Biografie

Karl der Große

Der Königsohn aus dem fränkischen Herrschergeschlecht der Karolinger regierte von 768 bis 814 das Frankenreich, dem er ab 800 als neuer römischer Kaiser vorstand. Im Bündnis mit Papst und katholischer Kirche führte Karl I. sein Reich durch zahlreiche Kriege und intensive innere Reformen zur größten Macht in Europa. Den Beinamen "Der Große" erhielt er bereits zu seinen Lebzeiten. Mit der Unterwerfung der Sachsen, Böhmen, Baiern, Langobarden und anderer Volksstämme legte Karl der Große den Grundstein für das spätere Heilige Römische Reich Deutscher Nation...
Karl wurde am 2. April 742 (nach anderen Angaben auch 747 oder 748) in dem Eifelort Prüm geboren.

Karl war der ältere Sohn des Königs Pippin des Jüngeren und dessen Frau Bertrada. Sein Vater regierte als Pippin der Jüngere das Frankenreich. Er war ein Enkel Karl Martells und entstammte dem Herrschergeschlecht der Karolinger. Nachdem der Vater 768 gestorben war, stieg Karl zusammen mit seinem Bruder Karlmann zum König der Franken auf. 771 verstarb auch sein Bruder, so dass Karl nun alleine herrschte.

In den folgenden drei Jahrzehnten entfaltete der Frankenkönig eine intensive kriegerische Tätigkeit, um sein Reich gegen zahlreiche Aufruhr- und Invasionserscheinungen im damaligen Europa zu verteidigen und zu festigen. Die 772 begonnenen Sachsenkriege hielten 32 Jahre lang an und endeten mit der fränkischen Unterwerfung der Sachsen. 774 unterstützte er den Papst gegen die Langobarden in Oberitalien, deren Königskrone er annahm. 778 unternahm er einen Feldzug in das von Sarazenen besetzte Spanien, dessen Rechristianisierung ihm jedoch nicht gelang.

Im Jahr 788 integrierte er gewaltsam die Baiern in den fränkischen Herrschaftsbereich. Am 25. Dezember 800 wurde Karl von Papst Leo III. in Rom zum ersten römischen Kaiser in Westeuropa seit dem Jahr 476 gekrönt. Der Papst hatte zuvor vor Intrigen des römischen Stadtadels unter den Schutz Karls I. flüchten müssen. Die Kaiserkrönung erfolgte erstmals "von Gottes Gnaden", was die bis 1918 währende religiöse Legitimität der deutschen Kaiser begründete. Die Kaiserkrönung brachte Karl den Großen, wie er nun bald genannt wurde, in unausweichlichen Konflikt zum byzantinischen Kaiser, propagierte er doch die Einheit von Kirche und seinem fränkischen Reich, das er als Nachfolgereich des Römischen Reichs betrachtete.

Der Konflikt mit Byzanz währte von 806 bis 812. Es folgten weitere Eroberungen Karls I. im norddeutschen und mitteleuropäischen Raum, die zur Integration sorbischer und slawischer Stämme in das Frankenreich führten. Ab 805 kontrollierte er auch Böhmen, das nach und nach christianisiert wurde. Neben seinen Eroberungs- und Feldzügen trug Karl der Große auch im Innern zur Konsolidierung des Reichs bei, die er durch die Errichtung eines Reichsadels erreichte, der die neu organisierte Reichsverwaltung übernahm.

Eine Reform des Justizsystems und eine offensive Kirchenpolitik, durch die die Kirche zum festen Bestandteil des öffentlichen und politischen Lebens wurde, rundeten die innere Erneuerung ab. Im kulturellen Bereich brachte Karls Herrschaftsepoche die so genannte karolingische Renaissance hervor, die sich auch durch zahlreiche kirchliche und weltliche Bauten auszeichnete. Der fränkische Herrscher trug auch - u.a. durch die Niederschrift einer deutschen Grammatik - zur Entwicklung der deutschen Sprachwissenschaft bei.

Die Klöster im ganzen Reich waren die Träger solcher kulturellen und bildungspolitischen Initiativen des Kaisers: Um 790 entstand im Kloster von St. Gallen mit dem Lateinisch-Deutschen Wörterbuch eines der ältesten deutschen Bücher. Da seine beiden älteren Söhne früh verstorben waren, setzte Karl I. 813 Ludwig (den Frommen) als Erbe seines Reichs ein. Im Jahr darauf wurde Ludwig an der Seite Karls auch zum Kaiser erhoben.

Karl der I. starb am 28. Januar 814 in Aachen, wo er in der Marienkirche beigesetzt wurde.

NameKarl Karolinger

AliasKarl der Große

Geboren am02.04.0742

SternzeichenWidder 21.03 - 20.04

GeburtsortPrüm

Verstorben am28.01.0814

TodesortAachen

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