Biografie

Kurt Schwitters

NameKurt Schwitters

Geboren am20.06.1887

SternzeichenZwillinge 22.05. - 21.06

GeburtsortHannover (D).

Verstorben am08.01.1948

TodesortKendal

Kurt Schwitters

Der deutsche Künstler war als Repräsentant des Dadaismus eine der renommiertesten Künstler-Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Kurt Schwitters entwickelte den Begriff "Merz", unter dem er eine spezielle Variante des Dadaismus entwickelte. Sein Künstlerwerk zeichnet sich durch eine große Vielfalt aus. So war Kurt Schwitters nicht nur in der Malerei tätig sondern schuf Skulpturen und Raumplastiken. Darüber hinaus war Schwitters Aktionskünstler, Lyriker, Theoretiker auf den Gebieten der Architektur und Bühnenkunst sowie Werbegrafiker und Verleger...
Kurt Schwitters wurde als Sohn eines Geschäftsmannes für Damenkonfektion am 20. Juni 1887 in Hannover geboren.

Schwitters wuchs in einem gut bürgerlichen Familienkreis auf. Bis zum Jahr 1898 waren seine Eltern im eigenen Verkaufsgeschäft für Damenkonfektion tätig, danach lebten sie von den Erträgen aus den eigenen Immobilienobjekten. Er besuchte das Gymnasium in Hannover. 1908 beendete er die Schule mit dem Abitur. Im selben Jahr wurde er Schüler an der Kunstgewerbeschule Hannover. Im Jahr darauf verließ er Hannover und siedelte nach Dresden über. Dort absolvierte er bis zum Jahr 1914 die Kunstakademie Dresden. Im Jahr darauf ging er die Ehe mit Helma Fischer ein.

Der Künstler wurde zum Militärdienst herangezogen, den er in einer Schreibstufe verbrachte. Bis zum Jahr 1918 musste er als Maschinenzeichner seinen Hilfsdienst in einem Eisenwerk verbringen. Im Jahr 1918 kam sein Sohn Ernst auf die Welt. Im selben Jahr immatrikulierte sich Kurt Schwitters an der Technischen Hochschule Hannover und begann ein Architekturstudium. 1919 stellte der Künstler erstmals seine Merzbilder aus. In dieser Zeit wurden auch seine Dichtwerke veröffentlicht. Ab dem Jahr 1921 befand sich Schwitters häufig auf Reisen, auf denen er Vorträge hielt. Er verbreitete seinen Dadaismus-Stil unter anderem in Prag, Weimar und Holland.

Es folgten zahlreiche Ausstellungen, unter Anderem in den Jahren von 1920 bis 1922 in Hannover, Düsseldorf, München und New York. 1923 wurde er Herausgeber der Zeitschrift "Merz", diese Tätigkeit übte er bis zum Jahr 1932 aus. 1923 begann er die Arbeiten zu seinem ersten Merzbau. Schwitters unterhielt zahlreiche Kontakte zu anderen dadaistischen Künstlern aus Zürich, Berlin oder Paris. Er pflegte Verbindungen zu Mitgliedern der "De-Stijl"-Gruppe und der "Bauhaus"-Vereinigung. Im literarischen Bereich knüpfte er Bekanntschaften zu Dichtern um die Berliner Zeitschrift "Der Sturm".

Er selbst war Mitglied von Künstlergruppen wie "die abstrakten hannover", "Abstraction-Création" oder "Cercle et Carré" und anderen. Seine Verbindungen zu Künstlerkollegen erstreckten sich international. Im Jahr der Machtübernahme durch die deutschen Nationalsozialisten 1933, wurde Kurt Schwitters als "entarteter" Künstler diffamiert. Er wurde als Maler mit einem Ausstellungsverbot und als Schriftsteller mit einem Veröffentlichungsverbot belegt. Schwitters siedelte im Jahr 1937 nach Norwegen über. Dort in Lysaker, nahe Oslo, erstellte er seinen zweiten Merzbau mit dem Titel "Haus am Bakken", der aber im Jahr 1951 ein Opfer der Flammen wurde.

Schwitters emigrierte 1940, nach dem Einmarsch der deutschen Truppen in Norwegen, nach England. Dort hielt er sich zunächst in mehreren Internierungslagern auf. Ab dem Jahr 1944 lebte er in London. Im selben Jahr erlitt er einen Schlaganfall. Seine zurückgebliebene Frau starb in dieser Zeit in Hannover. 1945 verließ Schwitters London und zog nach Ambleside im Lake District. Seine Krankheit machte ihm zusehends zu schaffen. Dennoch begann er einen dritten Merzbau in einer Scheune in Little Langdale mit dem Titel "Merz Bam" zu erstellen. Das Werk blieb jedoch Fragment, von dem Teile der Reliefwand erhalten geblieben sind und in der University of Newcastle zu besichtigen sind.

Der dritte Merzbau wurde Kurt Schwitters durch ein Stipendium des Museum of Modern Art in New York ermöglicht.

Kurt Schwitters starb am 8. Januar 1948 in Kendal an Herzversagen.

Der Künstler wurde in Ableside begraben, 1970 wurden seine sterblichen Überreste nach Hannover überführt. 1956 wurde zu Ehren von Kurt Schwitters eine Gedächtnisausstellung organisiert, die ihm den internationalen Ruf als eine der bedeutendsten Künstlerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts sicherte.

NameKurt Schwitters

Geboren am20.06.1887

SternzeichenZwillinge 22.05. - 21.06

GeburtsortHannover (D).

Verstorben am08.01.1948

TodesortKendal

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