportlerin.

Zu Grit Breuers sportlicher Bilanz zählen die Titel Weltmeisterin 4 x 400 Meter 1997, Vize-Weltmeisterin 400 Meter 1991, Weltmeisterin 4 x 400 Meter 2001, Hallen-Weltmeisterin 400 Meter 1999, Hallen-Weltmeisterin 4 x 400 Meter 1991, Weltmeisterdritte 4 x 400 und 4 x 100 Meter 1991, Weltmeisterdritte 4 x 400 Meter in den beiden Jahren 1995 und 1999, Olympia-Dritte 4 x 400 Meter 1996, Europameisterin 400 und 4 x 400 Meter in den beiden Jahren 1990 und 1998 sowie Europacup-Siegerin 400 Meter in den Jahren 1989, 1996, 1997 und 2001.

NameGrit Breuer

Geboren am16.02.1972

SternzeichenWassermann 21.01 - 19.02

GeburtsortRöbel